Pfle­ge und Lip­pen­gym­nas­tik

So wird der Mund zum Küs­sen schön / Der letz­te Schritt ist ein ge­schick­tes Ma­ke-up

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Küs­sen ist was Schö­nes. Be­son­ders an­zie­hend sind sinn­li­che, ge­pfleg­te Lip­pen. Für den per­fek­ten Kuss­mund kommt es nicht nur auf das rich­ti­ge Ma­ke-up an, son­dern auch auf ei­ne gu­te Pfle­ge:

„Wich­tig ist beim per­fek­ten Kuss­mund, dass die Lip­pen nicht rau sind“, sagt Vi­sa­gist Re­né Koch aus Ber­lin. Er rät, vor dem Schla­fen­ge­hen Lip­pen­pfle­ge­stif­te für die Nacht auf­zu­tra­gen. Sie ent­hal­ten Hyalu­ron und be­feuch­ten die Lip­pen im­mer wie­der. Au­ßer­dem gilt, sich beim Be­feuch­ten mit der ei­ge­nen Zun­ge zu­rück­zu­hal­ten – denn das sei ge­nau falsch, er­klärt Koch. Da­durch ent­ste­he ei­ne Art Rück­ver­duns­tung. Au­ßer­dem emp­fiehlt der Ex­per­te, re­gel­mä­ßig ein Lip­pen­pee­ling zu ma­chen. Das kann man sich leicht zu Hau­se sel­ber mi­xen. Ein­fach ei­nen hal­ben Tee­löf­fel He­fe mit ei­ner Pri­se Salz und et­was Mi­ne­ral­was­ser mi­schen, er­läu­tert Koch. Der Brei kommt dann mit ei­ner aus­ge­dien­ten Zahn­bürs­te auf die Lip­pen. Die En­zy­me in der He­fe lö­sen ab­ge­stor­be­ne Haut­par­ti­kel ab.

Da­für zieht man die Buch­sta­ben „Uuu“, „Eee“, „Uuu“lang und formt da­bei die Lip­pen ex­trem – sie müs­sen span­nen. So wer­de die Durch­blu­tung an­ge­regt und der Wan­gen­he­ber trai­niert, er­klärt Koch. Das ist gut ge­gen Hän­ge­bäck­chen und hän­gen­de Mund­win­kel.

Zu­erst malt man mit ei­nem Kon­tu­ren­stift die Lip­pen nach. Wich­tig ist, da­bei das Lip­pen­herz gut aus­zu­ma­len, rät Koch. Denn je schö­ner es be­tont ist, des­to at­trak­ti­ver wir­ke das. Wer sehr dün­ne Lip­pen hat, kann beim Kon­tu­ren­zeich­nen die Lip­pen et­was grö­ßer ma­chen. Auch Une­ben­hei­ten las­sen sich jetzt aus­glei­chen. „Man hat mit dem Kon­tu­ren­stift die Mög­lich­keit, ei­ne Form­ver­än­de­rung vor­zu­neh­men.“Da­für soll­te der Stift aber nicht zu weich sein, er schmiert dann. Ei­ne Nacht im Ge­mü­se­fach des Kühl­schranks, und er ist wie­der fest. Nach dem Auf­ma­len beißt man auf ein Tuch – so ge­langt die Far­be auch in die fei­nen Hau­trit­zen. „Die Lip­pe ist wie ei­ne Rau­fa­ser­ta­pe­te“, sagt Koch. „Sie hat Hö­hen und Tie­fen.“Das Hin­ein­pres­sen gilt auch für den Lip­pen­stift. Die­sen trägt man zwei­mal mit ei­nem Pin­sel auf – „zwei dün­ne Schich­ten hal­ten bes­ser als ei­ne di­cke.“Al­so auf­tra­gen, aufs Tuch ab­küs­sen, auf­tra­gen, ab­küs­sen. Die Far­be wählt man je nach Out­fit. Grund­sätz­lich gel­te: „Je spä­ter der Abend, des­to kräf­ti­ger kann der Lip­pen­stift sein.“

Beim Kon­tu­ren­zeich­nen kann man mit dem Stift ein biss­chen trick­sen. Fo­to: Monique Wüstenhagen

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