Ei­ne kom­plett ent­spann­te Saison

We­gen Li­ga-Auf­sto­ckung kei­ne Ab­stei­ger

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Peter Tre­bing

Völ­lig ent­spannt kann der ASV Grün­wet ters­bach in sei­ne zwei­te Saison in der Tisch­ten­nis-Bun­des­li­ga ge­hen, die für die Ba­de­ner am Sonn­tag, 28. Au­gust, mit dem Gast­spiel beim TTC Schwal­be Berg­neu­stadt be­ginnt. Noch vor den ers­ten Ball­wech­seln ist näm­lich si­cher, dass sich das The­ma Ab­stiegs­kampf für Mo­ri­zo­no und Co be­reits er­le­digt hat. Grund: Die Bun­des­li­ga wird nach der Saison 2016/17 auf­ge­stockt und soll ab der Run­de 2017/18 mit dann zwölf Mann­schaf­ten sport­lich und fi­nan­zi­ell at­trak­ti­ver wer­den. Und dies hat zur Kon­se­quenz, dass die ak­tu­el­len neun Clubs plus drei Auf­stei­ger dann die mo­di­fi­zier­te Eli­te­klas­se im deut­schen Tisch­ten­nis bil­den wer­den. Das wohl wich­tigs­te Ar­gu­ment für die Ver­grö­ße­rung der Bun­des­li­ga ist die Stei­ge­rung der An­zahl an Heim­spie­len, die dann je­der Club als si­che­re Ein­nah­me­quel­le ein­pla­nen kann. Da­durch kann die Re­fi­nan­zie­rung ei­ner Saison bes­ser ab­ge­si­chert wer­den. Und den Zweit­li­gis­ten, die sich oft zie­ren, ihr Auf­stiegs­recht wahr­zu­neh­men, kommt man eben­falls deut­lich ent­ge­gen: Die fi­nan­zi­el­len Hür­den wer­den nied­ri­ger, weil die TTBL (Tisch­ten­nis-Bun­des­li­ga) die Li­zenz­ge­büh­ren für die Auf­stei­ger im ers­ten Jahr der Bun­des­li­ga-Zu­ge­hö­rig­keit re­du­ziert. Im Kl­ar­text: Nach der kom­men­den Saison sol­len die drei best­plat­zier­ten Zweit­li­gis­ten auf­stei­gen, um die an­ge­streb­te Soll­stär­ke von zwölf Clubs zu er­rei­chen. Und da­mit kann der ASV Grün­wet­ters­bach sport­lich von min­des­tens zwei wei­te­ren Jah­ren in der höchs­ten Spiel­klas­se aus­ge­hen, wenn man die Li­ga fi­nan­zi­ell wei­ter stem­men kann. Ei­ne be­ru­hi­gen­de Per­spek­ti­ve, wenn man die ver­gan­ge­ne Saison als Maß­stab nimmt. Denn die ver­lief al­les an­de­re als gut für den Neu­ling. „Ge­kom­men um zu blei­ben“hat­te man sich zum Mot­to ge­nom­men, doch die Fak­ten spra­chen sehr schnell ei­ne an­de­re Spra­che. Drei Sie­ge und 15 Nie­der­la­gen be­deu­te­ten am En­de sechs Punk­te und Platz zehn. Sport­lich war der Ab­stieg be­sie­gelt, doch der Auf­stiegs­ver­zicht der qua­li­fi­zier­ten Zweit­li­gis­ten und der Rück­zug des TTC Ha­gen sorg­ten für die Ret­tung durch die Hin­ter­tü­re. Der ASV blieb erst­klas­sig.

Grün­wet­ters­bach auch 2017/18 si­cher da­bei

Doch wie be­reits er­wähnt – dies­mal muss man in Grün­wet­ters­bach um den Klas­sen­er­halt nicht ban­gen. Die Mann­schaft, die mit Ma­sa­ta­ka Mo­ri­zo­no und Qiu Dang auf den Po­si­tio­nen eins und drei ver­stärkt wur­de, kann oh­ne je­den Druck in die 18 Li­ga-Spie­le ge­hen. Al­va­ro Ro­bles (2) und Sa­mu­el Wal­ker (4) ge­hö­ren wei­ter zur ers­ten Mann­schaft des ASV, Jan Zi­brat wech­sel­te zur „Zwei­ten“. Und Jo­ao Ge­ral­do spielt nach ei­ner ent­täu­schen­den Run­de künf­tig für den Li­ga-Kon­kur­ren­ten TTF Och­sen­hau­sen. Ei­nen Wech­sel gab es auch in der „sport­li­chen Re­gie“: Ra­de Mar­ko­vic und Achim Krä­mer tausch­ten ih­re Zu­stän­dig­kei­ten – Mar­ko­vic ist jetzt Trai­ner, Krä­mer sport­li­cher Lei­ter des Bun­des­li­ga-Teams. Und das hat jetzt ge­nug Zeit und Ru­he, sich die nö­ti­ge Erst­li­ga-Er­fah­rung zu ver­schaf­fen, die in der ver­gan­ge­nen Run­de in ent­schei­den­den Si­tua­tio­nen ge­fehlt hat.

Oh­ne Er­folgs­druck kann Al­va­ro Ro­bles mit dem ASV Grün­wet­ters­bach in die zwei­te Bun­des­li­ga-Saison ge­hen. Da die TTBL be­schlos­sen hat, die Klas­se 2017 Jahr auf zwölf Ver­ei­ne auf­zu­sto­cken, ha­ben die neun ak­tu­el­len Erst­li­gis­ten kei­ne Ab­stiegs­sor­gen. Drei Zweit­li­gis­ten sol­len die neue Li­ga kom­plet­tie­ren. Foto: GES/Hurst

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