Rei­se­mo­sa­ik

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub - Mag

Ein neu­er Ort für Kunst ent­steht in Pots­dam: Im Ja­nu­ar 2017 er­öff­net dort das Mu­se­um Bar­ber­i­ni in ei­nem 1945 zer­stör­ten Pa­lais im Al­ten Markt. Die his­to­ri­sche Fas­sa­de des Ge­bäu­des wird wie­der auf­ge­baut. Die ers­te Aus­stel­lung trägt den Ti­tel „Im­pres­sio­nis­mus. Die Kunst der Land­schaft“, teilt das Tou­ris­mus-Mar­ke­ting Bran­den­burg mit. Ge­plant ist sie bis zum 28. Mai 2017 und zeigt un­ter an­de­rem Wer­ke von Mo­net, Re­noir und Cail­le­bot­te.

Ein ech­tes Wahr­zei­chen Jüt­lands ist wie­der für Be­su­cher zu­gäng­lich: Der Leucht­turm von Rub­jerg Knu­de Fyr wur­de re­no­viert. Er hat ei­ne Aus­sichts­platt­form und ei­ne neue Trep­pe, teil­te Vi­sit Den­mark mit. Der 23 Me­ter ho­he Leucht­turm liegt an ei­ner Steil­küs­te rund 60 Me­ter über dem Mee­res­spie­gel der Nord­see. Be­kannt ist der Turm vor al­lem da­durch, dass er lan­ge Zeit mit­ten in ei­ner Wan­der­dü­ne stand und von den Sand­mas­sen zu gro­ßen Tei­len um­ge­ben war. Im Jahr 1900 wur­de der Be­trieb des Leucht­turms auf­ge­nom­men und 1968 we­gen der Wan­der­dü­ne wie­der ein­ge­stellt. Wie lan­ge Be­su­cher nun die Aus­sicht von der Turm­spit­ze wie­der ge­nie­ßen kön­nen, ist of­fen: Der Turm droht in den kom­men­den zehn bis 15 Jah­ren we­gen der Ero­si­on der Küs­te ins Meer zu stür­zen.

Wenn ei­ne Ree­de­rei die Rou­te ei­ner Fluss­kreuz­fahrt we­gen po­li­ti­scher Un­ru­hen än­dern muss, ist das kein Rei­se­man­gel. So­mit lässt sich der Rei­se­preis dann im Nach­hin­ein auch nicht an­tei­lig min­dern, ent­schied das Amts­ge­richt Ros­tock (Az.: 47 C 415/14). Über das Ur­teil be­rich­tet die Deut­sche Ge­sell­schaft für Rei­se­recht. In dem ver­han­del­ten Fall hat­te der Klä­ger für sich und sei­ne Frau ei­ne Fluss­kreuz­fahrt auf der Do­nau von Pas­sau bis zur Mün­dung des Flus­ses im Schwar­zen Meer für ins­ge­samt 6 298 Eu­ro ge­bucht. Die Ree­de­rei ver­leg­te je­doch ei­nen Rou­ten­ab­schnitt: Die Fahrt durch die Ukrai­ne wur­de we­gen der dor­ti­gen po­li­ti­schen Un­si­cher­heit durch den ru­mä­ni­schen Arm des Do­nau­del­tas er­setzt. Da­bei er­reich­te das Schiff den­noch den „Ki­lo­me­ter 0“der Do­nau, al­so die Mün­dung des Flus­ses. Der Klä­ger ver­lang­te ei­ne Min­de­rung des Rei­se­prei­ses in Hö­he von 40 Pro­zent. Das Ge­richt folg­te dem nicht. Dass die Ree­de­rei die Ukrai­ne mied, sei kein Man­gel ge­we­sen. We­gen der po­li­ti­schen Si­tua­ti­on sei die­se Ent­schei­dung be­rech­tigt ge­we­sen. Und es wur­de auch „Ki­lo­me­ter 0“der Do­nau er­reicht, was für den Klä­ger be­son­ders wich­tig war. Le­dig­lich in ei­nem ein­zel­nen Ha­fen in Ru­mä­ni­en wur­de kein Halt ge­macht. Das recht­fer­tig­te dem Ge­richt zu­fol­ge aber nur ei­ne Min­de­rung des Ta­ges­rei­se­prei­ses um 30 Pro­zent – hier 134,96 Eu­ro.

Mün­chen ver­tei­digt sei­nen drit­ten Platz auf der Lis­te der welt­bes­ten Air­ports im Ran­king der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Sky­trax. Platz eins be­legt wie be­reits in den Jah­ren zu­vor der Flug­ha­fen Chan­gi in Sin­ga­pur, und auf Rang zwei steht eben­falls wie bis­her der Flug­ha­fen In­che­on in Süd­ko­rea. Auf den wei­te­ren Plät­zen fol­gen Hong­kong, Chubu/Cen­trair in Ja­pan, Zü­rich und Lon­don. Zweit­bes­ter deut­scher Air­port ist Frank­furt am Main auf Rang zwölf. Sky­trax be­fragt für sei­ne jähr­li­che Rang­lis­te meh­re­re Mil­lio­nen Flug­rei­sen­de.

Als „un­ge­wöhn­lichs­te Rund­fahrt durch Ber­lin“be­wer­ben die Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be (BVG) die Fahrt mit dem so­ge­nann­ten U-Bahn-Ca­brio. Zwei St­un­den lang fährt die Bahn kreuz und quer durch die Haupt­stadt. Zum Start gibt es noch die nö­ti­gen Si­cher­heits­hin­wei­se. Am wich­tigs­ten – trotz der gel­ben Hel­me, die je­der Teil­neh­mer tra­gen muss: „Wäh­rend der Fahrt bit­te nicht auf­ste­hen“, er­mahnt die Stim­me im Laut­spre­cher, die in den kom­men­den zwei St­un­den kaum auf­hört zu re­den. Ex­tra für das U-Bahn-Ca­brio ist die Be­leuch­tung in den Tun­neln ein­ge­schal­tet. Die Fahrt zeigt auch ein­drucks­voll das un­ter­schied­li­che De­sign der U-Bahn­hö­fe: Mal zie­ren oran­ge­ne Flie­ßen die Wän­de, mal blaue Plat­ten, mal gibt es fla­che De­cken, mal ho­he, manch­mal ist die gan­ze Sta­ti­on ei­nem Mot­to un­ter­wor­fen. Am käl­tes­ten sind die Ab­schnit­te, die un­ter der Spree hin­durch füh­ren. Das Was­ser sorgt für Küh­lung. Noch ein letz­tes Mal durch den Kehr­tun­nel, dann ist der Alex­an­der­platz schon wie­der er­reicht. Die nächs­ten 150 Fahr­gäs­te war­ten schon am Bahn­steig. Das U-Bahn-Ca­brio fährt von Mai bis Mit­te Ok­to­ber je­weils in der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag. Die ers­te Fahrt star­tet um 19 Uhr, die zwei­te um 22.30 Uhr. Der Preis be­trägt 50 Eu­ro pro Per­son. Kin­der un­ter 14 Jah­ren zah­len 35 Eu­ro. Die Fahr­ten sind in al­ler Re­gel weit im Vor­aus aus­ge­bucht, des­halb recht­zei­tig vor­bu­chen.

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