An Klas­si­kern hat man lan­ge Freu­de

Aber auch Ehe­rin­ge ge­hen mit der Mo­de – auch Rin­ge aus Ke­ra­mik oder Titan sind zu ha­ben

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Sie sol­len ein Le­ben lang hal­ten – wie die Ehe auch. Sucht man sich al­so beim Ehe­ring et­was Zeit­lo­ses? Oder lässt man sich auf ak­tu­el­le Schmuck­trends ein? Was Ma­te­ria­li­en und Far­ben be­trifft, geht die Mo­de an den Ehe­rin­gen je­den­falls nicht vor­bei. Für Ro­ger Wald­herr von der Deut­schen Schmuck und Uh­ren Gm­bH (DSU) ste­hen der­zeit ein­deu­tig schlich­te Rin­ge im Fo­kus, vor al­lem in Gelb- und Ro­sé­gold. Zu­vor wa­ren jah­re­lang mehr­far­bi­ge Rin­ge an­ge­sagt, jetzt ge­he es aber wie­der in Rich­tung uni­far­be­ner Mo­del­le. Das Ro­sé­gold sei al­ler­sind dings nicht mehr so rot wie noch vor kur­zem, son­dern ten­die­re mehr ins Apri­cot­far­be­ne. Auch Weiß­gold sei ge­fragt, sagt Wald­herr. Rai­ner Fein vom Zentralverband der Deut­schen Gold­schmie­de, Sil­ber­schmie­de und Ju­we­lie­re sieht ei­ne Ten­denz zu Rin­gen mit hö­he­rem An­teil von Fein­gold. Das lie­ge auch dar­an, dass die Ver­fah­ren bes­ser ge­wor­den sei­en, um sol­che Le­gie­run­gen an­zu­bie­ten. Frü­her wä­re ein Ring mit ho­hem Fein­gold­an­teil zu weich ge­we­sen. Gold und Pla­tin sei­en am stärks­ten nach­ge­fragt – und be­we­gen sich preis­lich auf ei­nem ähn­li­chen Ni­veau, er­zählt Fein. Aber auch eher un­ge­wöhn­li­che Ma­te­ria­li­en sind zu ha­ben. Auf der Schmuck­mes­se In­hor­gen­ta in Mün­chen war et­wa Kar­bon zu se­hen. Wald­herr be­rich­tet zu­dem von Ke­ra­mik und Titan. Es wer­de auch Gold mit Ke­ra­mik ge­mischt. Er fin­det aber: „Je klas­si­scher, je kla­rer Sie es kau­fen, des­to län­ger ha­ben Sie Freu­de dar­an.“Bei aus­ge­fal­le­nen Rin­gen be­ste­he das Ri­si­ko, sich an ih­nen satt zu se­hen. Wie­der ein The­ma po­lier­te Rin­ge – sie wa­ren für Män­ner lan­ge Zeit ein No-go, er­zählt Wald­herr. Auch Or­na­men­te las­sen sich auf den Ring brin­gen – et­wa in­dem Weiß­gold, Gelb­gold und Rot mit­ein­an­der ver­mischt wer­den, er­zählt Fein. Aber: Wer den Ring je­den Tag trägt – wie es beim Ehe­ring nun ein­mal der Nor­mal­fall ist –, muss da­mit rech­nen, dass die Flä­che mit der Zeit et­was mat­tiert, die Far­ben des Or­na­ments un­ter­schei­den sich dann nicht mehr so stark. Bei den Gra­vu­ren darf es so­gar die ei­ge­ne Hand­schrift sein – dank La­ser­tech­nik oder ei­nem sehr gu­ten Gra­veur ist das mög­lich. Auch der Fin­ger­ab­druck las­se sich in den Ring la­sern. Klas­si­ker un­ter den Gra­vu­ren sind aber na­tür­lich die Na­men des Ehe­paa­res und das Hoch­zeits­da­tum. Un­ter den St­ei­nen ist der Dia­mant der Klas­si­ker, sagt Fein. Für Män­ner darf es auch ein schwar­zer Dia­mant sein. Oft­mals fin­de sich der St­ein aber gar nicht auf dem ei­gent­li­chen Trau­ring, er­zählt Wald­herr. Statt­des­sen neh­men Frau­en ei­nen so­ge­nann­ten Me­moi­reRing se­pa­rat zum Trau­ring. Dort kön­nen meh­re­re St­ei­ne die Auf­merk­sam­keit auf sich zie­hen. Da­zu passt, dass die Ex­per­ten von der In­hor­gen­ta den Trend zum „St­acking“be­ob­ach­ten, al­so zum Sta­peln von Rin­gen an ei­nem Fin­ger. Ehe­ring und Me­moi­re-Ring – oder auch der Ver­lo­bungs­ring – wer­den ein­fach zu­sam­men­ge­steckt.

Fo­to: DSU/SIC/ Fi­scher

Fo­to: DSU/SIC/ Fi­scher

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.