CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Ww

Rho­dos, Grie­chen­land, ir­gend­wann in den Acht­zi­gern. Die über­schau­ba­re In­sel ist die krea­ti­ve Ge­burts­stät­te ei­ner Freund­schaft, wel­che Jah­re spä­ter die Band Cher­ries On A Black­list her­vor­brin­gen soll. An­dre­as, Ge­or­ge und Mil­tos ken­nen sich seit ih­rer Kind­heit, ha­ben ei­ne ge­mein­sa­me Lie­be für Bands der här­te­ren Gan­gart und ver­dien­ten sich ih­re ers­ten Bröt­chen auf der Tou­ris­ten­in­sel. Doch Rho­dos schien zu klein, um die an­ge­stau­te Krea­ti­vi­tät voll aus­spie­len zu kön­nen. Al­le drei Fa­mi­li­en wan­dern nach Deutsch­land aus, dort tref­fen die drei Freun­de den Me­xi­ka­ner Gon­zo: Die Band war ge­bo­ren. „Glo­rious Days“, die zwei­te CD der „Cher­ries“, ver­sprüht Punk-Spi­rit und Ge­schwin­dig­keit. Das in den Ho­rus Sound Studios in Hannover auf­ge­nom­me­ne Al­bum ist zwar nicht wirk­lich ein Kon­zept­al­bum, hat aber durch­aus ei­nen ro­ten Fa­den. In den Tex­ten wer­den Sui­zid­ge­dan­ken von ih­rer Ent­ste­hung bis zur Su­che nach den wah­ren Grün­den auf­ge­ar­bei­tet. Es geht um die Su­che nach dem „War­um“, um Hoff­nungs­lo­sig­keit und um den Ver­fall der Ge­sell­schaft. Mu­si­ka­lisch be­wegt man sich zwi­schen PopPunk und In­die­rock, leicht ge­würzt mit ei­ner Pri­se Hard­core. Am bes­ten sind die ru­hi­gen Songs: Da erst be­merkt man so rich­tig, wie schön die Me­lo­di­en sind. Cher­ries On A Black­list, Glo­rious Days, Bad King­dom Re­cor­ds/Soul­food Mu­sic ★★★✩✩

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