Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter -

Star-Te­nor Jo­nas Kaufmann

(47) hat meis­tens kei­ne Pro­ble­me mit Au­to­gramm- oder Fo­to­wün­schen sei­ner Fans. „Wenn ich in Mün­chen in der Nä­he der Oper nur die Na­se auf die Stra­ße ste­cke, kann ich gleich den Stift zü­cken“, sag­te der Opern­star der „Süd­deut­schen Zei­tung“. „Mir ist es lie­ber, je­mand kommt an den Tisch und fragt, ob er ein Fo­to ma­chen darf, als je­mand macht dies heim­lich vom Nach­bar­tisch aus.“Da ge­he er dann schon mal hin und sa­ge: „Jetzt ha­ben Sie, glau­be ich, ge­nug Fo­tos ge­macht.“Denn viel blö­der sei die­ses Ge­fühl, zu je­der Se­kun­de sei ei­ne Ka­me­ra auf ei­nen ge­rich­tet. Vor kur­zem ha­be ei­ne Frau ihn in ei­nem Lokal ge­be­ten, dass er ih­re Han­dy­hül­le si­gnie­re. „Dann woll­te sie mir noch zei­gen, dass ich ihr Start­bild­schirm auf dem Te­le­fon bin, das sie vor Auf­re­gung aber nicht an­schal­ten konn­te. Ich wüss­te kei­nen Star, dem ich so ver­fal­len wür­de.“

Frau­en­recht­le­rin Ali­ce Schwar­zer

träumt hin und wie­der da­von, Oma zu sein. „Manch­mal den­ke ich, Groß­mut­ter sein wä­re ei­gent­lich ganz nett“, sag­te Schwar­zer dem „Spie­gel“. „Die Kin­der kom­men dann und wann zu Be­such, sind gol­dig, und man ist ge­las­sen.“Dies sei ein „Bom­ben­pos­ten“. Sie ha­be sich in den 70er Jah­ren aber be­wusst ge­gen ein Kind ent­schie­den und be­reue den Ent­schluss nicht, er­gänz­te Schwar­zer. Ih­re Zeit­schrift „Em­ma“wür­de es sonst nicht ge­ben. „Es wä­re zeit­lich gar nicht ge­gan­gen. Es gab ja Pha­sen, in de­nen ich in der Re­dak­ti­on über­nach­tet ha­be.“

Ni­n­or­ta Bah­no aus Sy­ri­en

hat mit Win­zern Crash­kur­se im Wein­berg ge­macht und viel über Re­ben ge­le­sen: Die 26-Jäh­ri­ge fühlt sich auf ihr Amt als neue Wein­kö­ni­gin von Trier gut vor­be­rei­tet. „Ich freue mich im­mer, Neu­es zu ler­nen und zu ver­ste­hen“, sagt Bah­no. Die ara­mä­i­sche Chris­tin, die vor gut drei­ein­halb Jah­ren aus Sy­ri­en ge­flo­hen war, wird am Mitt­woch in Trier zur Wein­kö­ni­gin 2016/2017 ge­kürt. Nach An­ga­ben der Ver­ei­ni­gung der Trier-Ole­wi­ger Win­zer ist Bah­no die ers­te Ge­flüch­te­te, die in Deutsch­land ein sol­ches Amt über­nimmt. „Al­le Flücht­lin­ge, die ich ken­ne, freu­en sich für mich über mein neu­es Amt“, er­zählt die jun­ge Frau, die lieb­li­chen Ries­ling­wein am liebs­ten mag. Bah­no will nicht nur für den Trie­rer Wein wer­ben, son­dern auch für die Kul­tur Sy­ri­ens – und „ei­ne Bot­schaf­te­rin für die In­te­gra­ti­on“wer­den.

Schau­spie­le­rin Jel­la Haa­se

über­legt im­mer noch zu stu­die­ren. „Da­mit ich nicht mein gan­zes Le­ben nur auf die Schau­spie­le­rei fo­kus­sie­re, son­dern noch ei­nen an­de­ren Strang ha­be“, sag­te die 23-Jäh­ri­ge („Fack ju Göh­te“, „Krie­ge­rin“) der Süd­deut­schen Zei­tung. „Ich brau­che Pau­sen, um wie­der Lust am Spie­len zu ent­wi­ckeln“, sag­te Jel­la Haa­se. „Da ist schon oft ein Be­dürf­nis nach Nor­ma­li­tät, nach ei­nem ganz nor­ma­len Stu­den­ten­le­ben.“Ihr Durch­hal­te­ver­mö­gen schätzt sie al­ler­dings be­grenzt ein: „Nach ei­nem hal­ben Jahr wür­de ich aber wahr­schein­lich den­ken: Oh nee, ich will zu­rück ans Set!“Vor zwei Jah­ren hat­te sich Jel­la Haa­se, die in „Fack ju Göh­te“als prol­li­ge Ju­gend­li­che Chan­tal zu se­hen war, an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin in Ge­schich­te, Phi­lo­so­phie und Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft ein­ge­schrie­ben. Sie war dann aber nur zwei Mal da. „Es war auch na­iv zu den­ken, dass ich das ne­ben dem Dre­hen hin­be­kom­me. Trotz­dem ha­be ich da noch ein wei­nen­des Au­ge. Weil ich das wirk­lich ma­chen woll­te – et­was, das ich nur für mich ma­che.“

Fo­to: avs

Zur Uni hat sie es nur zwei Mal ge­schafft: Kurz­zeit­stu­den­tin Jel­la Haa­se.

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