Ab­schieds­spie­le fürs Trai­ner­team

Kauc­zin­ski mit As­sis­ten­ten nach In­gol­stadt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Mar­kus Kauc­zin­ski ist ge­lun­gen, was ihm und sei­ner Mann­schaft in der ver­gan­ge­nen Sai­son nach dem un­glück­li­chen Aus in der Re­le­ga­ti­on ge­gen den HSV noch ver­wehrt blieb: Der Auf­stieg in die ers­te Bun­des­li­ga. In der kom­men­den Spiel­zeit wird der 46-Jäh­ri­ge als Chef­trai­ner den FC In­gol­stadt be­treu­en. Ganz of­fi­zi­ell macht er es am Frei­tag in der Pres­se­kon­fe­renz zum Spiel des KSC bei RB Leip­zig, heu­te um 15.30 Uhr in der mit 43 000 Zu­schau­ern aus­ver­kauf­ten ehe­ma­li­gen WM-Are­na. Das Spiel ent­behrt nicht ei­ner ge­wis­sen Pi­kan­te­rie,

KSC will in Leip­zig heu­te Auf­stiegs­fei­er ver­mie­sen

denn Ralf Ha­sen­hüttl, bis­lang Chef­coach in In­gol­stadt, wird nach Leip­zig wech­seln. Aus­ge­rech­net sein Nach­fol­ger könn­te da­für sor­gen, dass sich der di­rek­te Auf­stieg der „Ra­sen­ball­sport­ler“, als die das Ma­te­schit­zKon­strukt im Ver­eins­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist, zu­min­dest ver­zö­gern wür­de, soll­te den Sach­sen kein Sieg ge­lin­gen und der 1. FC Nürn­berg ge­gen St. Pau­li ge­win­nen. Mar­kus Kauc­zin­ski ficht dies nicht an. „Wir fah­ren nach Leip­zig, um zu ge­win­nen“, so der schei­den­de KSC-Coach, der mit sei­ner Mann­schaft nach ei­ner sehr star­ken Rück­run­de so­gar noch Platz fünf an­grei­fen könn­te. „Die Mann­schaft hat sich sta­bi­li­siert, un­se­re Leis­tungs­trä­ger ha­ben wie­der zu ih­rer Stär­ke ge­fun­den und un­se­re jun­gen Spie­ler ha­ben sich sehr gut ent­wi­ckelt“, freut sich Kauc­zin­ski auf das Spiel in Leip­zig. Es ist sei­ne letz­te Aus­wärts­fahrt mit dem KSC, was auch für sei­ne bei­den As­sis­ten­ten, Ar­gi­ri­os Gi­an­ni­kis und Patrick Wes­ter­mann gilt, die ihm nach In­gol­stadt fol­gen wer­den. Kauc­zin­ski ha­be „mit den Ober­bay­ern „schnell ei­ne ge­mein­sa­me Li­nie ge­fun­den“, sagt er zu sei­nem En­ga­ge­ment bis 2018 bei den Ober­bay­ern. „Wir wün­schen Mar­kus Kauc­zin­ski al­les Gu­te. Er hat bei uns gu­te Ar­beit ab­ge­lie­fert und wir be­dau­ern es, dass er uns ver­lässt. Aber es war sein Wunsch, sich zu ver­än­dern“, sagt KSC-Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther. Der hat un­ter­des­sen schon die neue Spiel­zeit im Wild­park im Au­ge, in der es nach der Ver­pflich­tung von To­mas Oral (bis 2019) nicht nur auf der Trai­ner­bank gro­ße Ve­rän­de­run­gen ge­ben wird. Wie der SONN­TAG be­rich­te­te, wer­den Da­ni­el Gor­don, Jo­nas Mef­fert, Mo Gouai­da, Do­mi­nic Peitz, sehr wahr­schein­lich auch Ma­nu­el Gul­de so­wie Sa­scha Traut, Di­mi­trij Na­za­rov den KSC ver­las­sen oder ver­las­sen müs­sen. Von Neu­zu­gän­gen ist bis­lang noch nicht viel zu hö­ren. Wel­len­reu­thers Vor­ga­be an Sport­di­rek­tor Jens Todt ist klar: „Wir sind be­reit, Geld zur Ver­fü­gung zu stel­len“, so der KSC-Prä­si­dent. „Es geht dar­um, in ers­ter Li­nie in Qua­li­tät und nicht in Quan­ti­tät zu in­ves­tie­ren“. Ob die Qua­li­tät des bis­he­ri­gen Ka­ders reicht, um in Leip­zig zu be­ste­hen und der Mann­schaft von Ralf Rang­nick ei­nen Auf­stieg vor­erst zu ver­mie­sen? „Im Hin­spiel hat­ten wir sie am Ran­de ei­ner Nie­der­la­ge und ha­ben ganz un­glück­lich ver­lo­ren. War­um al­so soll­ten wir die­ses Mal nicht ge­win­nen?“, ist In­gol­stadts zu­künf­ti­ger Coach gu­ten Mu­tes. Er kann auf den zu­letzt gelb­ge­sperr­ten Do­mi­nic Peitz zu­rück­grei­fen, wäh­rend hin­ter dem Ein­satz von Jo­nas Mef­fert (Rü­cken­pro­ble­me) noch ein gro­ßes Fra­ge­zei­chen steht.

Die­ses Trio wech­selt vom KSC in die Bun­des­li­ga: Chef­trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski (Mit­te) nimmt sei­ne As­sis­ten­ten Patrick Wes­ter­mann (links) und Ar­gi­ri­os Gi­an­ni­kis mit nach In­gol­stadt. Fo­to: GES

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.