Ein dop­pel­ter Grund zum Fei­ern

Zwei Teams des SV Ulm schaf­fen Auf­stieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Micha­el Höl­le

Or­dent­lich was zum Fei­ern hat­te der SV Ulm in den ver­gan­ge­nen Wo­chen, denn bei­den Se­nio­ren-Teams ge­lang der Auf­stieg. Und das je­weils in be­ein­dru­cken­der Ma­nier. Die ers­te Mann­schaft hol­te 83 von 90 mög­li­chen Punk­ten in der Süd­staf­fel der Kreis­klas­se A. Wahr­lich ein stol­zer Wert, nur noch über­trof­fen von ei­ner Elf aus dem ei­ge­nen Haus. Die zwei­te Mann­schaft über­stand die kom­plet­te Sai­son als ein­zi­ges Team im Fuß­ball­kreis oh­ne Nie­der­la­ge und nimmt künf­tig den Platz der „Ers­ten“in der A-Klas­se ein. „Tol­le Jungs“, wird Fuß­ball-Ab­tei­lungs­lei­ter Jo­chen Ei­se­le nicht mü­de, die Cha­rak­ter­stär­ke sei­ner Teams zu lo­ben. „Die ha­ben wirk­lich im­mer Gas ge­ge­ben.“ Und zwar so viel, dass we­der ein zeit­wei­ses La­za­rett an Ver­letz­ten noch die Nie­der­la­ge zu Be­ginn die­ses Jah­res ge­gen den här­tes­ten Wi­der­sa­cher SV Obe­r­a­chern II die Elf aus dem Tritt brach­te. Ganz im Ge­gen­teil: Nach die­ser Plei­te ge­wan­nen die Ul­mer al­le zehn ver­blei­ben­den Par­ti­en. „Al­le wa­ren so heiß auf den Ti­tel und wuss­ten, dass sie da­für hart ar­bei­ten müs­sen“, so Ei­se­le. Der Lohn: Am En­de der Sai­son steht der SV Ulm in prak­tisch je­der Sta­tis­tik vor­ne. Ste­ven Mül­ler si­cher­te sich die Tor­jä­ger­kro­ne mit 34 Tref­fern. Und mit Oli­ver Ernst (16), Be­ne­dikt Wis­ser (14), Da­vid Fried­mann (11) und Jo­na­than Wis­ser (11) tra­fen vier wei­te­re Ak­teu­re zwei­stel­lig. Auch in Sa­chen Fair­ness konn­te dem Kol­lek­tiv von Trai­ner Rolf Ernst kei­ner das Was­ser rei­chen. Ein­mal Gelb-Rot so­wie le­dig­lich 32 gel­be Kar­tons do­ku­men­tie­ren dies. „Deut­lich we­ni­ger Fouls ge­gen uns“, nennt der Fuß­ball­chef als ei­nes der Din­ge, auf die er sich in der Be­zirks­li­ga be­son­ders freut. Da­ne­ben lo­cken vor al­lem die zahl­rei­chen Der­bys, et­wa ge­gen Lo­kal­ri­va­le Rhein­gold Lich­ten­au oder den SV Wei­tenung. „Obers­tes Ziel ist der Klas­sen­er­halt“, macht Jo­chen Ei­se­le deut­lich und er­gänzt: „Wer meint, es läuft so wei­ter, ist völ­lig fehl am Platz.“Bis­her schon ha­be man sich Stück für Stück wei­ter­ent­wi­ckelt. „Dar­an än­dert sich auch jetzt nichts.“Denn letzt­end­lich sei der Dop­pel­auf­stieg der Lohn für die ver­gan­ge­nen Jah­re. „Wir ha­ben viel Zeit in die gu­te Aus­bil­dung un­se­res Nach­wuch­ses in­ves­tiert und das zahlt sich jetzt aus“, er­klärt er. Der größ­te Er­folg der Ver­eins­ge­schich­te re­sul­tiert in ers­ter Li­nie aus der gut funk­tio­nie­ren­den Ju­gend­ab­tei­lung. Le­dig­lich zwei Spie­ler des Meis­ter­ka­ders ent­stam­men nicht dem ei­ge­nen Ta­l­ent­schup­pen. „Na­tür­lich be­kom­men wir nicht je­des Jahr vier, fünf Su­perra­ke­ten raus. Aber kon­ti­nu­ier­lich rü­cken im­mer ei­ni­ge Ei­gen­ge­wäch­se mit Po­ten­zi­al nach“, freut sich Jo­chen Ei­se­le. In die­sem Som­mer ist es aber­mals ei­ne Hand­voll. Und jetzt kehrt mit Björn Burst zu­sätz­lich ein Ehe­ma­li­ger zu­rück. Er war zu­letzt beim Ver­bands­li­gis­ten SV Büh­ler­tal ak­tiv. Und wer weiß: Viel­leicht hat der SV Ulm bald wie­der Grund zum Fei­ern.

Ste­ven Mül­ler (rechts) ist der er­folg­reichs­te Tor­jä­ger des SV Ulm – gleich 34 Tref­fer gin­gen in die­ser Sai­son auf sein Kon­to. Da­mit hat­te er gro­ßen An­teil am Auf­stieg sei­nes Teams in die Be­zirks­li­ga. Fo­to: Steue­rer

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