Ein Fun­ke Hoff­nung bleibt

Ten­nis: TC Rüppurr gibt Ti­tel noch nicht auf

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORTS - Pe­ter Tre­bing

Hört sich ziem­lich ent­schlos­sen an, was der TC Rüppurr da auf sei­ner Home­page an­kün­digt: „Der Ti­tel des deut­schen Vi­ze­meis­ters ist uns prak­tisch si­cher, aber auch die deut­sche Meis­ter­schaft ha­ben wir noch nicht ganz aus den Au­gen ver­lo­ren“, heißt es da. Und zu­min­dest die ers­te Aus­sa­ge stimmt, denn vor dem Gast­spiel des am­tie­ren­den deut­schen Meis­ters Ra­tin­gen am kom­men­den Sonntag (10. Ju­li, ab 11 Uhr) am Mär­chen­ring hat der TC Rüppurr in der Ta­bel­le der Ten­nis-Bun­des­li­ga der Frau­en als Zwei­ter ei­nen wirk­lich üp­pi­gen Vor­sprung vor dem ein­zi­gen Ver­fol­ger. Der TCR hat 8:2 Punk­te auf dem Kon­to, die Ra­tin­ge­rin­nen 6:4. Bei Punkt­gleich­heit ent­schei­det aber nicht der di­rek­te Ver­gleich der bei­den Clubs son­dern das Match­ver­hält­nis. Und da lie­gen die Ba­de­ner mit 30:15 deut­lich vor­ne, die Gäs­te kom­men nur auf 24:21. Im Kl­ar­text: Die Mann­schaft von Te­am­ma­na­ger Mar­kus Schur könn­te sich theo­re­tisch so­gar ei­ne 2:7 Nie­der­la­ge auf ei­ge­nem Platz er­lau­ben und wä­re trotz­dem Vi­ze­meis­ter. Erst bei ei­nem 1:8 oder 0:9 müss­te man sich noch von Platz zwei ver­ab­schie­den. Doch an­ge­sichts der Am­bi­tio­nen des TC Rüppurr ist solch ei­ne Kon­stel­la­ti­on kaum vor­stell­bar. Im Ge­gen­teil, man will den Ti­tel ja nicht „ab­schen­ken“, son­dern ver­su­chen, die win­zi­ge Chan­ce zu nut­zen, die man noch hat. Aber na­tür­lich hat man es nur zum Teil selbst in der Hand, am län­ge­ren He­bel sit­zen die Re­gens­bur­ge­rin­nen. Die ha­ben sich mit fünf Sie­gen in fünf Spie­len ei­ne idea­le Aus­gangs­po­si­ti­on für das Sai­son­fi­na­le bei DTV Han­no­ver ver­schafft. Zwei Zäh­ler liegt man vor dem TC Rüppurr, auch das Match­ver­hält­nis (32:13) ist über­ra­gend. Da­mit der Traum vom Ti­tel sich für den TC Rüppurr doch noch er­fül­len kann, müs­sen al­so zwei Din­ge zu­sam­men­kom­men: Der ba­di­sche Bun­des­li­gist muss ge­gen Ra­tin­gen deut­lich ge­win­nen und Han­no­ver sich gleich­zei­tig ge­gen den Spit­zen­rei­ter durch­set­zen. Dann wä­re ein „Platz­tausch“an der Ta­bel­len­spit­ze über das Match­ver­hät­nis tat­säch­lich mög­lich.

Sonntag, 10. Ju­li, 11 Uhr: TCR – Ra­tin­gen

Han­no­ver braucht, um den Ab­stieg zu ver­mei­den, zwei Punk­te, da der Ta­bel­len­sechs­te Wal­dau Stutt­gart ein Heim­spiel ge­gen das punkt­lo­se Schluss­licht Mo­ers hat und mit ei­nem Sieg in je­dem Fall an Han­no­ver vor­bei zieht, falls die DTV-Spie­le­rin­nen ver­lie­ren. Auf ge­nau die­se Kon­stel­la­ti­on setzt man in Rüppurr: Han­no­ver muss un­be­dingt ge­win­nen, um in der Bun­des­li­ga zu blei­ben. An­ge­sichts der star­ken Team­lis­te der Re­gens­bur­ger ei­ne ziem­lich il­lu­so­ri­sche Vor­stel­lung. Doch die Hoff­nung stirbt zu­letzt: In Han­no­ver ge­nau­so wie in Rüppurr.

„Dau­er­bren­ner“im Team des TC Rüppurr: An­ne Schä­fer hat wie die Bel­gie­rin Kirs­ten Flip­kens in bis­her al­len fünf Bun­des­li­ga-Spie­len mit­ge­wirkt, und hol­te vier Ein­zel- und zwei Dop­pel­sie­ge. Fo­to: GES/Prang

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