Mu­guru­za siegt in Pa­ris

Ten­nis: Spa­nie­rin ge­winnt French Open

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ul­ri­ke Wein­rich

Die Spa­nie­rin Gar­bi­ne Mu­guru­za hat Ti­tel­ver­tei­di­ge­rin Se­re­na Wil­li­ams im Fi­na­le der French Open ent­zau­bert und in Pa­ris ih­ren ers­ten Grand-Slam-Tri­umph ge­fei­ert. Die Ten­nis-Welt­rang­lis­ten­vier­te setz­te sich mit 7:5, 6:4 ge­gen die von Ad­duk­to­ren­pro­ble­men ge­han­di­cap­te Wil­li­ams durch und kas­sier­te für ih­ren bis­lang größ­ten Er­folg ein Preis­geld von zwei Mil­lio­nen Eu­ro. Nach 1:43 St­un­den ver­wan­del­te Wim­ble­don­fi­na­lis­tin Mu­guru­za ih­ren fünf­ten Match­ball.

Nach­dem sich Gar­bi­ñe Mu­guru­za zur neu­en Sand­platz­kö­ni­gin von Pa­ris ge­krönt hat­te, warf sie un­gläu­big ihr Ra­cket weg und ließ sich in die ro­te Asche plump­sen. Die ge­fal­le­ne Re­gen­tin Se­re­na Wil­li­ams konn­te da nur an­er­ken­nend ni­cken. „Es ist un­mög­lich, das mit Wor­ten zu be­schrei­ben, was heu­te pas­siert ist. Da­für ar­bei­test du ein Le­ben lang. Ich bin sehr glück­lich“, sag­te die Welt­rang­lis­ten­vier­te Mu­guru­za nach dem 7:5, 6:4 im Fren­chOpen-Fi­na­le ge­gen die topg­setz­te Bran­chen­füh­re­rin Wil­li­ams (USA). Den sil­ber­nen Cou­pe Su­zan­ne Leng­len stemm­te Mu­guru­za nach ih­rem ers­ten Grand-Slam-Coup strah­lend in den grau­en Him­mel und lausch­te da­nach ehr­fürch­tig „ih­rer“Hym­ne. „Ich bin auf Sand auf­ge­wach­sen. Für Spa­ni­en und mich ist das ein­fach un­fass­bar schön, weil es ein be­son­de­res Tur­nier für uns ist“, mein­te die in Ca­ra­cas ge­bo­re­ne Toch­ter ei­nes Bas­ken und ei­ner Ve­ne­zo­la­ne­rin. Mu­guru­z­as Match­ball nach 1:43 St­un­den war be­zeich­nend. Ein Lob der 22-Jäh­ri­gen lan­de­te auf der Li­nie. „Ich dach­te er geht aus. Es war wohl der bes­te Match­ball ge­gen mich, den ich je er­lebt ha­be“, sag­te die of­fen­bar von Ad­duk­to­ren­pro­ble­men ge­han­di­cap­te Wil­li­ams. Die 34-Jäh­ri­ge ver­pass­te da­mit nicht nur ih­ren vier­ten Ro­land-Gar­ros-Sieg seit 2002, son­dern auch die Chan­ce, in Sa­chen Grand-Slam-Titel auf Open-EraRe­kord­hal­te­rin St­ef­fi Graf (22) auf­zu­schlie­ßen. Be­reits bei den US Open 2015 und den Aus­tra­li­an Open 2016, als sie das Fi­na­le ge­gen An­ge­li­que Ker­ber ver­lor, hat­te Wil­li­ams die­se Mög­lich­keit ver­strei­chen las­sen. „Ich hat­te heu­te vie­le Schwä­chen. Und Gar­bi­ñe hat be­son­ders bei den „Big Points“gut ge­spielt“, lob­te Wil­li­ams. Wim­ble­don-Fi­na­lis­tin Mu­guru­za, die ein Preis­geld von zwei Mil­lio­nen Eu­ro ein­strich, ist die ers­te Spa­nie­rin seit Aran­t­xa San­chez Vi­ca­rio 1998, die das be­deu­tends­te Sand­plat­zevent am Bois de Bou­lo­gne ge­win­nen konn­te. Mu­guru­za wird nach ih­rem ers­ten Coup im zwei­ten Grand-Slam-Fi­na­le ih­rer Kar­rie­re auf Rang zwei der Welt­rang­lis­te klet­tern. Ker­ber, die in Pa­ris be­reits in ih­rem Auf­takt­match ge­schei­tert war, fällt vom drit­ten auf den vier­ten Platz zu­rück.

Heu­te, 15 Uhr: Djo­ko­vic – Mur­ray

Auf­stei­ge­rin: Gar­bi­ñe Mu­guru­za ge­winnt über­ra­schend die French Open in Pa­ris.

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