Bar­ba­ra Meh­nert: ibz-Vor­sit­zen­de setzt sich für To­le­ranz ein

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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Bar­ba­ra Meh­nert | Vor­sit­zen­de In­ter­na­tio­na­les Be­geg­nungs­zen­trum Tho­mas Liebs­cher

Schu­len sind auf uns zu­ge­kom­men für die Be­glei­tung von jun­gen Flücht­lin­gen und Mi­gran­tin­nen durch gleich­alt­ri­ge Eh­ren­amt­li­che. Und wir hat­ten Kon­takt zu Stu­den­ten, die ge­nau in der Flücht­lings­hil­fe tä­tig sein woll­ten. So ist das neue Pro­jekt ’Per­spec­tive now!’ ent­stan­den, das bei uns im ibz an­ge­sie­delt ist, wo die Ver­mitt­lung pas­siert“, be­rich­tet Bar­ba­ra Meh­nert. Für die Vor­sit­zen­de des In­ter­na­tio­na­len Be­geg­nungs­zen­trums Karls­ru­he (ibz) ist das Tan­dem-Pro­jekt ein gu­tes Bei­spiel, wie das seit 20 Jah­ren be­ste­hen­de Haus auf Her­aus­for­de­run­gen re­agiert und da­mit die al­ten und zugleich ak­tu­el­le Zie­le ver­folgt. In den vier Stock­wer­ken ei­ner al­ten Ka­ser­ne an der Kai­ser­al­lee fin­det sich Raum für dop­pel­te Be­geg­nung: Zum ei­nen für die Haus­ver­ei­ne – wie tür­ki­sche, ira­ni­sche, deutsch­spa­ni­sche oder deutsch-kroa­ti­sche Grup­pen –, zum an­de­ren für die Mie­ter un­ter­ein­an­der so­wie vie­le of­fe­ne ibz-Ver­an­stal­tun­gen oder re­gel­mä­ßi­ge In­te­gra­ti­ons­pro­jek­te. Da­zu ge­hö­ren bei­spiels­wei­se ein Frau­en­ca­fé, Will­kom­mens­nach­mit­ta­ge, das Pro­jekt „sprecht mit­ein­an­der“oder die trans­kul­tu­rel­le Thea­ter­grup­pe. Das als Ver­ein mit vie­len öf­fent­li­chen Trä­gern or­ga­ni­siert und von der Stadt un­ter­stütz­te ibz schafft zu­dem die pas­sen­de At­mo­sphä­re in den Räu­men – oder im Frei­en, wie ges­tern beim „Fest der Völ­ker­ver­stän­di­gung“auf dem Ste­phans­platz. „Das Mit­ein­an­der von Zu­ge­wan­der­ten und Karls­ru­hern ha­be ich schon als Kind ganz in­ten­siv er­lebt in der Süd­stadt. Da war es bei Ge­burts­ta­gen selbst­ver­ständ­lich bei ita­lie­ni­schen, spa­ni­schen oder tür­kischen Fa­mi­li­en zu sein.“Bar­ba­ra Meh­nert hat spä­ter als So­zi­al­ar­bei­te­rin bei der Stadt oder in der Ju­gend­hil­fe der AWO (Ar­bei­ter­wohl­fahrt) wie­der den Kon­takt zu vie­len Mi­lieus ge­habt – die heu­ti­ge Ge­schäfts­be­reichs­lei­te­rin bei dem frei­en Wohl­fahrts­ver­band weiß, auf wen man zu­geht, wenn der in­ter­kul­tu­rel­le Dia­log ge­pflegt wird. „Das ibz bringt sich auch po­li­tisch ein für ei­ne welt­of­fe­ne, to­le­ran­te und viel­fäl­ti­ge Ge­sell­schaft – auf der Ba­sis un­se­res Grund­ge­set­zes und der Men­schen­rech­te“, be­tont Meh­nert. Es gibt zwei Ge­schäfts­füh­re­rin­nen im ibz, aber die ers­te Frau des mehr­köp­fi­gen Vor­stands schwebt nicht als fer­ne Re­prä­sen­tan­tin über al­lem. Sie ist mit da­bei bei vie­len Ver­an­stal­tun­gen des Hau­ses weiß, wo ak­tu­ell et­was in­tern zu klä­ren ist und kennt auch Wün­sche von Grup­pen, die eben­falls gern un­ter die­ses Dach woll­ten. Als Schatz­meis­te­rin der Karls­ru­her SPD und beim Ver­ein Zi­vil­cou­ra­ge, der das rich­ti­ge Ver­hal­ten bei Ge­walt in der Öf­fent­lich­keit schult, hat Meh­nert wei­te­re Eh­ren­äm­ter. „Den Sonn­tag ver­su­che ich aber von Ver­pflich­tun­gen frei zu hal­ten. Es ist der Tag um Part­ner­schaft und Freund­schaf­ten zu pfle­gen. Ich le­se viel und neh­me mir die Zeit zum Träu­men.“Mit viel kul­tu­rel­ler Neu­gier samt po­li­ti­scher Wach­heit hat die nach­denk­li­che Frau „traum­haf­te“asia­ti­sche Län­der be­reist und schät­zen ge­lernt. In ih­rer Hei­mat­stadt geht sie gern in Thea­ter, mag das Bal­lett am Staats­thea­ter und hat sich dort zu­letzt köst­lich über das Mu­si­cal „Spa­ma­lot“amü­siert.

Fo­to: Ar­tis

Bar­ba­ra Meh­nert setzt sich tat­kräf­tig für das ibz Karls­ru­he ein. Hin­ter den drei far­bi­gen Buch­sta­ben mit der Welt­ku­gel steckt das In­ter­na­tio­na­le Be­geg­nungs­zen­trum. Sie ist die Vor­sit­zen­de des Trä­ger­ver­eins.

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