Er­do­gan gibt sich ent­täuscht

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite -

Nach der Völ­ker­mord-Re­so­lu­ti­on im Bun­des­tag hat sich der tür­ki­sche Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan ent­täuscht über Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel ge­äu­ßert. An­geb­lich hat ihm die Kanz­le­rin ver­spro­chen, ei­ne ent­spre­chen­de Bun­des­tags­re­so­lu­ti­on zu ver­hin­dern. Er ver­ste­he nicht, war­um die CDU-Vor­sit­zen­de ih­re ei­ge­ne Par­tei nicht da­zu brin­gen konn­te, ge­gen die Re­so­lu­ti­on zu stim­men, sag­te Er­do­gan in ei­nem ges­tern in tür­ki­schen Me­di­en ver­öf­fent­lich­ten In­ter­view. „Nun fra­ge ich mich: Wie wer­den deut­sche Spit­zen­po­li­ti­ker, nach ei­ner sol­chen Ent­schei­dung, mir und un­se­rem Pre­mier per­sön­lich ge­gen­über­tre­ten kön­nen?“Er­do­gan warn­te laut Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu, der Tür­kei ge­büh­re ei­ne „fai­re“Be­hand­lung. An­dern­falls wer­de die Tür­kei für die EU nicht län­ger als Bar­rie­re für Flücht­lin­ge ein­sprin­gen. „Wir wer­den die An­schul­di­gung ei­nes Völ­ker­mords nie­mals ak­zep­tie­ren“, sag­te Er­do­gan.

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