Ha­mil­ton vor Ros­berg

For­mel 1: „Sil­ber­pfeil“Ros­berg Zwei­ter im Qua­li­fy­ing hin­ter Ha­mil­ton

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Mar­tin Mora­vec

For­mel-1-Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton (Mer­ce­des) hat sich die Po­le Po­si­ti­on für sei­nen Heim-Grand-Prix in Sil­vers­to­ne ge­si­chert. Der En­glän­der dreh­te im Qua­li­fy­ing ges­tern die schnells­te Run­de und ver­wies Team­kol­le­ge Ni­co Ros­berg auf Rang zwei. Red-Bull-Pi­lot Max Ver­stap­pen steht beim heu­ti­gen Ren­nen (14 Uhr/ RTL) auf dem drit­ten Start­platz.

Auf den letz­ten Drü­cker hat Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton sei­nem Mer­ce­des­S­tall­ri­va­len Ni­co Ros­berg noch die Po­le Po­si­ti­on für den Grand Prix von Groß­bri­tan­ni­en weg­ge­schnappt. Der Bri­te si­cher­te sich nach Strei­chung sei­ner ur­sprüng­lich schnells­ten Zeit doch noch Start­platz eins für sein For­mel-1-Heim­spiel und ver­wies den deut­schen WM-Spit­zen­rei­ter auf Rang zwei. „Ich hat­te gro­ßen Druck vor mei­ner letz­ten Run­de. Ich wuss­te, ich konn­te die Jungs nicht hän­gen las­sen“, sag­te der Bri­te nach der 55. Po­le sei­ner Kar­rie­re und der sechs­ten in die­ser Sai­son. Al­les an­de­re als zu­frie­den war Ros­berg nach dem Ver­pas­sen der Po­le. „Es war nicht mein bes­ter Tag, Le­wis war ein­fach bes­ser“, re­sü­mier­te er. Drit­ter wur­de Re­dBull-Pi­lot Max Ver­stap­pen. Nach der Qua­li­fi­ka­ti­on wur­de Ros­berg al­ler­dings zu den Renn­kom­mis­sa­ren zi­tiert. Er ha­be an­geb­lich ge­gen Tem­po­vor­ga­ben wäh­rend der Qua­li­fi­ka­ti­on

Heu­te, 14 Uhr: RTL: GP von Groß­bri­tan­ni­en

ver­sto­ßen, so der An­fangs­ver­dacht. Die Renn­kom­mis­sa­re be­zo­gen sich auf Ar­ti­kel 27.5 der sport­li­chen Re­gu­la­ri­en. Sie er­kann­ten nach ei­ner ein­ge­hen­den Un­ter­su­chung aber kei­nen Re­gel­ver­stoß und Ros­berg er­hielt kei­ne Stra­fe. Ha­mil­ton ge­riet in der Schluss­pha­se der Qua­li­fi­ka­ti­on un­ter Zug­zwang, nach­dem ihm sei­ne stärks­te Run­den­zeit ge­stri­chen wur­de. „Es war nicht die sau­bers­te Ses­si­on“, sag­te Ha­mil­ton, nach­dem sein Wa­gen in Kur­ve neun leicht über den Bord­stein ge­tra­gen wur­de. Da­für muss­te der Bri­te die An­nul­lie­rung sei­ner bis da­to bes­ten Zeit hin­neh­men. „Man könn­te es von Le­wis“Sei­te et­was we­ni­ger eng ma­chen und uns we­ni­ger Herz­klop­fen be­rei­ten“, sag­te Team­auf­sichts­rat Ni­ki Lau­da bei RTL, der nach der Ver­schär­fung des Ver­hal­tens­ko­dex für die bei­den ver­krach­ten Sil­ber­pfeil-Pi­lo­ten hofft, dass sie heu­te (14 Uhr/RTL) „nor­mal durch die ers­te Kur­ve kom­men.“Se­bas­ti­an Vet­tel fuhr nur auf Rang sechs. We­gen ei­nes un­er­laub­ten Ge­trie­be­wech­sels muss der Fer­ra­ri-Star aber fünf Plät­ze wei­ter hin­ten star­ten. „Ich ha­be auf der ers­ten Run­de ei­nen Rie­sen­feh­ler ge­habt“, er­klär­te er. „Das Au­to war gut, wir ha­ben mehr raus­ge­holt, als drin war. “Force-In- dia-Mann Ni­co Hül­ken­berg schloss die K.o.Aus­schei­dung als Ne­un­ter ab. Nach dem Kri­sen­ge­spräch mit Mo­tor­sport­chef Toto Wolff sieht Ha­mil­ton sei­ne Ri­va­li­tät mit Ros­berg auf ei­ner neu­en Grund­la­ge. „Wir sind nicht die bes­ten Freun­de. Wir wer­den un­se­re Aufs und Abs wei­ter ha­ben, und un­ser letz­tes Ren­nen war ganz be­stimmt un­ser Ab“, zi­tier­ten bri­ti­sche Me­di­en Ha­mil­ton. Zu­vor hät­ten sie sich re­gel­recht tö­ten wol­len, so Ha­mil­ton. Nach den ers­ten fünf Grand Prix lag Ha­mil­ton schon 43 Punk­te hin­ter Ros­berg. Vor dem zehn­ten Sai­son­ren­nen hat er nur noch elf Zäh­ler Rück­stand auf den WM-Spit­zen­rei­ter und könn­te heu­te die WM-Füh­rung über­neh­men.

Wech­sel an der Spit­ze? Le­wis Ha­mil­ton könn­te heu­te zum ers­ten Mal in die­ser Sai­son die Füh­rung in der For­mel 1-Wer­tung über­neh­men. Der Bri­te fuhr bei sei­nem „Heim­ren­nen“in Sil­vers­to­ne die bes­te Zeit im Qua­li­fy­ing und star­tet vor Team­kol­le­ge Ni­co Ros­berg von der Po­le Po­si­ti­on. Fo­to: avs

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