Kei­ne Angst vor ho­her See

Fri­sche Luft an Deck hilft ge­gen das flaue Ge­fühl im Ma­gen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaue - Srt

Vor nichts fürch­ten sich Kreuz­fahr­tEin­stei­ger so sehr wie vor See­krank­heit. Da­bei ist die Ge­fahr, auf ei­nem mo­der­nen Kreuz­fahrt­schiff see­krank zu wer­den, äu­ßerst ge­ring. Und wenn es doch pas­siert ist, gibt es ei­ni­ge pro­ba­te Mit­tel. Ge­ra­de mal drei Pro­zent al­ler Kreuz­fahrt­pas­sa­gie­re wer­den auf ei­ner mo­der­nen See­rei­se krank, weiß die Sta­tis­tik. Die Grün­de da­für sind viel­fäl­tig. Da ist zum ei­nen be­reits die Grö­ße mo­der­ner Schif­fe. Ein Crui­se­liner für 2 000 und mehr Gäs­te liegt ein­fach um ei­ni­ges sta­bi­ler im Was­ser als die deut­lich klei­ne­ren Schif­fe von frü­her. Da­zu kom­men Sta­bi­li­sa­to­ren, die das ge­fürch­te­te Rol­len des Schiffs ab­dämp­fen. Kein mo­der­nes Kreuz­fahrt­schiff kommt mehr oh­ne sie aus. Und schließ­lich ha­ben die Ree­de­rei­en ih­re Fahrt­rou­ten so aus­ge­klü­gelt, dass sie be­kann­te Schlecht­wet­ter­re­gio­nen um­ge­hen. Aber auch der Ur­lau­ber kann Ei­ni­ges ge­gen See­krank­heit tun. Das be­ginnt be­reits mit der Wahl der Rou­te: Wer weiß, dass ihm auch im Au­to und im Flug­zeug leicht übel wird, der wird sei­ne ers­te Be­geg­nung mit der Rei­se­form Kreuz­fahrt bes­ser nicht im Golf von Bis­ca­ya oder auf dem Nord­at­lan­tik wäh­len. Auch die Aus­wahl der Ka­bi­ne hilft: Wer Angst vor Wel­len­gang hat, bucht am bes­ten ei­ne Ka­bi­ne in der Schiffs­mit­te. Im Zwei­fels­fall darf sie gern eher knapp vor der Mit­te lie­gen, denn der Mo­tor sitzt im Heck und ist dort am deut­lichs­ten zu hö­ren. Falls ei­ne Schlecht­wet­ter­front an­ge­kün­digt ist, kann man mit Ta­blet­ten oder Kau­gum­mis für rund acht St­un­den vor­beu­gen. Für län­ge­re Pe­ri­oden bis zu 72 St­un­den gibt es Sco­po­derm-Pflas­ter, die man sich hin­ters Ohr klebt. Und wenn sich trotz al­ler Vor­keh­run­gen doch Un­wohl­sein ein­schleicht? Dann emp­fiehlt sich als ers­tes fri­sche Luft – Auf- und Ab­ge­hen an Deck sor­gen meist schnell da­für, dass das flaue Ge­fühl in der Ma­gen­ge­gend ver­schwin­det. Den Blick rich­tet man da­bei am bes­ten auf ei­nen fes­ten Punkt am Ho­ri­zont. Zwi­schen­drin kann man sich auch mal flach le­gen. Denn beim Schla­fen sinkt au­to­ma­tisch der Hist­amin­spie­gel. Al­ko­hol ist in die­ser Si­tua­ti­on Gift, ein be­währ­tes Haus­mit­tel da­ge­gen Ing­wer, weil es den Brech­reiz re­du­ziert.

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