Feu­er­tanz im Som­mer­re­gen

Auf der Kul­tur­büh­ne gibt es ein bun­tes und ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DAS FEST - Mar­cel Win­ter

Ganz hin­ten auf dem „Fest“-Ge­län­de, qua­si in der letz­ten Ecke der Gün­therK­lotz-An­la­ge – noch hin­ter dem See und der Feld­büh­ne – ist beim „Fest“die Klein­kunst zu Hau­se. Das ist räum­lich et­was am Ran­de – und doch ste­hen dort vie­le im Mit­tel­punkt. Die Künst­ler sind zum Grei­fen na­he, das Pu­bli­kum darf auch mal selbst mit­ma­chen. Und so war die Kul­tur­büh­ne, die in die­sem Jahr ein be­son­ders um­fang­rei­ches Pro­gramm bie­tet, ges­tern Mit­tag auch An­zie­hungs­punkt für vie­le Fa­mi­li­en, die sich vom bun­ten Pro­gramm bei strah­len­dem Son­nen­schein un­ter­hal­ten lie­ßen. Der Frei­tag hat­te we­gen des Re­gens ver­gleichs­wei­se zu­schau­er­arm be­gon­nen. Den­noch lie­ßen sich das Frei­bur­ger Klein­kunst­Duo „Abend­brot mit Pum­per­ni­ckel“und der Stand-Up-Co­me­di­an Ole Leh­mann vom mä­ßi­gen Wet­ter nicht be­ir­ren und bo­ten un­ter­halt­sa­me Auf­trit­te. Die an­schlie­ßen­de Ro­ckMe­tal-Feu­er­show der Ar­tis­tin Ve­re­na Rau ließ vie­le auf dem Nach­hau­se­weg von der Haupt­büh­ne noch ein we­nig zu har­ten Gi­tar­ren­riffs im Som­mer­re­gen tan­zen. Selbst am spä­ten Abend sprang der Fun­ken von der Büh­ne auf das Pu­bli­kum über. Mit­ma­chen war auch ges­tern er­wünscht. Ins­be­son­de­re die Klei­nen ka­men auf ih­re Kos­ten – di­rekt ne­ben dem Fa­mi­li­en­be­reich, wo die Kin­der zu­erst to­ben und sich dann bei den Pro­gramm­punk­ten et­was er­ho­len konn­ten. Duo-Akro­ba­tik mit „AquaFor­te“, ei­ne Zau­ber­show mit Micha­el Kühn, Come­dy und Poe­try-Slam – ra­sant füll­ten sich vor der Büh­ne die Stüh­le. Es wur­de mit­ge­macht und mit­ge­klatscht. Dass auch ei­ne ru­hi­ge, poe­ti­sche Dar­bie­tung be­geis­tern kann, zeig­te der ja­pa­ni­sche Tän­zer Ha­ya­to Ya­ma­gu­chi ali­as Ha­ya­ton­nu, der auch heu­te um 14.30 und 17.30 Uhr auf­tre­ten soll. Schließ­lich stan­den noch die „Schlag­zeug­ma­fia“, die „Lan­ge Nacht der kur­zen Stü­cke“und „Mi­ki­ens Feu­er­show“auf dem Pro­gramm. So zeig­te sich wie­der ein­mal: Klein­kunst ist beim „Fest“nicht nur da­bei, son­dern mit­ten­drin, un­ter­halt­sam und ab­wechs­lungs­reich. Vor al­lem aber ist für je­den et­was da­bei – und das ganz oh­ne Ein­tritts­kar­te. Wei­ter geht es auf der Kul­tur­büh­ne heu­te ab 13 Uhr (sie­he „Das Fest am Sonn­tag“). Auch ne­ben der Büh­ne sind ei­ni­ge Hö­he­punk­te ge­bo­ten. Für Kin­der gibt es be­reits ab 12.30 Uhr Unterhaltung mit Stan­gen­a­kro­ba­tik, es fol­gen un­ter an­de­rem die „Die Her­de der Ma­schi­nen­we­sen“und der Zau­be­rer Micha­el Kühn, der be­reits ges­tern Groß und Klein in sei­nen Bann zog.

Klein­kunst vom Feins­ten ist auf und ne­ben der Kul­tur­büh­ne ge­bo­ten. Der ja­pa­ni­sche Tän­zer Ha­ya­ton­nu ver­zau­ber­te die Be­su­cher mit sei­ner poe­ti­schen Dar­bie­tung. Fotos (2): Jütt­ner

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