Auf­hel­lun­gen durch Ge­mäl­de

Schluss­wo­che für Kall­mor­gen-Schau

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Lie

Wenn der Ju­ni nicht hält, was die Jah­res­zeit an Ak­ti­vi­tä­ten im Frei­en ver­spricht und wenn heu­te Nach­mit­tag kein EM-Spiel vor den Fern­seh­schirm zwingt – dann könn­te man sich bei­spiels­wei­se dar­an er­in­nern, dass ei­ne hoch­at­trak­ti­ve un­kom­pli­zier­te Karls­ru­her Aus­stel­lung in der nächs­ten Woche zu En­de geht. Au­ßer­dem schließt ei­ne an­re­gen­de Schau in Ba­den-Ba­den schon heu­te Abend. Zu be­ach­ten wä­ren gleich­falls Zu­satz­an­ge­bo­te am heu­ti­gen Sonn­tag in ei­ni­gen, wenn auch nicht al­len, staat­li­chen Schlös­sern. Vom fran­zö­si­schen Im­pres­sio­nis­mus ge­prägt war der deut­sche Ma­ler Fried­rich Kall­mor­gen. Er stu­dier­te in Karls­ru­he, leb­te lan­ge in Gröt­zin­gen, wo er die Ma­ler­ko­lo­nie mit­be­grün­de­te und selbst nach ei­nem Ruf als Pro­fes­sor nach Ber­lin kam er im­mer wie­der in sein Haus Ho­he­grund in der „ba­di­schen Hei­mat“zu­rück. Die Städ­ti­sche Ga­le­rie Karls­ru­he hat dem be­deu­ten­den Künst­ler des 19. und 20. Jahr­hun­derts ei­ne gro­ße Ein­zel­aus­stel­lung ge­wid­met, die heu­te von 11 bis 18 Uhr so­wie ab Mitt­woch bis nächs­ten Sonn­tag zu se­hen ist. Kall­mor­gens be­son­de­res Ge­spür für at­mo­sphä­ri­sche Stim­mun­gen und sei­ne ko­lo­ris­ti­sche Be­ga­bung hin­ter­lie­ßen be­reits beim zeit­ge­nös­si­schen Pu­bli­kum tie­fen Ein­druck. In der ge­nau­en Be­ob­ach­tung und vir­tu­os wie­der­ge­ge­be­nen Wir­kung des Lichts im Wech­sel der Ta­ges- oder Jah­res­zei­ten und in der un­mit­tel­ba­ren Um­set­zung ei­nes Na­tur­ein­drucks ent­wi­ckel­te er ei­ne Meis­ter­schaft. Sei­ne Mo­ti­ve für Land­schaft oder Gen­re fand er im Kraich­gau, in den Städ­ten Karls­ru­he und Hamburg, auch im Schwarz­wald oder am Meer in Hol­land. Kall­mor­gens Bil­der zu se­hen hellt ei­nen nas­sen Früh­som­mer auf. Die Städ­ti­sche Ga­le­rie Karls­ru­he be­fin­det sich an der Lo­renz­stra­ße, im Hal­len­bau A, al­so in di­rek­ter Nach­bar­schaft mit dem ZKM. Ei­ne Füh­rung be­ginnt um 15 Uhr. In der Kunst­hal­le Ba­den-Ba­den ist Schluss­tag für die Aus­stel­lung „Gu­tes bö­ses Geld“. Von 10 bis 18 Uhr kann man sich an der Lich­ten­ta­ler Al­lee in der Bild­ge­schich­te der Öko­no­mie zwi­schen flä­mi­schen Ge­mäl­den und mo­der­nen In­stal­la­tio­nen be­we­gen. Bei den An­ge­bo­ten zum heu­ti­gen Schlos­s­er­leb­nis­tag, bie­tet das Schloss Bruch­sal um 11.15 und 15.15 Uhr Fa­mi­li­en­füh­run­gen im Deut­schen Mu­sik­au­to­ma­ten-Mu­se­um. Ab 13 Uhr füllt sich der Fürs­ten­saal mit Bal­lett­vor­füh­run­gen und ba­ro­cken Tän­zen, ab 10 Uhr ist das Schloss ge­öff­net, Ein­tritt mit al­len An­ge­bo­ten drei Eu­ro für Er­wach­se­ne. In der Ras­tat­ter Re­si­denz wur­den kurz­fris­tig Spie­le in der In­tra­da or­ga­ni­siert. Da­für ist der Ein­tritt frei. Im Schloss Neu­en­bürg läuft von 12 bis 18 Uhr ein Pro­gramm un­ter an­de­rem mit Fa­kirShow. Ein­tritt frei.

Som­mer im Schwarz­wald: In der Städ­ti­schen Ga­le­rie Karls­ru­he lässt er sich er­le­ben. „Som­mer“heißt die­ses Ge­mäl­de aus Pri­vat­be­sitz in der Aus­stel­lung mit Ge­mäl­den von Fried­rich Kall­mor­gen. Fo­to: StG

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