Ei­ne Po­si­ti­on im Ka­der ist noch frei

Kom ist der drit­te Neu­zu­gang beim KSC

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Von Sous­se über Frankfurt nach Karls­ru­he und wie­der zu­rück in die tu­ne­si­sche Stadt in der Re­gi­on Sa­hel: Franck Kom hat noch nicht viel von sei­ner neu­en sport­li­chen Hei­mat ge­se­hen, au­ßer der Pra­xis von KSC-Mann­schafts­arzt Mar­cus Schwei­zer, wo der 24-jäh­ri­ge Ka­me­ru­ner am Mitt­woch er­folg­reich den Me­di­zin­check ab­sol­vier­te und da­mit grü­nes Licht für sein künf­ti­ges En­ga­ge­ment beim ba­di­schen Zweit­li­gis­ten er­hielt. Dort soll der zehn­ma­li­ge Na­tio­nal­spie­ler Ka­me­runs für die nächs­ten drei Jah­re im de­fen­si­ven Mit­tel­feld als „zwei­kampf­star­ker Abräu­mer“für Sta­bi­li­tät sor­gen. End­gül­tig in Karls­ru­he er­war­tet wird Kom, der am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de mit ES Sa­hel noch die tu­ne­si­sche Meis­ter­schaft fei­ern konn­te, am 27. Ju­ni zum Trai­nings­be­ginn im Wild­park, wo die KSC-Pro­fis dann auch wie­der mit dem Ball ar­bei­ten dür­fen, was ih­nen auf dem Schliff­kopf noch ver­wehrt war. Nach dem ges­tern zu En­de ge­gan­ge­nen Lauf­trai­nings­la­ger auf dem Schliff­kopf er­hiel­ten die Spie­ler noch ei­ne Woche Kurz­ur­laub. Bis zum Trai­nings­be­ginn sol­len die letz­ten Mo­da­li­tä­ten mit Koms bis­he­ri­gem Ver­ein ge­klärt sein, den er we­gen ei­ner Aus­stiegs­klau­sel in Hö­he von an­geb­lich 800000 Eu­ro trotz ei­nes bis 2017 da­tier­ten Kon­trakts ver­las­sen kann. KSC-Sport­di­rek­tor Jens Todt hat den 1,74 Me­ter gro­ßen Mit­tel­feld­spie­ler, der in Sta­tur und Spiel­wei­se ein we­nig an den im Wild­park un­ver­ges­se­nen God­fried Aduo­be er­in­nert, zu­sam­men mit Chef­trai­ner To­mas Oral mehr­fach be­ob­ach­tet und sieht in ihm ge­nau den Spie­ler, „den wir auf der Sech­ser­po­si­ti­on ge­sucht ha­ben“. Kom ist nach Da­vid Kin­som­bi, der schon im Win­ter zum KSC kam, aber zu­letzt an den 1. FC Mag­de­burg aus­ge­lie­hen war, und Mo­ritz Stop­pel­kamp, der aus Pa­der­born nach Ba­den wech­sel­te, der drit­te Neu­zu­gang bei den Blau-Wei­ßen. Die sind jetzt noch auf der Su­che nach ei­nem In­nen­ver­tei­di­ger, um den Ka­der zu kom­plet­tie­ren, wol­len aber die­se Per­so­na­lie „nicht übers Knie bre­chen, son­dern dann ei­nen Spie­ler ver­pflich­ten wenn wir von die­sem eben­so über­zeugt sind, wie wir dies bei Franck Kom wa­ren“, so Todt. Ob Hi­ro­ki Ya­ma­da zum Trai­nings­be­ginn am 27. Ju­ni schon wie­der da­bei sein kann, ist sehr frag­lich. Der Ja­pa­ner, der in der kom­men­den Woche in sei­ner Hei­mat hei­ra­ten wird, muss­te das Lauf­trai­nings­la­ger we­gen ei­ner Wa­den­ver­let­zung ab­bre­chen und wird ver­mut­lich län­ger pau­sie­ren müs­sen. Mitt­ler­wei­le steht auch der Be­ginn des Dau­er­kar­ten­ver­kaufs fest, den der SONN­TAG auf­grund ei­nes Miss­ver­ständ­nis­ses mit der KSC-Ge­schäfts­stel­le schon für die ver­gan­ge­ne Woche an­ge­kün­digt hat­te. Ab mor­gen, 20. Ju­ni, ha­ben Mit­glie­der bis ein­schließ­lich Di­ens­tag, 21. Ju­ni, ein ex­klu­si­ves Vor­kaufs­recht auf die neu­en Sai­son­ti­ckets. Der freie Dau­er­kar­ten­ver­kauf be­ginnt dann am Mitt­woch, 22. Ju­ni.

Süd­deut­scher Meis­ter war der KSC vor 60 Jah­ren. Ka­pi­tän Wal­ter Bau­reis steckt im Lor­beer­kranz für den Ti­tel der Ober­li­ga. Über die lan­des­wei­te End­run­de ge­lang­te die Mann­schaft so­gar ins deut­sche End­spiel – das ging aber im Ju­ni 1956 ge­gen Dort­mund ver­lo­ren. Fo­to: Stadt­ar­chiv Karls­ru­he, Bild­ar­chiv Sch­ne­be­le

Fällt ver­mut­lich für län­ge­re Zeit aus: Hi­ro­ki Ya­ma­da hat ei­ne Wa­den­ver­let­zung. Fo­to: GES/Gün­gör

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