French Open oh­ne Deut­sche

Als letz­ter schei­tert Alex­an­der Zverev

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Avs

Alex­an­der Zverev kämpf­te ge­ra­de ge­gen sein French-Open-Aus, als sich am Pa­ri­ser Him­mel ein Un­wet­ter zu­sam­men­brau­te. Letzt­lich schei­ter­te der 19-jäh­ri­ge Ham­bur­ger als letz­ter der 17 ge­star­te­ten deut­schen Ten­nis­pro­fis, noch be­vor nach dem 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 3:6 ge­gen den Ös­ter­rei­cher Do­mi­nic Thiem ein Platz­re­gen nie­der­ging. Nach dem Dritt­run­den-Aus im Du­ell der Freun­de steht erst­mals seit sechs Jah­ren wie­der kein Deut­scher im Ach­tel­fi­na­le beim zwei­ten Grand-Slam-Tur­nier der Sai­son. „Ich den­ke, dass das gan­ze Match sehr eng war“, sag­te Zverev und be­schei­nig­te Thiem die bes­se­re Chan­cen­ver­wer­tung: „Er hat ein­fach

Wu­t­aus­brü­che hel­fen nicht ge­gen Thiem

bes­ser in den wich­ti­gen Mo­men­ten ge­spielt.“Ge­gen sei­nen Kum­pel hat­te Zverev zu­letzt schon im Halb­fi­na­le in München und vor ei­ner Wo­che im End­spiel in Niz­za ver­lo­ren. Der Welt­rang­lis­ten-15. zeig­te sich sehr er­leich­tert, nach­dem er nach genau 2:50 St­un­den Spiel­zeit sei­nen ers­ten Match­ball ver­wan­delt hat­te. „Wir wa­ren bei­de ein bis­sel ner­vös am An­fang“, sag­te Thiem. „Ich ha­be ge­wusst, dass das kei­ne glat­te Drei-Satz-Par­tie wird. Des­we­gen war es kein Dra­ma, dass ich den ers­ten Satz ver­lo­ren ha­be.“Bei zu­nächst strah­len­dem Son­nen­schein und 23 Grad lie­fer­ten sich Zverev und Thiem im ers­ten Satz ei­nen in­ten­si­ven Schlag­ab­tausch. Der Nie­der­ös­ter­rei­cher hat­te beim Stand von 5:5 sechs Break­bäl­le, al­le konn­te das deut­sche Ta­lent ner­ven­stark ab­weh­ren, die ers­ten drei in Se­rie je­weils mit erst­klas­si­gen Auf­schlä­gen. Im Tie­break war Zverev dann der Bes­se­re und hol­te nach ei­ner St­un­de den Durch­gang. Da­nach fiel die Span­nung bei bei­den ab, beim Welt­rang­lis­ten-41. mehr als bei Thiem, der ein­mal mit ei­nem miss­glück­ten Schlag das Mi­kro­fon der Schieds­rich­te­rin traf. Auch nach dem Satz­aus­gleich blieb der Spie­ler mit den meis­ten Sie­gen auf Sand in die­sem Jahr mit dem ag­gres­si­ve­ren, aber auch va­ria­blen Spiel von der Grund­li­nie am Drü­cker. Zwei sei­ner fünf Break­bäl­le im drit­ten Satz nutz­te er, Zverev ver­gab al­le sechs Chan­cen, vor al­lem am En­de des Durch­gangs. Beim Stand von 2:3 stürz­te der fast zwei Me­ter lan­ge Schlaks zu­dem bei ei­nem Re­turn der Län­ge nach. „Geht’s?“, frag­te Thiem so­fort. Wäh­rend sich der Him­mel über dem gut ge­füll­ten Court Su­zan­ne Leng­len im­mer mehr zu­sam­men­zog, rück­te das Aus für Zverev in sei­nem ers­ten Dritt­run­den-Match bei ei­nem Grand-Slam-Tur­nier im­mer nä­her. Auch sei­ne Wu­t­aus­brü­che än­der­ten dar­an nichts. Mit dem Break zum 3:1 hol­te sich Thiem den ent­schei­den­den Vor­sprung und er­reich­te als ers­ter Ös­ter­rei­cher seit 2010 das Ach­tel­fi­na­le im Sta­de Ro­land Gar­ros. Dort trifft er auf den Spa­nier Mar­cel Gra­nol­lers, der vom Ver­let­zungs-Aus des neun­ma­li­gen Paris-Sie­gers Ra­fa­el Na­dal pro­fi­tier­te. „Ein Ach­tel­fi­na­le ge­gen Gra­nol­lers wä­re auch nicht das Schlimms­te ge­we­sen“, mein­te Zverev vor sei­nem Ab­schied. Mit ei­nem ers­ten Auf­tritt im Haupt­feld in Paris zeig­te er sich nicht un­zu­frie­den: „Drit­te Run­de French Open ist nicht schlecht.“

Auch der 19-jäh­ri­ge Alex­an­der Zverev schafft es nicht ins Ach­tel­fi­na­le von Paris. Da­mit geht das Ten­nis­tur­nier auf Sand gänz­lich oh­ne deut­sche Be­tei­li­gung wei­ter. Fo­to: avs

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