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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Ww

Re­spekt, Herr Beck. Der ge­nia­le Gnie­del-Gu­ru mit der Ron­nie-Wood-Fri­sur, der 1965 als Nach­fol­ger Eric Clap­tons zu den Yard­birs ging und seit fünf De­ka­den ei­nen Ruf als bahn­bre­chen­der Gi­tar­rist ge­nießt, hat auch im ho­hen Al­ter von 72 Jah­ren noch im­mer Lust auf Ex­pe­ri­men­te. Auf der Ge­burts­tags­par­ty von Queen-Drum­mer Ro­ger Tay­lor traf er un­längst zwei wil­de jun­ge Frau­en aus Lon­don: Die Sän­ge­rin Ro­sie Bo­nes und die Gi­tar­ris­tin Car­men Van­den­berg. „Sie lu­den mich zu ei­ner ih­rer Shows ein und es hat mich ein­fach um­ge­hau­en“, er­in­nert sich Jeff Beck. „Da­nach setz­ten wir uns bei ei­ner Kis­te Pro­sec­co zu­sam­men und ka­men di­rekt zur Sa­che. Al­lei­ne in den ers­ten drei Ta­gen ent- stan­den fünf Songs.“Letzt­lich wur­de das Al­bum „Loud Hai­ler“(Rhi­no/War­ner) dar­aus, auf neun der elf Songs ist Ro­sie Bo­nes als Sän­ge­rin zu hö­ren, un­ter an­de­rem auf dem be­droh­li­chen Er­öff­nungs­stück „The Re­vo­lu­ti­on Will Be Te­le­vi­sed“, der nach­denk­li­chen Bal­la­de „Sca­red For The Child­ren“, dem fun­ki­gen „O.I.L.“oder dem ru­hi­gen „Shri­ne“. Zwei ty­pi­sche In­stru­men­tal­stü­cke des ewig jun­gen Sai­ten­vir­tuo­sen run­den das Al­bum ab, das kein biss­chen alt­mo­disch klingt, son­dern sehr er­fri­schend und bis­wei­len rich­tig frech. Und über al­lem steht na­tür­lich die nach wie vor ein­zig­ar­ti­ge Gi­tar­ren­kunst des Meis­ters. Jeff Beck, Loud Hai­ler

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