KSC-Fi­nan­zen mit Über­schuss

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Ob es die Zah­len wa­ren, die Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther da­zu ver­an­lass­ten, die Jah­res­pres­se­kon­fe­renz des KSC vor ei­ni­gen Ta­gen ge­ra­de­zu ly­risch zu er­öff­nen, oder ob das Hes­se-Zi­tat „Jedem An­fang wohnt ein Zau­ber in­ne“, sei­nem neu­en Chef­trai­ner To­mas Oral galt, war so genau nicht aus­zu­ma­chen. Bei den Zah­len, die in den Räu­men von KSCHaupt­spon­sor, dem Mar­ki­sen­her­stel­ler Klai­ber in Forst, der die Blau-Wei­ßen jetzt im sieb­ten Jahr be­glei­tet und sich die­ses En­ga­ge­ment 800 000 Eu­ro per an­no kos­ten lässt, pu­blik wur­den, kann man (für KSC-Ver­hält­nis­se) durch­aus von ei­nem ge­wis­sen „Zau­ber“spre­chen. So wird der Ver­ein sei­nen Mit­glie­dern in der Ver­samm­lung am 25. Sep­tem­ber ei­nen Über­schuss von mehr als zwei Mil­lio­nen Eu­ro ver­kün­den kön­nen. Was vor al­lem durch ei­ne ge­schick­te Trans­fer­po­li­tik er­mög­licht wur­de. Mit 7,9 Mil­lio­nen Eu­ro sind auch die TV-Ein­nah­men ge­stie­gen, auch wenn da­von rund ei­ne Mil­li­on zur Be­die­nung des Köl­mel-Ver­trags wie­der ab­flie­ßen. Was die Kon­kur­renz­fä­hig­keit des KSC, der mit ei­nem Li­zenz­spie­le­re­tat von 9,5 Mil­lio­nen Eu­ro im obe­ren Mit­tel­feld liegt, deut­lich min­dert. Da ist es nur ein schwa­cher Trost, dass die Spon­so­ren­er­lö­se auf et­wa sechs Mil­lio­nen Eu­ro ge­stie­gen sind, „was bei un­se­rem ver­al­te­ten Sta­di­on nicht ein­fach ist“, wie Wel­len­reu­ther den Ver­mark­ter La­g­ar­dè­re lob­te. Dass aus den bis­lang 7 500 ver­kauf­ten Dau­er­kar­ten noch ei­ni­ge mehr wer­den, hofft der KSC-Boss auch im Hin­blick „auf ei­ne Zweit­li­ga­sai­son mit vie­len Tra­di­ti­ons­ver­ei­nen, was si­cher tol­le Spie­le brin­gen wird“. An sei­nen Trai­ner ge­wandt, wünscht er sich ne­ben „at­trak­ti­vem Fuß­ball“, dass „kein Team, das ei­nen nied­ri­ge­ren Etat hat als wir, am En­de vor dem KSC steht und wir al­le Du­el­le ge­gen die ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Teams für uns ent­schei­den wol­len“. Oral wie­der­um ant­wor­te­te auf die Fra­ge nach sei­nem Sai­son­ziel da­hin­ge­hend, dass er „so vie­le Spie­le wie mög­lich“ge­win­nen möch­te.

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