Für Oral ist KSC ei­ne „Top-Adres­se“

Der neue Chef­coach im SONN­TAG-In­ter­view

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

To­mas Oral wur­de am ver­gan­ge­nen Mon­tag beim KSC als neu­er Chef­trai­ner vor­ge­sellt. Be­vor sich der 43-Jäh­ri­ge in den Ur­laub nach Ita­li­en ver­ab­schie­de­te, un­ter­hielt sich der SONN­TAG mit ihm über die Grün­de, zum KSC zu ge­hen, aber auch über die Skep­sis, die mit sei­nem En­ga­ge­ment im Wild­park ver­bun­den ist.

Dass wir den Weg der letz­ten drei Jah­re fort­set­zen wol­len, ist doch klar. Aber für uns geht es zu­nächst dar­um, ei­ne Mann­schaft mit Spie­lern zu­sam­men­zu­stel­len, die den Er­folg wol­len und sich mit dem KSC iden­ti­fi­zie­ren. Das Ge­rüst da­zu steht, aber es gilt, die Lü­cken zu schlie­ßen, die durch den Weg­gang ei­ni­ger Stamm­spie­ler ent­stan­den sind.

Das er­gibt sich aus den Ab­gän­gen. Zum Bei­spiel in der In­nen­ver­tei­di­gung, auf der Sech­ser-Po­si­ti­on, aber auch im of­fen­si­ven Mit­tel­feld, wo wir ja mit Mo­ritz Stop­pel­kamp, der aus Pa­der­born zu uns kommt, schon ei­ne wich­ti­ge Po­si­ti­on be­set­zen konn­ten.

Die­se Er­fah­run­gen wa­ren ganz wich­tig. Ich ha­be über­all et­was ler­nen kön­nen. Die Zeit mit Fe­lix in En­g­land war enorm lehr­reich. Ich lern­te dort Trai­ner wie Jo­sé Mour­in­ho oder Clau­dio Ra­nie­ri ken­nen und konn­te von je­dem et­was mit­neh­men, was auch mei­ne Ar­beit be­ein­flusst und mir ne­ben ei­ner freund­schaft­li­chen Be­zie­hung zu Fe­lix Ma­gath sehr viel ge­bracht hat.

Das eher we­ni­ger, ob­wohl ich viel Wert auf kör­per­li­che Fit­ness le­ge. Denn sie ist die Grund­la­ge, um das spie­le­ri­sche Po­ten­zi­al ab­ru­fen zu kön­nen.

Der Ab­stieg des FSV Frank­furt tut mir wahn­sin­nig leid. Ich ha­be bei die­sem Ver­ein, mit dem ich bis in die Zwei­te Li­ga auf­ge­stie­gen bin, groß­ar­ti­ge Zei­ten ver­bracht. Als ich dort ent­las­sen wur­de, war das Team sie­ben Punk­te vor Duisburg und vier Punk­te vom Re­le­ga­ti­ons­platz ent­fernt. Ich bin da­von über­zeugt, dass der Ab­stieg hät­te ver­mie­den wer­den kön­nen. Dass man mir nach mei­ner Ent­las­sung jetzt al­les Mög­li­che nach­sagt, kann ich nicht ver­hin­dern – aber so ist das Ge­schäft. Ich weiß, wie es funk­tio­niert, denn ich ha­be noch nie et­was ge­schenkt be­kom­men, aber ha­be mich im­mer durch­ge­bis­sen. Das prägt üb­ri­gens in ge­wis­sem Maß auch mei­ne Spiel­wei­se. Ich wer­de mich auch beim KSC durch­bei­ßen und er­war­te nur, dass man mir ei­ne fai­re Chan­ce gibt.

Er­hofft sich ei­ne fai­re Chan­ce beim KSC: To­mas Oral möch­te die Skep­ti­ker mit er­folg­rei­cher Ar­beit im Wild­park von sei­nen Qua­li­tä­ten als Trai­ner über­zeu­gen. Fo­to: GES/Prang

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