Deut­sches Quar­tett ge­for­dert

French Open in Pa­ris: Li­si­cki, Witt­höft, Be­cker und Brown spie­len heu­te

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ro­bert Semm­ler

Alex­an­der Zverev ging am En­de sei­nes Fi­na­les auf der ATP-Tour of­fen­sicht­lich doch ein we­nig die Luft aus. Das deut­sche Ten­nis-Ta­lent ver­lor sein ers­tes End­spiel ges­tern in Niz­za 4:6, 6:3, 0:6 ge­gen den top­ge­setz­ten Ös­ter­rei­cher Do­mi­nic Thiem, lie­fer­te aber trotz­dem ei­ne star­ke Ge­ne­ral­pro­be für die French Open ab. „Sei­ne Zeit wird bald kom­men“, pro­phe­zei­te Thiem. Auch Zverev lob­te sei­nen Geg­ner bei der Sie­ger­eh­rung. „Er hat ei­nen gu­ten Job in der Ver­gan­gen­heit ge­macht, dar­um ist er auf dem Weg in die Top Ten“, sag­te er. Ob­wohl Zverev nach dem Halb­fi­na­le er­klärt hat­te, er sei nach drei har­ten Mat­ches in Se­rie un­heim­lich mü­de, raff­te er sich nach dem 0:2-Rück­stand im zwei­ten Satz noch ein­mal auf und er­zwang ei­nen ent­schei­den­den

Ins­ge­samt 17 deut­sche Ten­nis­pro­fis sind da­bei

drit­ten Durch­gang. Dort mach­te der 19-jäh­ri­ge Ham­bur­ger aber ge­ra­de noch fünf Punk­te ge­gen den Vor­jah­res­sie­ger. Das Match ge­gen die Num­mer 15 der Welt war dann nach 1:39 St­un­den be­en­det. Das Sand­platz-Tur­nier in Niz­za war mit 520 000 Dol­lar do­tiert. Bei den French Open, wo Zverev vor drei Jah­ren im Ju­nio­ren-End­spiel stand, ist der auf­stre­ben­de Da­vis-Cup-Spie­ler zum Auf­takt heu­te noch nicht ge­for­dert. Auch Aus­tra­li­anOpen-Sie­ge­rin An­ge­li­que Ker­ber, die in ers­ten Run­de auf Nürn­berg-Cham­pi­on Ki­ki Ber­tens aus den Nie­der­lan­den trifft, hat noch spiel­frei. Ker­ber trai­nier­te ges­tern mit der eins­ti­gen Pa­ris-Sie­ge­rin Ana Iva­no­vic aus Ser­bi­en und war da­nach auf dem prall ge­füll­ten Court Phil­ip­pe Cha­trier noch beim Kin­der­tag im Ein­satz. Vier der 17 deut­schen Ten­nis­pro­fis müs­sen heu­te aber schon auf den Platz. Da­bei trifft die Ber­li­ne­rin Sa­bi­ne Li­si­cki in der ers­ten Run­de auf Qua­li­fi­kan­tin Ve­ro­ni­ca Ce­pe­de Royg. Die Spie­le­rin aus Pa­ra­gu­ay ist nur die Num­mer 160 der Welt­rang­lis­te, die eins­ti­ge Wim­ble­don-Fi­na­lis­tin Li­si­cki konn­te in die­sem Jahr aber noch nicht über­zeu­gen. „Ich wür­de sa­gen, dass ich nicht in Top-Form bin und auch si­cher­lich noch et­was Zeit brau­chen wer­de, um die zu er­rei­chen“, hat­te Li­si­cki zu­letzt in Nürn­berg er­klärt. „Ich wer­de je­den Tag mein Bes­tes ge­ben. Das ist al­les, was ich im Mo­ment ma­chen kann.“Ca­ri­na Witt­höft muss ge­gen Sa­ri­na Di­jas aus Ka­sachs­tan an­tre­ten. Ins­ge­samt sind zehn deut­sche Da­men da­bei. Von den sie­ben deut­schen Her­ren ist das Da­vis-Cup-Duo Ben­ja­min Be­cker und Dus­tin Brown am ers­ten Tur­nier­tag im Ein­satz. Be­cker spielt ge­gen den Rus­sen And­rej Kus­ne­zow, Brown tritt ge­gen Du­di Se­la aus Is­ra­el an und zeig­te sich nach ge­schaff­ter Qua­li­fi­ka­ti­on er­leich­tert. Vor ei­ni­gen Wo­chen sei ei­ne Hand­ver­let­zung zu­nächst als Frak­tur dia­gnos­ti­ziert wor­den, be­rich­te­te der auf Rang 117 der Welt­rang­lis­te zu­rück­ge­fal­le­ne Nie­der­sach­se mit ja­mai­ka­ni­schen Wur­zeln. Sei­ne Aus­sich­ten in Pa­ris ha­be er da­her nur als mä­ßig ein­ge­schätzt. Die Welt­rang­lis­ten-Ers­ten No­vak Djo­ko­vic und Se­re­na Wil­li­ams müs­sen zum Start eben­so noch nicht an­tre­ten wie Ti­tel­ver­tei­di­ger Stan Wa­wrin­ka. Der Schwei­zer be­stritt ges­tern noch das Fi­na­le des ATP-Tur­niers in Genf, das er ge­wann.

Ein Rie­sen­ta­lent: Alex­an­der Zverev aus Ham­burg ist erst 19 Jah­re alt, hat aber ei­ne gro­ße Zu­kunft vor sich. Sein ers­tes ATP-Fi­na­le ver­lor er al­ler­dings ges­tern in Niz­za ge­gen den Ös­ter­rei­cher Do­mi­nic Thiem mit 4:6, 6:3 und 0:6. Sei­ne nächs­te Sta­ti­on sind die French Open in Pa­ris. Fo­to: avs

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