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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Jut­ta Hof­meis­ter | Ge­schäfts­füh­re­rin von Ba­den Ra­c­ing Ka­trin Kö­nig

Als Jut­ta Hof­meis­ter, seit 1. April Ge­schäfts­füh­re­rin von Ba­den Ra­c­ing, den SONNTAG zum In­ter­view emp­fängt, hat sie ei­nen ar­beits­in­ten­si­ven Vor­mit­tag und ei­ne Pres­se­kon­fe­renz hin­ter sich – und wirkt ab­so­lut ent­spannt. Die­ser ers­te Ein­druck ver­stärkt sich im Ge­spräch. Die ge­bür­ti­ge Pfäl­ze­rin hat et­was Ehr­li­ches und Au­then­ti­sches, Al­lü­ren lie­gen ihr fern. Und das trotz ei­ner be­ein­dru­cken­den be­ruf­li­chen Kar­rie­re: Sie stu­dier­te mit Un­ter­stüt­zung der Daim­ler AG Be­triebs­wirt­schaft und star­te­te zu­nächst ei­ne Werks­kar­rie­re in Mann­heim, Wörth und Ras­tatt. In den letz­ten zwölf Jah­ren war sie für den Kon­zern im Ver­trieb tä­tig und lei­te­te Mer­ce­des-Benz-Nie­der­las­sun­gen in Ba­denBa­den, im Saar­land und in Süd­bay­ern. Dies brach­te sie be­reits in die Nä­he des Ga­lopp­renn­sports, führ­te sie doch Kun­den­ver­an­stal­tun­gen auf Renn­bah­nen durch. „Dort herrsch­te im­mer ei­ne Su­per­at­mo­sphä­re.“Als sie An­fang 2016 von Ba­den Ra­c­ing an­ge­spro­chen wur­de, muss­te sie den­noch gründ­lich über­le­gen, ob sie ih­ren Ar­beit­ge­ber wirk­lich ver­las­sen woll­te. „Das streift man nicht ab wie ein al­tes Ja­ckett.“Schließ­lich aber sieg­te die Neu­gier­de, noch ein­mal et­was ganz an­de­res zu ma­chen – in ei­ner Re­gi­on, die ihr ans Herz ge­wach­sen ist. Wie sich zeigt, un­ter­schei­det sich ihr neu­er Job gar nicht so sehr von ih­ren frü­he­ren Tä­tig­kei­ten: „Es geht dar­um, die Kos­ten im Au­ge zu be­hal­ten, die Um­sät­ze zu stei­gern, die Mit­ar­bei­ter zu füh­ren und zu mo­ti­vie­ren, Vie­les zu or­ga­ni­sie­ren. Auch hier muss ich re­prä­sen­tie­ren, sprich die Mar­ke Ba­den Ra­c­ing und un­se­re Renn­bahn in Ge­sell­schaft, Po­li­tik und Wirt­schaft po­si­tiv dar­stel­len.“Herz­stück ih­res Netz­werks ist ihr Freun­des­kreis im Ro­ta­ry Club Ras­tatt-Ba­den-Ba­den, dem sie seit sei­ner Grün­dung an­ge­hört. Hof­meis­ters All­tag in dem mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men um­fasst un­ter an­de­rem die Or­ga­ni­sa­ti­on von zwölf bis 14 Renn­ta­gen pro Jahr; sie wacht dar­über, dass die Trai­nings­bah­nen für Ga­lopp-Pfer­de in Schuss blei­ben und ist in Kon­takt mit Trai­nern, Pfer­de­be­sit­zern und Jo­ckeys. Zu­dem muss sie Dritt-Ver­an­stal­tun­gen ko­or­di­nie­ren, die im Ge­bäu­de und auf der Tri­bü­ne der Ga­lopp­renn­bahn durch­ge­führt wer­den. „Das reicht von Hoch­zei­ten bis hin zu gro­ßen Mes­sen.“Ihr um­fas­sen­des Ziel mit Blick auf die Ge­schäfts­füh­rung skiz­ziert sie wie folgt: „Uns muss der Spa­gat zwi­schen Gla­mour und Bo­den­stän­dig­keit ge­lin­gen. Wir müs­sen dem in­ter­na­tio­na­len An­spruch ge­recht wer­den, den das Pfer­de-Sport­ge­sche­hen hier hat, und dür­fen zu­gleich den Frei­zeit- und Spaß­cha­rak­ter für die Re­gi­on nicht aus dem Au­ge ver­lie­ren.“In die­sem Sin­ne wer­de auch das be­vor­ste­hen­de Früh­jahrs-Mee­ting ge­stal­tet. „Bei uns ist je­der will­kom­men, von der Fa­mi­lie im läs­si­gen Frei­zeit­look bis zur Da­me im schi­cken Kleid mit Hut.“Tat­säch­lich bleibt ihr auch noch Raum für Hob­bys: „Gol­fen, Wan­dern und Ski­fah­ren“, nennt sie an ers­ter Stel­le. Rei­ten, sagt Hof­meis­ter, kön­ne sie nicht. Und char­mant lä­chelnd fügt sie hin­zu: „Bis­her ha­be ich nur ei­nen Ka­ter. Aber in den letz­ten 50 Ta­gen ha­be ich doch Lust be­kom­men, viel­leicht auch ein­mal ein Pferd zu be­sit­zen.“

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