Zu vie­le „nor­ma­le“Ta­ge

SC Öns­bach ge­hört zu den Kel­ler­kin­dern sei­ner Li­ga

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Micha­el Höl­le

Ein Teil der Stra­te­gie des SC Öns­bach ist be­reits auf­ge­gan­gen. „Der Zu­sam­menhalt in­ner­halb der bei­den Se­nio­ren­teams ist be­acht­lich und er­freu­lich“, sagt Fuß­ball­ab­tei­lungs­lei­ter Andre­as Bär. Die Ka­me­rad­schaft hoch­zu­hal­ten, lau­te­te ei­nes der Ver­eins­zie­le. Des­halb ent­schlos­sen sich die Ver­ant­wort­li­chen vor fünf Jah­ren, ganz auf den ei­ge­nen Nach­wuchs zu set­zen. Ab­zu­le­sen ist der Er­folg bei­spiels­wei­se bei den Ar­beits­ein­sät­zen des Clubs. „Es reicht, die Termine zu nen­nen. Al­les an­de­re or­ga­ni­sie­ren die Spie­ler selbst“, lobt Bär. Ab­zu­le­sen ist der Er­folg auch am Trai­nings­fleiß. „Die kom­men al­lei­ne schon des­halb, um ih­re Kum­pels zu tref­fen.“So bleibt die Mo­ti­va­ti­on an re­gel­mä­ßi­gen Übungs­ein­hei­ten hoch, ob­wohl die sport­li­che Bi­lanz an­de­res ver­mu­ten lie­ße. Denn der SC Öns­bach ge­hört in der Staf­fel zwei der Of­fen­bur­ger Kreis­klas­se B zu den Kel­ler­kin­dern und das seit Jah­ren. „Ver­eins­po­li­tisch läuft es pri­ma, auf dem Ra­sen be­steht noch Nach­hol­be­darf“, fasst Andre­as Bär die Ent­wick­lung zu­sam­men. Zu ei­nem ein­stel­li­gen Ta­bel­len­platz reich­te es nie. Auch in der lau­fen­den Sai­son bleibt das ein Wunsch­traum. Da­bei traut der Fuß­ball­chef sei­nen Man­nen mehr zu: „Das Po­ten­zi­al reicht für Rang sie­ben oder acht.“Er ver­weist da­bei auf den 4:1Sieg ge­gen das Spit­zen­team aus Wal­ters­wei­er: „An ei­nem gu­ten Tag kön­nen wir je­den schla­gen. An ei­nem nor­ma­len Tag kann uns je­der schla­gen.“Und von die­sen nor­ma­len Ta­gen gab es vie­le – zu vie­le. So ver­lor der Acher­ner Stadt­teil­club die letz­ten sie­ben Par­ti­en vor der Win­ter­pau­se in Fol­ge. Und das nach ei­nem ganz pas­sa­blen Sai­son­start. „Die Pro­ble­ma­tik da­bei ist, dass die Ne­ga­tiv­er­leb­nis­se men­tal schwe­rer wie­gen als die ver­ein­zel­ten Er­fol­ge“, ana­ly­siert Andre­as Bär. Das führt er auf die feh­len­de Er­fah­rung zu- rück: „Der äl­tes­te Feld­spie­ler ist 25 Jah­re alt.“Das Gros der Trup­pe steht erst am An­fang des zwei­ten Le­bens­jahr­zehnts. Ob bei Mit­tel­feld­mo­tor Ke­vin Hüb­ner oder beim zweit­bes­ten Tor­schüt­zen Patrick Rösch, die An­sät­ze sind viel­ver­spre­chend, al­lei­ne es fehlt die Kon­stanz. Aus der Er­kennt­nis her­aus, mo­di­fi­ziert der Ver­ein sei­ne Stra­te­gie. „Der ei­ne oder an­de­re er­fah­re­ne Spie­ler tä­te uns gut“, fin­det Bär. Mit ent­spre­chen­den Ver­stär­kun­gen für die kom­men­de Run­de ist da­her zu rech­nen. Al­ler­dings be­tont er: „Da­durch kön­nen und sol­len sich un­se­re ei­ge­nen Ta­len­te in Ru­he und oh­ne Druck wei­ter ent­wi­ckeln.“Denn auf die rich­tet sich un­ver­än­dert das Au­gen­merk des Clubs. Zu­mal in den nächs­ten Jah­ren die Nach­wuchs­ab­tei­lung kon­ti­nu­ier­lich für Nach­schub sorgt: „Zwi­schen zwei und fünf Ju­gend­li­che wech­seln in den fol­gen­den Spiel­zei­ten je­weils zu den Se­nio­ren.“Die Chan­cen ste­hen al­so gut, dass beim SC Öns­bach bald auch der an­de­re Teil der Stra­te­gie auf­geht.

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