Der Un­der­dog ver­kauft sich teu­er

DFB-Po­kal: Au­ßen­sei­ter SC Sand kann den VfL Wolfs­burg im Fi­na­le lan­ge Zeit är­gern

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ja­na Lan­ge

Drit­ter Streich der Wöl­fin­nen: Die Fuß­bal­le­rin­nen des VfL Wolfs­burg ha­ben den DFB-Po­kal mit viel Mü­he er­folg­reich ver­tei­digt. Im End­spiel in Köln ge­wann der haus­ho­he Fa­vo­rit ge­gen den Au­ßen­sei­ter SC Sand mit 2:1 (1:1), schnapp­te sich wie 2013 und im Vor­jahr die be­gehr­te Sil­ber­tro­phäe und greift nun im Cham­pi­ons-Le­agueFi­na­le am Don­ners­tag ge­gen Olym­pi­que Lyon nach dem Po­kal-Dou­ble. Die Un­ga­rin Zsa­nett Ja­k­ab­fi (7./80.) traf dop­pelt für den Vi­ze­meis­ter aus Wolfs­burg, der in der Kö­nigs­klas­se den drit­ten Tri­umph nach 2013 und 2014 an­strebt. Zu­vor hat­te die Ex-Wolfs­bur­ge­rin Jo­va­na Dam­nja­no­vic (27.) die Hoff­nun­gen des Fi­nal-De­bü­tan­ten, der in der Vor­schluss­run­de sen­sa­tio­nell Meis­ter Bay­ern Mün­chen aus­ge­schal­tet hat­te, auf den größ­ten Er­folg der Ver­eins­ge­schich­te ge­nährt. Vor 16 542 Zu­schau­ern, dar­un­ter Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck und Bun­des­trai­ne­rin Sil­via Neid, leg­te der Fa­vo­rit ei­nen Bil­der­buch­start hin. Mit zehn Na­tio­nal­spie­le­rin­nen in der Start­elf zog der zwei­ma­li­ge Meis­ter sein ge­fürch­te­tes Of­fen­siv­spiel auf. Die frü­he Füh­rung fiel nach ei­ner schö­nen Ein­zel­ak­ti­on von Ja­k­ab­fi, die sich über links durch­setz­te, auf dem Weg in den Straf­raum zwei Ver­tei­di­ge­rin­nen aus­spiel­te und in die kur­ze Ecke ab­zog. Fre­ne­tisch an­ge­feu­ert von der Mehr­heit der Zu­schau­er steck­te der Un­der­dog, der dem VfL in der Li­ga im Ok­to­ber ei­ne 0:1Heim­nie­der­la­ge zu­ge­fügt hat­te, aber nicht auf, son­dern such­te vor al­lem durch Kon­ter über sei­ne schnel­len Of­fen­siv­kräf­te den Weg nach vor­ne. Ein Dis­tanz­schuss von An­ne van Bonn strich noch knapp am VfL-Tor vor­bei (21.), da­nach schick­te Ka­pi­tä­nin Chio­ma Ig­we die im Som­mer aus Wolfs­burg ge­kom­me­ne Dam­nja­no­vic auf die Rei­se – und die Ser­bin blieb die im Du­ell mit ih­rer Ex-Team­kol­le­gin Al­muth Schult eis­kalt. Dann sorg­te er­neut Dam­nja­no­vic für Alarm im Straf­raum: La­ra Di­cken­mann brach­te die Stür­me­rin zu Fall, Schieds­rich­te­rin An­ge­li­ka Sö­der ließ die Ak­ti­on aber un­ge­ahn­det. Nach der Pau­se agier­te der VfL er­staun­lich un­si­cher, Sand wei­ter be­flü­gelt von der Ku­lis­se. Ein Dis­tanz­schuss von Dam­nja­no­vic strich über die Qu­er­lat­te (51.). In der 73. Mi­nu­te fiel das ver­meint­li­che 2:1 für den VfL, die Un­par­tei­ische er­kann­te den Tref­fer von Popp we­gen ei­ner Ab­seits­stel­lung aber nicht an. Dann aber schlug er­neut Ja­k­ab­fi zu.

Ti­tel­ver­tei­di­ger setzt sich mit 2:1 durch

Jo­va­na Dam­nja­no­vic (links, hier ge­gen Nil­la Fi­scher) hat­te mit ih­rem zwi­schen­zeit­li­chen Aus­gleichs­tref­fer für den SC Sand für Span­nung ge­sorgt. Am En­de sieg­te der haus­ho­he Fa­vo­rit mit 2:1. Fo­to: avs

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