Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - Avs/AFP

Hol­ly­wood-Star Ali­cia Vi­kan­der (27) ist die Mei­nung ih­rer El­tern wich­tig. Sie ge­be ih­nen auch Dreh­bü­cher zu le­sen, mit de­nen sie sich ge­ra­de be­schäf­ti­ge. Da­bei ge­he es aber nicht um de­ren Zu­stim­mung oder Ab­leh­nung, sag­te die dies­jäh­ri­ge Os­car-Ge­win­ne­rin („The Da­nish Girl“) dem „Fo­cus“. „Wel­che Fil­me ich ma­chen will, das klä­re ich schon mit mir selbst ab“, be­ton­te die Schau­spie­le­rin. Der Grund sei, dass sie sehr viel un­ter­wegs sei: „Und das ist ei­ne Mög­lich­keit, mei­ne El­tern an mei­ner Ar­beit et­was teil­ha­ben zu las­sen.“Au­ßer­dem lie­fer­ten ih­re El­tern In­spi­ra­tio­nen: „Das er­gibt sich au­to­ma­tisch, wenn man mit je­man­dem dar­über spricht. Und ich schaue auf zu ih­nen, re­de wirk­lich gern mit ih­nen. Mei­ne Mut­ter ist ja auch Schau­spie­le­rin“, er­klär­te die Schwe­din mit Wahl­hei­mat Lon­don.

Das Hein­rich-Hei­ne-In­sti­tut hat ei­ne fast 200 Jah­re al­te Hand­schrift des Dich­ters er­wor­ben. Der so­ge­nann­te So­net­ten­kranz „Frie­de­ri­ke“ha­be jahr­zehn­te­lang als ver­schol­len ge­gol­ten und sei nun aus Pri­vat­be­sitz bei ei­ner Auk­ti­on in Ber­lin an­ge­bo­ten wor­den, teil­te die Stadt Düs­sel­dorf mit. Das Do­ku­ment sei ei­ne Ra­ri­tät, da aus der frü­hen Schaf­fens­pha­se des Düs­sel­dor­fer Dich­ters (1797-1856) kaum Hand­schrif­ten er­hal­ten ge­blie­ben sei­en. 32 000 Eu­ro ha­be die Ge­sell­schaft mit Un­ter­stüt­zung von zwei För­de­rern da­für be­zahlt. Nach der Re­stau­rie­rung soll das Ma­nu­skript re­gel­mä­ßig in der Aus­stel­lung des In­sti­tuts zu se­hen sein.

Der Künst­ler HA Schult lässt sei­ne „Trash Peop­le“auf ih­rer Rei­se um die Welt Sta­ti­on in Ber­lin ma­chen. Der 77-Jäh­ri­ge stell­te in ei­ner Bau­gru­be ne­ben der Fried­richs­wer­der­schen Kir­che ei­ne Pha­lanx von 300 sei­ner aus Ab­fall ge­fer­tig­ten Fi­gu­ren vor. Sie sol­len die Aus­ge­grenz­ten und Aus­ge­beu­te­ten die­ser Welt sym­bo­li­sie­ren. Die Ak­ti­on sei als Hom­mage an die Architektur des gro­ßen Ber­li­ner Bau­meis­ters Karl Fried­rich Schin­kel ge­dacht, sag­te Schult. „Nach Ak­tio­nen in Mos­kau, bei Pe­king und bei den Py­ra­mi­den von Gi­zeh woll­te ich un­be­dingt mal wie­der in Ber­lin sein.“Die Bau­gru­be ne­ben der letz­ten noch ganz er­hal­te­nen Schin­kel-Kir­che steht un­ter be­son­de­rer Be­ob­ach­tung, weil der Bau von Lu­xus­woh­nun­gen auf der an­de­ren Sei­te zu blei­ben­den Schä­den an dem neu­go­ti­schen Ge­bäu­de ge­führt hat.

Die Schau­spie­le­rin Ja­ne Bir­kin ist auf dem Film­fes­ti­val von Lo­car­no mit ei­nem Gol­de­nen Leo­par­den für ihr Le­bens­werk ge­ehrt wor­den. Die fran­zö­sisch-bri­ti­sche Schau­spie­le­rin ist bei dem Fes­ti­val in der Schwei­zer Stadt im Kurz­film „La fem­me et le TGV“des jun­gen Zü­ri­cher Re­gis­seurs Ti­mo von Gun­ten zu se­hen. Auch zwei äl­te­re Fil­me der eins­ti­gen Le­bens­ge­fähr­tin des fran­zö­si­schen Sän­gers Ser­ge Gains­bourg wer­den auf der Lein­wand ge­zeigt. Das Film­fes­ti­val im Kan­ton Tes­sin war am Mitt­woch er­öff­net wor­den und läuft bis zum 13. Au­gust. Knapp 150000 Zu­schau­er wer­den zu den abend­li­chen Frei­luft-Auf­füh­run­gen auf der Piaz­za Gran­de und den an­de­ren Vor­füh­run­gen er­war­tet. Ins­ge­samt wer­den 250 Fil­me ge­zeigt, da­von 17 im in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werb. Ne­ben Bir­kin wer­den auch Stars wie Har­vey Kei­tel, Isabelle Hup­pert, Bul­le Ogier und Ste­fa­nia Sand­rel­li er­war­tet. Am 11. Au­gust zeigt der bri­ti­sche Film­re­gis­seur Ken Loach sei­nen in Can­nes aus­ge­zeich­ne­ten Film „I, Da­ni­el Bla­ke“.

Gol­de­ner Leo­pard fürs Le­bens­werk: Schau­spie­le­rin Ja­ne Bir­kin in Lo­car­no. Fo­to: avs

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