Sind Sie Fan von „Tau­schen und Tei­len“?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - er/Fotos: Fa­b­ry

„Nein, ich ha­be das noch nie aus­pro­biert“, ant­wor­tet Öz­gür Ak­ba­ba (20), Stu­dent aus Karls­ru­he. „Bis­lang hat sich da­für noch kei­ne Ge­le­gen­heit er­ge­ben. Ich ken­ne auch nie­man­den, der An­ge­bo­te wie Car­sha­ring nutzt. An sich ist es aber ei­ne gu­te Sa­che, et­was zu tei­len, an­statt al­les neu an­zu­schaf­fen.“ „Nein, ich per­sön­lich ma­che so et­was nicht“, er­klärt Jo­chen Kös­ter (61), Un­ter­neh­mens­be­ra­ter aus Heil­bronn. „Ei­ni­ge Leu­te in mei­nem Um­feld ma­chen Car-sharing. Sie sind aber in der Min­der­heit. Da­mit das für mich in Be­tracht kom­men könn­te, müss­te es noch mehr Ver­tei­ler­stel­len für die Au­tos ge­ben.“ „Nein, eher nicht“, sagt An­na Mei­er (35), Kos­me­ti­ke­rin aus Lörrach. „Ich war noch nie auf ei­ner Klei­der­tausch­par­ty oder ha­be Car­sha­ring aus­pro­biert, denn ich ha­be selbst ein Au­to. Couchsur­fing oder pri­va­te Un­ter­künf­te am Ur­laubs­ort wä­ren mir au­ßer­dem ein zu gro­ßer Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re.“ „Ja, ich un­ter­stüt­ze das sehr“, er­zählt Mia Scho­bert (22), Stu­den­tin in Karls­ru­he aus Sch­wet­zin­gen. „Durch den Kon­sum wer­den vie­le Res­sour­cen ver­braucht. An­statt Din­ge ein­fach weg­zu­wer­fen, be­kom­men sie durchs Tau­schen ei­nen neu­en Sinn und wer­den wei­ter ein­ge­setzt. Das ist doch ei­ne tol­le Sa­che!“ „Ich selbst nicht“, sagt Ro­land Hu­ber (47), Tech­ni­ker aus Wein­gar­ten. „Mein Sohn nutzt aber an­statt Ho­tels auch pri­va­te Un­ter­künf­te am Ur­laubs­ort. Das ist preis­wer­ter. Als mein Au­to ka­putt war, ha­be ich mir Car­sha­ring an­ge­schaut. An sich ei­ne gu­te Sa­che, aber noch ist das Gan­ze nicht aus­ge­reift.“ „Nur im pri­va­ten Um­feld“, er­klärt Ste­fa­nie Kemm­ner (22), Stu­den­tin aus Ba­denBa­den. „An­statt auf ei­ne Klei­der­tausch­par­ty zu ge­hen, tei­le ich lie­ber mit ei­ner Freun­din. Wenn ei­ne von uns et­was braucht, ruft sie ein­fach bei der an­de­ren an. Ne­ben Kla­mot­ten kön­nen das zum Bei­spiel auch Bü­cher sein.“

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