Son­nen­bril­len: Mar­kan­te Mo­del­le

Groß und auf­fäl­lig – Son­nen­bril­len für Trend­be­wuss­te

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - mag

Son­nen­bril­len ge­hö­ren für Mo­de­be­wuss­te zum Som­mer wie das Eis, der Bi­ki­ni – und na­tür­lich die Son­ne. Sie sind längst nicht mehr nur ein not­wen­di­ger Schutz für die Au­gen, son­dern auch ein Ac­ces­soire, mit dem man tol­le Ef­fek­te er­zeu­gen und mo­di­sches Ge­spür be­wei­sen kann. Was ge­ra­de im Trend liegt? „Die Son­nen­bril­len wer­den grö­ßer, sehr über­di­men­sio­nal, mit auf­fäl­li­gen For­men und Far­ben“, sagt Sibylle Mön­nig von „Fiel­mann“. Kunst­stoff­bü­gel in al­len For­men und Far­ben be­herr­schen das Bild. „Sie sind bei­spiels­wei­se mit Strass-St­ei­nen oder Aus­spa­run­gen ver­se­hen“, be­schreibt die Au­gen­op­ti­ke­rin. Da sich die Bril­len­mo­de auch im­mer an die Tex­til­mo­de an­lehnt, sind jetzt auch Mo­del­le mit ge­streif­ten oder ge­fleck­ten Kunst­stoff­bü­geln zu ha­ben. Ne­ben kräf­ti­gen Plas­tik­mo­del­len fei­ern auch Me­tall­fas­sun­gen ein Come­back. „Die sind vor al­lem in Gold wie­der stark an­ge­sagt“, sagt Kers­tin Kru­sch­in­ski vom Ku­ra­to­ri­um Gu­tes Se­hen (KGS). „Wie in den al­ten Ja­mesBond-Fil­men.“Die Glä­ser wer­den bunt, oft sind sie auch ver­spie­gelt. Zu­dem dür­fen die Na­sen­ste­ge her­aus­ste­chen. So kom­men et­wa die Dop­pel­ste­ge zu­rück. Einst tru­gen nur Män­ner Mo­del­le mit Dop­pel­steg, jetzt gibt es auch ent­spre­chen­de Bril­len­ge­stel­le für Frau­en. Au­ßer­dem sind Schlüs­sel­loch­ste­ge in Mo­de, er­klärt Kru­sch­in­ski. Am bes­ten stimmt man die Son­nen­bril­le auf das kom­plet­te Er­schei­nungs­bild ab, al­so auf die Ge­sichts­form – ins­be­son­de­re auch die Na­sen­form –, auf Fri­sur, Haar­far­be und Klei­dungs­stil. „Grund­sätz­lich soll­te man die Son­nen­bril­le im­mer kon­trär zur Ge­sichts­form aus­wäh­len“, sagt Mön­nig. Um et­wa ein run­des Ge­sicht nicht noch run­der wir­ken zu las­sen, emp­fiehlt sie die Cat-Eye-Bril­le, al­so das Kat­zen-Au­gen-Modell. Erst­mals in den 1960er-Jah­ren auf­ge­taucht, hebt die­se Form den run­den Cha­rak­ter ei­nes Ge­sichts et­was auf. Men­schen mit ei­ner eher vier­ecki­gen Ge­sichts­form ra­ten Ex­per­ten da­ge­gen zu run­den Mo­del­len. Wer ein ova­les Ge­sicht hat, kann bei­na­he je­des Modell tra­gen, auch Son­nen­bril­len mit drei­ecki­gen Glä­sern oder Bril­len in But­ter­fly-(Schmet­ter­lings-)Form, durch die das Ge­sicht op­tisch in die Brei­te ge­zo­gen wird. Eher Ab­stand neh­men von der auf­fäl­li­gen But­ter­fly-Form soll­ten Men­schen mit brei­ten Wan­gen und schma­lem Kinn. Das Wich­tigs­te aber bleibt: Die Bril­le muss vor grel­lem Licht und schäd­li­chen UV-Strah­len schüt­zen. Denn die­se kön­nen zu Ge­we­be­schä­den an Bin­de­haut und Horn­haut füh­ren und laut dem KGS auf lan­ge Sicht so­gar ei­nen grau­en Star her­vor­ru­fen. Aus­rei­chend UV­ge­schütz­te Bril­len sind oft mit dem Auf­kle­ber „UV 400“ge­kenn­zeich­net. Das zu­sätz­li­che CE-Zei­chen be­sagt, dass die Bril­len­glä­ser den EU-Richt­li­ni­en ent­spre­chen. „Es ist meist auf die In­nen­sei­te des Bril­len­bü­gels ge­druckt“, sagt Mön­nig.

Fo­to/Mo­del­le: Sil­hou­et­te

Ei­ne run­de Sa­che wird die Son­nen­bril­le, wenn man da­mit das ei­ge­ne Er­schei­nungs­bild un­ter­streicht: Frau­en mit eher ecki­gen Ge­sichts­zü­gen se­hen mit run­de Fas­sun­gen oft be­son­ders gut aus.

Fo­to/Mo­del­le: Es­silor

Bei den Son­nen­bril­len darf man jetzt wie­der rich­tig „klot­zen“.

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