Für Todt ist Kom ei­ne Be­rei­che­rung

Wunsch­spie­ler un­ter­schrieb Vier­jah­res­ver­trag

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Wenn der Karls­ru­her SC mor­gen den Trai­nings­be­trieb im Wild­park auf­nimmt, wer­den so­wohl Hi­ro­ki Ya­ma­da als auch Neu­zu­gang Franck Kom noch nicht da­bei sein. Ya­ma­da ist zwar nach sei­nem Kurz­trip in die ja­pa­ni­sche Hei­mat, wo der 27-Jäh­ri­ge ge­hei­ra­tet hat, wie­der in Karls­ru­he, hat aber wei­ter Pro­ble­me mit ei­ner Wa­den­ver­let­zung, die noch kei­ne Trai­nings­be­las­tung zu­lässt. Nicht mit da­bei ist auch Neu­zu­gang Franck Kom, der vom tu­ne­si­schen Meis­ter EL Sa­hel in den Wild­park wech­sel­te, wo der Ka­me­ru­ner ei­nen Vier­jah­res­ver­trag un­ter­schrieb. Der 24-jäh­ri­ge de­fen­si­ve Mit­tel­feld­spie­ler bleibt al­so bis 2020 beim KSC. „Franck ist ein phy­sisch star­ker Team­spie­ler und ein ag­gres­si­ver Bal­le­r­obe­rer“, sag­te KSC-Sport­di­rek­tor Jens Todt, der wie auch Chef­trai­ner To­mas Oral der Mei­nung ist, dass Kom, für den der KSC an­geb­lich ei­ne Ab­lö­se von 600000 Euro nach Sous­se über­wie­sen hat, „un­se­ren Ka­der auf An­hieb be­rei­chern kann“. Nach­dem der Li­ga­be­trieb in Tu­ne­si­en erst in der ver­gan­ge­nen Wo­che zu En­de ging, wo Kom mit sei­nem Club die tu­ne­si­sche Meis­ter­schaft fei­ern konn­te, darf er sich jetzt zu­nächst im Ur­laub er­ho­len, ehe er spä­tes­tens zum Trai­nings­la­ger-Auf­takt (Mit­te Ju­li) in Schlad­ming zur Mann­schaft sto­ßen wird. In­zwi­schen scheint man beim KSC auch auf der Su­che nach ei­nem er­fah­re­nen In­nen­ver­tei­di­ger fün­dig ge­wor­den zu sein. So soll Ras­mus Beng­ts­son ganz oben auf der Lis­te der Spie­ler ste­hen, die der KSC für die­se Po­si­ti­on noch ver­pflich­ten will. Der 29-jäh­ri­ge Schwe­de, der zwi­schen 2009 und 2010 auch vier­mal in der Bun­des­li­ga für Her­tha BSC ge­spielt hat, ist im ver­gan­ge­nen Jahr nach fünf­jäh­ri­gem Gast­spiel beim hol­län­di­schen Eh­ren­di­vi­sio­när Twen­te En­sche­de wie­der zu sei­nem Stamm­ver­ein Mal­mö FF zu­rück­gehrt. Da man sich beim KSC of­fen­bar da­für ent­schie­den hat, noch ei­nen er­fah­re­nen Spie­ler für die­se wich­ti­ge Po­si­ti­on zu ver­pflich­ten, könn­te Beng­ts­son die­ser Pro­fi sein, wie meh­re­re schwe­di­sche Me­di­en ver­gan­ge­ne Wo­che spe­ku­lier­ten. KSC-Trai­ner To­mas Oral kennt Beng­ts­son als Spie­ler, wie er auf An­fra­ge sag­te, oh­ne sich wei­ter zu die­ser Per­so­na­lie zu äu­ßern. Von Jens Todt

Ist auch Beng­ts­son ein Kan­di­dat für den KSC?

kam auf die Fra­ge, ob Beng­ts­son im Wild­park ein ak­tu­el­les The­ma sei, nur die Ant­wort „Kein Kom­men­tar“. Wie der SONN­TAG er­fuhr, ist an der Sa­che wohl mehr dran, als man im Wild­park zu­ge­ben möch­te. So soll es bei der Ent­schei­dung, ob der KSC den Schwe­den ver­pflich­ten will, vor al­lem um die Ge­halts­fra­ge ge­hen, zu­mal die In­ves­ti­ti­on von Ab­lö­se und Ge­halt in ei­nen 29-jäh­ri­gen In­nen­ver­tei­di­ger, bei dem ein Wei­ter­ver­kauf in zwei oder drei Jah­ren mit Ge­winn wohl kaum mög­lich ist, nur dann Sinn macht, wenn die­ser Spie­ler so­fort die Lü­cke schlie­ßen kann, die durch den Ab­gang von Ma­nu­el Gul­de ent­stan­den ist.

Pro­fi mit kur­zer Bun­des­li­ga-Er­fah­rung: Der Schwe­de Ras­mus Beng­ts­son ge­hör­te ei­ne Spiel­zeit lang zum Ka­der von Her­tha BSC Ber­lin, wech­sel­te dann aber für fünf Jah­re zu Twen­te En­sche­de. Fo­to: imago

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