Tipps & The­men Na­ta­lie Acker­mann: Ehe­ma­li­ge Miss will Hol­ly­wood er­obern

Die ehe­ma­li­ge deut­sche Schön­heits­kö­ni­gin Na­ta­lie Acker­mann will es jetzt al­len zei­gen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - De­nis Dütt­mann

Na­ta­lie Acker­mann zieht es auf die ganz gro­ße Lein­wand. Die ehe­ma­li­ge „Miss Deutsch­land“hat schon in ko­lum­bia­ni­schen Te­le­no­ve­las mit­ge­spielt, durch ei­ne Klatsch-Sen­dung im me­xi­ka­ni­schen Fern­se­hen ge­führt und auf ei­ner Tour­nee durch Latein­ame­ri­ka die Show „Dis­ney on Ice“mo­de­riert. Das nächs­te Ziel der 36-Jäh­ri­gen: Hol­ly­wood. „Der­zeit be­rei­te ich mich auf mei­ne Rol­le in ei­nem Ki­no-Film vor“, er­zählt Na­ta­lie Acker­mann. „Ich ler­ne Tex­te und ma­che mich mit dem Cha­rak­ter ver­traut. Da­für ge­he ich die nächs­ten Mo­na­te erst mal in Klau­sur.“Der­zeit läuft die Vor­pro­duk­ti­on, Dreh­be­ginn für den Thril­ler ist im Som­mer. Schau­spie­le­rei war im­mer der gro­ße Traum der Deutsch-Ko­lum­bia­ne­rin. „Ich ge­nie­ße es, in ver­schie­de­ne Rol­len zu schlüp­fen“, sagt Acker­mann. „Am meis­ten rei­zen mich Rol­len, die so gar nichts mit mir zu tun ha­ben. Ich wür­de zum Bei­spiel ger­ne mal ei­ne dro­gen­süch­ti­ge Pro­sti­tu­ier­te spie­len oder ei­ne Ver­rück­te.“Jetzt will sie erst mal in der Film­in­dus­trie Fuß fas­sen. Vor ei­ni­gen Wo­chen un­ter­schrieb sie ei­nen Ver­trag mit dem US-Pro­du­zen­ten Alan Gla­zer. Der pro­du­zier­te schon Fil­me wie „Th­ree Kings“, „Scoo­by Doo“und „Stadt der En­gel“. Im ver­gan­ge­nen Jahr mach­te er sich mit sei­ner Fir­ma Tri­max Me­dia selbst­stän­dig. Drei Fil­me will er nun im Jahr pro­du­zie­ren, mit Bud­gets zwi­schen fünf und 40 Mil­lio­nen US-Dol­lar, wie er dem Bran­chen­blatt „Va­rie­ty“sag­te. „Mein Ma­na­ger De­rek Mar­tin hat den Kon­takt zu Gla­zer her­ge­stellt“, sagt Na­ta­lie Acker­mann. „Mit ihm als Pro­du­zent bin ich jetzt di­rekt an der Qu­el­le für neue Rol­len und muss nicht durch die Cas­tings. Ich muss mir in Hol­ly­wood ja erst mal ei­nen Na­men ma­chen.“Na­ta­lie Acker­mann wuchs in Meer­busch in Nord­rhein-West­fa­len als Toch­ter ei­nes Deut­schen und ei­ner Ko­lum­bia­ne­rin auf. Als Ju­gend­li­che zog sie nach Spa­ni­en, spä­ter leb­te sie in Bar­ran­quil­la an der ko­lum­bia­ni­schen Ka­ri­bik­küs­te. Dort wur­de sie 2000 zur Se­ño­ri­ta At­lán­ti­co – der re­gio­na­len Schön­heits­kö­ni­gin – ge­wählt. Als sie 2006 auch zur „Miss Deutsch­land“ge­wählt wur­de, brach sie ihr Me­di­zin-Stu­di­um in Düs­sel­dorf ab und star­te­te im Show­ge­schäft durch. Ers­te Schau­spiel­erfah­rung sam­mel­te die dun­kel­äu­gi­ge Schön­heit mit ei­ner Ne­ben­rol­le in der er­folg­rei­chen ko­lum­bia­ni­schen Te­le­no­ve­la „Bet­ty, la fea“, die als „Ver­liebt in Ber­lin“auch für das deut­sche Fern­se­hen ad­ap­tiert wur­de. Als in­tri­gan­te Lieb­ha­be­rin in der Se­rie „Nue­vo ri­co, nue­vo po­bre“brach­te sie es in Ko­lum­bi­en zu Be­rühmt­heit. In dem US-Hor­ror­film „The Tenant“hat­te sie dann ei­ne klei­ne Ne­ben­rol­le als Fo­ren­si­ke­rin. Von 2013 bis 2014 mo­de­rier­te sie zu­dem im me­xi­ka­ni­schen Fern­seh­sen­der TV Az­te­ca die Sen­dun­gen „Al Ex­tre­mo“und „Jun­tas ni dif­un­tas“. „Das war ei­ne schö­ne Zeit, aber jetzt will ich mich zu 100 Pro­zent auf mei­ne Film­kar­rie­re kon­zen­trie­ren“, sagt Na­ta­lie Acker­mann, die mitt­ler­wei­le in den USA und Ko­lum­bi­en lebt. „Los An­ge­les ge­fällt mir gut. Ich tref­fe vie­le in­ter­es­san­te Leu­te, und die Ber­ge rund um die Stadt sind wun­der­schön“, sagt sie. In Los An­ge­les nahm Na­ta­lie Acker­mann Schau­spiel­un­ter­richt an der Film­aka­de­mie – sechs Ta­ge die Wo­che von mor­gens bis abends. Dort wur­den ihr bei­spiels­wei­se die über­trie­be­ne Ges­tik und Mi­mik ab­trai­niert, die für la­tein­ame­ri­ka­ni­sche Se­ri­en ty­pisch, aber in den USA we­nig ge­fragt sind. Zu­dem schärf­te Na­ta­lie Acker­mann ihr Pro­fil. „Ich se­he aus wie ei­ne La­ti­na, ha­be im Eng­li­schen aber ei­nen deut­schen Ak­zent. Das macht mich zu et­was Be­son­de­rem.“In Hol­ly­wood soll ihr nun der Ver­trag mit Film­pro­du­zent Gla­zer die Tü­ren öff­nen. „So vie­le Leu­te ha­ben mir im­mer wie­der ge­sagt: Das schaffst du nie“, er­zählt die ehe­ma­li­ge „Miss Deutsch­land“. „Jetzt will ich es al­len zei­gen.“

„Ich wür­de ger­ne mal ei­ne Ver­rück­te spie­len“

Sie sieht aus wie ei­ne La­ti­na und war die „Miss Deutsch­land“des Jah­res 2006: Na­ta­lie Acker­mann spiel­te be­reits in ko­lum­bia­ni­schen Te­le­no­ve­las mit. Nun will sie Hol­ly­wood er­obern.

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