„Sa­cre Ru­di“lebt nicht mehr

Ru­di Al­tig ges­tern in Re­ma­gen ge­stor­ben

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Sid sid sid

Die Bro­se Bas­kets kön­nen heu­te (15 Uhr) in Bamberg ih­re ach­te Meis­ter­schaft per­fekt ma­chen. Mit ei­nem Sieg im drit­ten Fi­nal­spiel der Bun­des­li­ga-Play-offs ge­gen Ulm wä­re dem deut­schen Bas­ket­ball-Pri­mus auch die Ti­tel­ver­tei­di­gung ge­lun­gen. Nach dem kla­ren Er­folg im ers­ten Du­ell der Be­stof-Fi­ve-Se­rie und dem Zit­ter­sieg in Par­tie Num­mer zwei in Ulm ver­trau­en die Ober­fran­ken auf ih­re Heim­stär­ke. In die­ser Sai­son hat das Team in der ei­ge­nen Hal­le noch kein Bun­des­li­ga­spiel ver­lo­ren. avs Bas­ket­ball-Su­per­star Ste­phen Cur­ry hat im Play-off-Fi­na­le der nord­ame­ri­ka­ni­schen Pro­fi­li­ga NBA zu sei­ner Form zu­rück­ge­fun­den und die Gol­den Sta­te War­ri­ors zum drit­ten Sieg im vier­ten Spiel ge­führt. Bei den Cleve­land Ca­va­liers setz­te sich der Meis­ter mit 108:97 durch und ist nur noch ei­nen Sieg von der Ti­tel­ver­tei­di­gung ent­fernt. Der 28-Jäh­ri­ge war mit 38 Punk­ten bes­ter Wer­fer auf dem Feld. Nur ein Er­folg in Oak­land/Ka­li­for­ni­en in der Nacht zum Di­ens­tag hält die Cavs im Ren­nen um die Meis­ter­schaft. Die deut­schen Vol­ley­bal­le­rin­nen ha­ben beim Grand Prix im chi­ne­si­schen Ning­bo auch ihr zwei­tes Spiel ver­lo­ren. Nach dem 0:3 am Frei­tag ge­gen den Welt­rang­lis­tenErs­ten USA hat­te das Team von Bun­des­trai­ner Fe­lix Koslow­ski auch ge­gen den Tur­nier­gast­ge­ber kei­ne Chan­ce. Das stark ver­jüng­te Team um Li­be­ra Len­ka Dürr un­ter­lag ges­tern dem Welt­rang­lis­ten-Zwei­ten Chi­na mit 0:3 (12:25, 22:25, 16:25). Ih­re letz­te Par­tie in Chi­na be­strei­ten die Deut­schen heu­te (9 Uhr) ge­gen Au­ßen­sei­ter Thai­land.

Radsport-Le­gen­de Ru­di Al­tig ist tot. Wie Al­tigs Fa­mi­lie mit­teil­te, ist der frü­he­re Welt­meis­ter ges­tern nach kur­zer, schwe­rer Krank­heit im Al­ter von 79 Jah­ren ver­stor­ben. Der ge­bür­ti­ge Mann­hei­mer war ei­ner der größ­ten deut­schen Sport­stars der 60er Jah­re. Bei der Tour de Fran­ce ge­wann er acht Etap­pen und fuhr 18 Ta­ge im Gel­ben Tri­kot. Größ­ter Er­folg war der WMTi­tel 1966 im Stra­ßen­ren­nen auf dem Nür­burg­ring. 1962 si­cher­te sich Al­tig als ers­ter deut­scher Pro­fi das Grü­ne Tri­kot der Tour de Fran­ce, au­ßer­dem tri­um­phier­te er im glei­chen Jahr bei der Spa­ni­en-Rund­fahrt. 1966 wur­de Al­tig zu Deutsch­lands Sport­ler des Jah­res ge­kürt und er­hielt auch das Sil­ber­ne Lor­beer­blatt. 1997 be­kam Al­tig so­gar das Bun­des­ver­dienst­kreuz. Ne­ben sei­nen zahl­rei­chen

Po­pu­lä­rer Mann­hei­mer wur­de 79 Jah­re alt

Er­fol­gen auf der Stra­ße – er ge­wann als ers­ter Deut­scher die Klas­si­ker Mai­land– San Re­mo und Flan­dern-Rund­fahrt – wur­de Al­tig auch mehr­fach Welt­meis­ter in der Ei­ner­ver­fol­gung auf der Bahn und fuhr bei ins­ge­samt 23 Sechs­ta­ge­ren­nen Sie­ge ein. Den Radsport be­zeich­ne­te er ein­mal als ei­nen „ro­ten Fa­den in mei­nem Le­ben. Den schnei­de ich, so­lan­ge ich le­be, nicht durch.“Al­tigs Po­pu­la­ri­tät war nicht nur in Deutsch­land groß. Noch weit nach sei­ner Kar­rie­re pfleg­te er Freund­schaf­ten zu an­de­ren Radsport-Grö­ßen wie dem fünf­ma­li­gen TourSie­ger Ed­dy Merckx. In Fran­kreich und bei der Tour war Al­tig im­mer ein gern ge­se­he­ner Gast. „Sa­cre Ru­di“, den „ver­damm­ten Ru­di“, nann­ten ihn die Fran­zo­sen an­er­ken­nend für sei­ne kämp­fe­ri­sche Fahr­wei­se. Nach En­de sei­ner Kar­rie­re ar­bei­te­te Al­tig lan­ge als Bun­des­trai­ner der Ama­teu­re, spä­ter war er Renn­lei­ter et­wa bei Rund um den Hen­nin­ger Turm in Frank­furt und TV-Ex­per­te bei ver­schie­de­nen Sen­dern.

Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton geht von der Po­le Po­si­ti­on in den Gro­ßen Preis von Ka­na­da (heu­te, 20 Uhr/RTL). Der Mer­ce­des-Pi­lot ver­wies im Qua­li­fy­ing zum sieb­ten For­mel-1Ren­nen der Sai­son in Mon­tre­al in 1:12,812 Mi­nu­ten sei­nen Team­kol­le­gen Ni­co Ros­berg und Fer­ra­ri-Star Sebas­ti­an Vet­tel auf die Plät­ze zwei und drei. Für den 31-jäh­ri­gen Ha­mil­ton, der als Zwei­ter der Fah­rer­wer­tung 24 Punk­te Rück­stand auf Ros­berg auf­weist, ist es die vier­te Po­le der Sai­son und die 53. sei­ner Kar­rie­re. In Ka­na­da geht Ha­mil­ton zum fünf­ten Mal von Start­platz eins ins Ren­nen. 2007, 2010, 2012 und 2015 ge­wann der drei­ma­li­ge Welt­meis­ter das Ren­nen. Text: sid/Foto:avs

Zu Leb­zei­ten ei­ne Le­gen­de: Ru­di Al­tig war ei­ner der po­pu­lärs­ten deut­schen Rad­sport­ler. Foto: avs

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