Der Traum von Ber­lin

Pre­mie­re im TV: Fi­nal­tag der Ama­teu­re live im Ers­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Micha­el Höl­le

Ber­lin, Ber­lin, wir fah­ren nach Ber­lin … Ein Po­kal­fi­na­le im Olym­pia­sta­di­on zu be­strei­ten, da­von träumt je­der Ama­teur­ver­ein – wenn auch meist ver­ge­bens. Aber ein we­nig Glanz fällt zu­künf­tig auf die Ver­tre­ter un­ter­halb der Pro­fi­li­gen ab. Die Bun­des­haupt­stadt wie der Rest der Re­pu­blik sind am kom­men­den Sams­tag erst­mals live da­bei, wenn die Ama­teu­re ih­re Po­kal­sie­ger aus­spie­len. Acht St­un­den lang be­rich­tet die ARD in ei­ner Kon­fe­renz-Schal­tung über ins­ge­samt 17 End­spie­le der DFB-Lan­des­ver­bän­de. „Der Fi­nal­tag der Ama­teu­re ist ein neu­es Aben­teu­er, das in die­ser Form welt­weit ein­ma­lig ist“, sagt Sport­chef Stef­fen Si­mon vom fe­der­füh­ren­den West­deut­schen Rund­funk. Die Über­tra­gung be­ginnt um 12.05 Uhr und geht bis 19.55 Uhr. Da­bei gibt es drei An­stoß­zei­ten – 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 17 Uhr. Gleich im ers­ten Block er­mit­teln die bei­den ba­di­schen Ver­bän­de ih­re Ti­tel­trä­ger. Mit dem SV Obe­r­a­chern be­sitzt ein Ver­tre­ter aus dem Ver­brei­tungs­ge­biet der Ba­di­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten die Mög­lich­keit auf den Ein­zug in die ers­te DFB-Po­kal­run­de. Der winkt näm­lich den Sie­gern die­ser End­spie­le. Geg­ner des Ober­li­gis­ten um die Po­kal-Kro­ne des Süd­ba­di­schen Fuß­ball­ver­ban­des im Of­fen­bur­ger Karl-Heitz-Sta­di­on ist Li­ga­kon­kur­rent FC 08 Vil­lin­gen. In Bam­men­tal wett­ei­fern die Ver­tre­ter des Ba­di­schen Fuß­ball­ver­ban­des – Ober­li­ga-Auf­stei­ger FC Asto­ria Wall­dorf und Re­gio­nal­li­ga-Ab­stei­ger Spvgg Neckarelz – um die min­des­tens 140000 Eu­ro, die die Teil­neh­mer der ers­ten Haupt­run­de als Ga­ran­tie­sum­me er­hal­ten. „Das wä­re das i-Tüp­fel­chen auf ei­ne pri­ma Sai­son“, sagt Wolf­gang Spring­mann, Sport­vor­stand und Te­am­ma­na­ger des SV Obe­r­a­chern. Zu­mal vie­les für sei­ne Elf spricht. So ge­wann man in die­ser Sai­son bei­de di­rek­te Du­el­le. Zu­dem fin­det die Par­tie auf frem­dem Ter­rain statt und dort fühlt sich der SVO be­son­ders wohl. Selbst Ober­li­gaMeis­ter SSV Ulm hat nur ei­ne un­we­sent­lich bes­se­re Aus­wärts­bi­lanz. Wo­bei das mit dem Aus­wärts­spiel wohl nicht ganz stimmt. „Mit 1 000 ei­ge­nen Fans rech­nen wir schon“, freut sich Wolf­gang Spring­mann auf laut­star­ke Un­ter­stüt­zung. Die be­darf es auch, denn in der Fa­vo­ri­ten­rol­le fühlt er sich nicht wohl. „In den Punkt­spie­len war es je­weils sehr eng.“Als Au­ßen­sei­ter hat der SV Obe­r­a­chern je­doch eben­falls schlech­te Er­fah­run­gen ge­macht. Vor 20 Jah­ren stand der da­mals frisch ge­kür­te Be­zirks­li­ga-Auf­stei­ger schon ein­mal im Po­kal-End­spiel und ver­lor deut­lich mit 1:5 ge­gen den Ver­bands­li­gis­ten Do­nau­eschin­gen. Da­mals wie heu­te wa­ren Fuß­ball­chef Wolf­gang Spring­mann und Trai­ner Tho­mas Le­be­rer mit von der Par­tie – der ei­ne als Ver­eins­vor­sit­zen­der und der an­de­re als spie­len­der Übungs­lei­ter. Da­mals wie heu­te träu­men sie wie je­der Ama­teurFuß­bal­ler da­von: Ber­lin, Ber­lin, wir fah­ren nach Ber­lin …

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