Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - AFP avs

Pe­ter So­dann hat ein Herz für Bü­cher. Der Schau­spie­ler und Ex-Bun­des­prä­si­den­ten­kan­di­dat blickt zu sei­nem 80. Ge­burts­tag am Mitt­woch auf ein be­weg­tes Le­ben zu­rück, künst­le­risch wie po­li­tisch. Ei­nem brei­ten Pu­bli­kum wur­de So­dann durch sei­ne Rol­le als et­was mür­ri­scher „Tat­ort“-Kom­mis­sar Bru­no Ehr­li­cher be­kannt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wid­me­te sich der Schau­spie­ler vor al­lem dem Auf­bau sei­ner „DDR-Bi­b­lio­thek“, für die er be­reits Mil­lio­nen Bü­cher ge­hor­tet hat. Mit sei­nen Bü­chern lebt der ge­bür­ti­ge Sach­se heu­te in Stau­cha, ei­nem klei­nen Ort zwi­schen Leip­zig und Dres­den. Für sei­ne Bi­b­lio­thek in ei­nem aus­ge­bau­ten Kuh­stall des ehe­ma­li­gen Rit­ter­gu­tes sam­melt und ka­ta­lo­gi­siert er al­le Bü­cher, die zwi­schen Kriegs­en­de und dem Fall der Mau­er in den DDR-Ver­la­gen ver­öf­fent­licht wur­den. Gan­ze Buch­be­stän­de be­wahr­te er so vor der Müll­hal­de. So­dann sieht die Bü­cher als „his­to­ri­sches Kul­tur­gut“, das für nach­fol­gen­de Ge­ne­ra­tio­nen ge­si­chert wer­den muss.

Der Sän­ger Bos­se („Ka­mi­ka­ze­herz“) ist nach ei­ge­nen Wor­ten seit Jah­ren ein Schlaf­wand­ler. „Ich ha­be das schon, seit­dem ich Kind war, da gibt“s Vi­de­os, Auf­nah­men“, er­zähl­te der 36-Jäh­ri­ge in der NDR-Talk­show „Bet­ti­na und Bom­mes“. Am ge­fähr­lichs­ten sei sein Schlaf­wan­deln ge­we­sen, als er mit 14 Jah­ren mit Freun­den in Süd­frank­reich war. „Die Ge­schich­te geht so, dass es in Strö­men ge­reg­net hat. Wir ha­ben zu­sam­men in ei­nem Zelt ge­pennt“, sag­te Bos­se. „Und dann war ich weg, dann ha­ben die mich ge­ru­fen und ge­sucht. Dann ha­ben sie mich in so ei­ner knap­pen Tan­ga-Ho­se im Re­gen ir­gend­wo am Meer ge­fun­den. Da dach­te ich das ers­te Mal so ,Krass, ich bin durch den Re­gen nicht wach ge­wor­den‘.“Doch es blieb nicht sein ein­zi­ger nächt­li­cher Aus­flug, wie Bos­se wei­ter er­zähl­te: „In mei­ner Stu­den­ten­woh­nung bin ich mal nachts auf­ge­wacht und saß un­term Tisch. Es war su­per­lau­te Mu­sik an, die Nach­barn klopf­ten schon an die Tür.“Die Ell­bo­gen und Knie sei­en da­mals auf­ge­schürft ge­we­sen, ernst­haft ver­letzt ha­be er sich beim Schlaf­wan­deln aber nie.

Schau­spie­ler Elyas M’Barek (33) hat am Frei­tag­abend in Berlin die gol­de­ne Lo­la für die Schul­ko­mö­die „Fack ju Göh­te 2“ent­ge­gen­ge­nom­men. Die Ma­cher des Films wur­den bei der Ver­lei­hung des 66. Deut­schen Film­prei- ses für den be­su­cher­stärks­ten Film des Jah­res aus­ge­zeich­net. „Fack ju Göh­te 2“ist wie sein Vor­gän­ger­film ein ech­ter Pu­bli­kums­ren­ner. Rund 7,6 Mil­lio­nen Ki­no­zu­schau­er ha­ben die Ko­mö­die von Bo­ra Dag­te­kin ge­se­hen. „Der Re­gis­seur kann heu­te nicht hier sein, er macht sein Abi nach“, sag­te M’Barek. Sei­ne Dan­kes­re­de schloss der Frau­en­schwarm mit erns­te­ren Wor­ten: Wer wäh­len ge­he, sol­le be­den­ken, dass „Fack ju Göh­te“oh­ne Men­schen mit aus­län­di­schen Wur­zeln nicht mög­lich ge­we­sen wä­re.

Iris Ber­ben, die Prä­si­den­tin der Deut­schen Film­aka­de­mie, hat bei der Ver­lei­hung des Deut­schen Film­prei­ses po­li­ti­sche Tö­ne an­ge­schla­gen. „Aus­län­de­r­und is­lam­feind­li­ches Ge­dan­ken­gut ist mitt­ler­wei­le Par­tei­pro­gramm ge­wor­den“, sag­te Ber­ben bei der Ga­la in Berlin. „Aber wir dür­fen als Künst­ler nicht ver­stum­men, wir müs­sen han­deln.“Was den deut­schen Film an­geht, for­der­te sie „mehr Geld für mu­ti­ge Ide­en“und „mehr Frau­en!“.

Ge­gen aus­län­der- und is­lam­feind­li­ches Ge­dan­ken­gut äu­ßer­te sich Iris Ber­ben. Fo­to: avs

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.