Das grü­ne Wohn­zim­mer

Mit Un­ter­stüt­zung von Ex­per­ten zur op­ti­ma­len Ter­ras­se für die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Garten Im Sommer -

D ie Ter­ras­se ist der Ort, an dem sich die Men­schen bei schö­nem Wetter am liebs­ten auf­hal­ten. Hier wird ge­sonnt, ent­spannt, ge­grillt, ge­ges­sen und ge­sel­li­ge Zeit mit Fa­mi­lie und Freun­den ver­bracht. Im Som­mer wird die Ter­ras­se für vie­le zum Wohn­zim­mer un­ter frei­em Him­mel. Das zeigt sich auch in der Ar­chi­tek­tur: Bei Neu­bau­ten wer­den häu­fig gro­ße Fens­ter­fron­ten oder bo­den­tie­fe Glas­tü­ren ein­ge­baut, die drin­nen und drau­ßen, Wohn­raum und Ter­ras­se, mit­ein­an­der ver­bin­den. Auch die Mö­bel­bran­che nimmt den Wunsch auf, das Fa­mi­li­en­le­ben im Som­mer in den Gar­ten zu ver­le­gen. Mo­der­ne Lounge-Gar­ten­mö­bel er­in­nern heu­te an Wohn­zim­mer­ein­rich­tun­gen mit gro­ßen So­fa­land­schaf­ten. Ob Hän­ge­ses­sel oder Rat­tan­mö­bel in ak­tu­el­lem De­sign – das Ter­ras­sen­mo­bi­li­ar soll be­quem und groß­zü­gig sein. Da­mit man sich die ei­ge­ne Wohl­füh­l­at­mo­sphä­re kre­ieren kann, muss je­doch zu­erst das Am­bi­en­te pas­sen. Bo­den­be­lag, Be­leuch­tung und Be­pflan­zung bil­den die Ba­sis für jeg­li­che Ter­ras­sen­nut­zung. Für die Pla­nung und An­la­ge oder Re­no­vie­rung emp­fiehlt sich die Be­ra­tung ei­nes Land­schafts­gärt­ners.

Ein fri­scher Bo­den­be­lag tut ei­ner ab­ge­nutz­ten Ter­ras­se gut. Ob Holz, Na­tur- oder Be­ton­stein – die Aus­wahl an Ma­te­ria­li­en ist groß. Per­fekt ist, den Be­lag auf die zu­künf­ti­gen Ter­ras­sen­mö­bel ab­zu­stim­men, da- mit al­les gut zu­sam­men­passt. Land­schafts­gärt­ner wis­sen, wel­che Farb­tö­ne und Struk­tu­ren sich har­mo­nisch in die Um­ge­bung ein­fü­gen. Ein fach­ge­recht ver­leg­ter Ter­ras­sen­bo­den bie­tet zu­dem Tritt­si­cher­heit, die vor al­lem für äl­te­re Men­schen wich­tig ist. Wenn schon grund­le­gend re­no­viert wird, dann emp­fiehlt sich auch gleich der Ein­bau ei­ner At­mo­sphä­re schaf­fen­den Be­leuch­tung. Der Ex­per­te für Gar­ten und Land­schaft weiß, wie viel Licht not­wen­dig ist, um ei­ne be­hag­li­che Stim­mung zu schaf­fen. Dies gilt für war­me Som­mer­aben­de auf der Ter­ras­se wie für die käl­te­ren Jah­res­zei­ten, beim Blick von Drin­nen nach Drau­ßen.

Ein ge­wis­ses Maß an Pri­vat­heit ist die Vor­aus­set­zung für das gu­te Ge­fühl auf der Ter­ras­se. Das heißt, wenn man die fri­sche Luft und das Drau­ßen­sein ge­nie­ßen kann, oh­ne sich da­bei be­ob­ach­tet oder be­lauscht zu füh­len. Ein Sicht­schutz kann aus ei­ner He­cke, ei­ner Mau­er oder ei­nem Zaun be­ste­hen. Auch hier hilft der Land­schafts­gärt­ner mit ei­ner in­di­vi­du­el­len Lö­sung. Be­son­ders in ei­nem klei­nen Gar­ten ist Krea­ti­vi­tät ge­fragt, für aus­rei­chend Sicht- und Lärm­schutz oder auch für die ge­eig­ne­te Be­pflan­zung. Schließ­lich ent­spannt es sich im Grü­nen am bes­ten, ob hin­ter ei­ner grü­nen Bam- bus­he­cke oder mit­ten im Blü­ten­pa­ra­dies. Mit ei­ner Kräu­ter­spi­ra­le oder ei­nem Ge­mü­se­hoch­beet lässt sich ei­ne ku­li­na­ri­sche Ver­bin­dung von Ter­ras­se und Kü­che her­stel­len. Ei­ne Aus­wahl an Duft­pflan­zen – zum Bei­spiel La­ven­del, Duft­ro­sen oder Flie­der – macht die Ter­ras­se zu ei­ner Aro­ma­oa­se.

Was­ser­spie­le brin­gen Er­fri­schung in den Gar­ten. Wer kei­nen Platz für ei­nen Teich hat, in­te­griert ei­nen Brun­nen in die Gestal­tung der Ter­ras­se. Das bringt ne­ben dem be­ru­hi­gen­den Plät­schern ei­ne leich­te Ab­küh­lung an hei­ßen Som­mer­ta­gen. Um die Auf­ent­halts­qua­li­tät auf der Ter­ras­se auch im Hoch­som­mer zu ge­währ­leis­ten, ist Son­nen­schutz wich­tig. Ob Se­gel­tuch, Schirm oder Mar­ki­se – je nach Um­ge­bung und An­zahl der Son­nen­stun­den gibt es ei­ne Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten. Ei­ne ef­fek­ti­ve Va­ri­an­te ist ein Baum als Schat­ten­spen­der. Der Land­schafts­gärt­ner weiß, wel­che Baum­ar­ten sich be­son­ders gut eig­nen. Ent­schei­dend ist auch der Stand­ort, da­mit das Blät­ter­dach in der Mit­tags­hit­ze Schat­ten spen­det und man trotz­dem am Abend die Son­ne auf der Ter­ras­se ge­nie­ßen kann. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen sind un­ter www.mein-traum­gar­ten.de zu fin­den.

In an­de­re Zei­ten ver­setzt fühlt man sich et­wa mit hand­ge­ar­bei­te­ten Pa­vil­lons von Gar­ten & De­sign, die in den Stil­rich­tun­gen ver­schie­de­ner Ar­chi­tek­tur­epo­chen – et­wa der Klas­sik oder der Bel­le Épo­que – er­hält­lich sind. Be­son­ders ex­klu­siv wirkt ein Ju­gend­stil-Mo­dell, das nach dem Vor­bild ei­nes um 1902 er­rich­te­ten Pa­vil­lons an­ge­fer­tigt wur­de – mit ge­schwun­ge­nen Li­ni­en, flo­ra­len Or­na­men­ten und far­bi­gem Glas. Mehr als

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