BMW lässt die Mus­keln spie­len

DTM-Ren­nen in Spiel­berg: Witt­mann fei­ert sou­ve­rä­nen Start-Ziel-Sieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Andre­as Asen

Mar­co Witt­mann hat bei der ein­drucks­vol­len Macht­de­mons­tra­ti­on von BMW ei­nen sou­ve­rä­nen Star­tZiel-Sieg ge­fei­ert. Der Ex-Cham­pi­on aus Markt Erl­bach ge­wann das drit­te DTM-Ren­nen im ös­ter­rei­chi­schen Spiel­berg vor sei­nem Mar­ken­kol­le­gen Tom Blom­qvist (Groß­bri­tan­ni­en) und dem Ita­lie­ner Edo­ar­do Mort­a­ra im Au­di. Der ehe­ma­li­ge For­mel-1-Pi­lot Ti­mo Glock (BMW/Wer­sau) ver­pass­te das Trepp­chen als Vier­ter nur knapp – ins­ge­samt lan­de­ten in Spiel­berg sechs BMW in den Top Ten. „Das ist ein per­fek­tes Er­geb­nis, von der Po­le zum Sieg. Was will man mehr?“, sag­te der über­glück­li­che Witt­mann nach sei­nem sechs­ten DTM-Sieg in der ARD: „Ich ha­be ver­sucht, mei­ne Ver­fol­ger auf Dis­tanz zu hal­ten und das Ren­nen zu kon­trol­lie­ren. Das hat gut ge­klappt.“Auch Mort­a­ra war mit sei­ner Po­di­ums­plat­zie­rung „su­per zu­frie­den. Mehr war drin, die BMW vor­ne wa­ren ein­fach zu schnell“, sag­te er. Vor dem DTM-Ren­nen hat­te sich auf dem Red Bull Ring in der For­mel 3 ein schwe­rer Un­fall er­eig­net. Da­bei war der chi­ne­si­sche Pi­lot Cong Zhi Li mit ho­hem Tem­po in das Heck sei­nes US-Team­kol­le­gen Ryan Tve­ter ge­kracht und mit­samt dem Fahr­zeug me­ter­hoch durch die Luft ge­schleu­dert wor­den. Nach In­for­ma­tio­nen der Ver­an­stal­ter war Cong nach dem Un­fall bei Be­wusst­sein und an­sprech­bar, der 22-Jäh­ri­ge wur­de mit Ver­let­zun­gen an Kopf und Rü­cken mit dem He­li­ko­pter ins Kran­ken­haus ge­flo­gen. Ei­ni­ge St­un­den spä­ter lie­fer­te Witt­mann, Meis­ter von 2014, ein feh­ler­frei­es Ren­nen ab und ver­tei­dig­te sei­nen knap­pen Vor­sprung vor Blom­qvist (0,726 Se­kun­den zu­rück) und Mort­a­ra (1,251) sou­ve­rän. „Mit den bei­den im Na­cken war es im­mer wie­der eng – ge­ra­de hin­ten raus auf der Gera­den. Aber das Au­to lief su­per, und ich ha­be mir im­mer wie­der ein paar Zehn­tel her­aus­ge­fah­ren“, sag­te Witt­mann. Die Münch­ner hat­ten be­reits das Qua­li­fy­ing do­mi­niert und dar­auf­hin Zu­satz­ge­wich­te er­hal­ten. Von die­sem Nach­teil merk­te man im Ren­nen aber kaum et­was, ein­zig Au­di-Pi­lot Mort­a­ra hielt gut mit und ver­hin­der­te ein rei­nes BMW-Po­di­um. Da­ge­gen er­nicht leb­te Mer­ce­des nach dem schlech­ten Qua­li­fy­ing auch im Ren­nen ei­ne Ent­täu­schung. Als noch bes­ter Mer­ce­des-Fah­rer lan­de­te der ehe­ma­li­ge For­mel-1-Pi­lot Paul Di Res­ta (Groß­bri­tan­ni­en), vor zwei Wo­chen noch Sie­ger des zwei­ten Ren­nens beim Sai­son­start in Ho­cken­heim, nur auf Rang sie­ben. Ob sich an der BMW-Do­mi­nanz in Spiel­berg heu­te beim zwei­ten Ren­nen (15.13 Uhr/ ARD) et­was än­dert, wird sich be­reits beim Qua­li­fy­ing (12.50 Uhr/Eins­fes­ti­val) zei­gen. Auch dort fah­ren die BMW (1117,5 Ki­lo­gramm) mit ei­nem hö­he­ren Grund­ge­wicht als Au­di und Mer­ce­des (bei­de 1 115 kg) und sind da­her im Ren­nen ge­gen die Uhr be­nach­tei­ligt. In Spiel­berg kommt dem Qua­li­fy­ing ei­ne noch hö­he­re Be­deu­tung zu als auf an­de­ren Stre­cken – bei acht der bis­lang zehn DTMRen­nen auf dem Red Bull Ring sieg­te der Po­le-Set­ter.

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