Thai­land will be­ru­hi­gen

La­ge in Ur­laubs­or­ten sei nor­mal / Vier Deut­sche ver­letzt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Avs

Die thai­län­di­sche Po­li­zei er­mit­telt nach den töd­li­chen An­schlä­gen in Ur­lau­ber­or­ten auf Hoch­tou­ren. Dar­über, wer hin­ter der Bom­ben­se­rie steckt, kann wei­ter­hin nur spe­ku­liert wer­den. Die Tou­ris­mus­in­dus­trie fürch­tet ei­ne Stor­no­wel­le. Er­mitt­lungs­er­fol­ge nach der Bom­ben­se­rie in meh­re­ren thai­län­di­schen Ur­laubs­or­ten gibt es bis­lang kei­ne. Mo­ti­ve und Draht­zie­her blei­ben un­be­kannt. Die Be­hör­den ver­su­chen aber, Be­völ­ke­rung und Ur­lau­ber zu be­ru­hi­gen: Die La­ge in den be­trof­fe­nen Städ­ten sei nor­mal, teil­te die Po­li­zei mit. Es ha­be kei­ne wei­te­ren Zwi­schen­fäl­le ge­ge­ben. Die Zahl der ver­letz­ten Deut­schen nach den An­schlä­gen stieg in­des auf vier. „Nach der­zei­ti­gen Er­kennt­nis­lich sen kön­nen wir be­stä­ti­gen, dass sich ein vier­ter Deut­scher un­ter den Ver­letz­ten be­fin­det“, sag­te ein Spre­cher des Aus­wär­ti­gen Am­tes. An­ga­ben zur Iden­ti­tät woll­te das Aus­wär­ti­ge Amt je­doch nicht ma­chen, laut Me­dien­be­rich­ten sei ei­ne 17-Jäh­ri­ge aus Mann­heim un­ter den Ver­letz­ten. Am Don­ners­tag­abend und am Frei­tag wa­ren min­des­tens zehn Spreng­sät­ze in fünf ver­schie­de­nen Or­ten, dar­un­ter im Ba­de­ort Hua Hin und auf der Ur­lau­ber­in­sel Phu­ket ex­plo­diert. Da­bei wur­den vier Men­schen ge­tö­tet und 35 wei­te­re ver­letzt. Im Vi­sier der At­ten­tä­ter wa­ren haupt­säch­lich Tou­ris­ten­zie­le im Sü­den des Lan­des. Die An­schlä­ge er­eig­ne­ten sich an ei­nem Fei­er­tag. Die lan­des­wei­ten Fei­ern an­läss- des 84. Ge­burts­tags von Kö­ni­gin Si­ri­kit fan­den wie ge­plant statt. Die Po­li­zei geht zur­zeit da­von aus, dass am ehes­ten Geg­ner der Mi­li­tär­re­gie­rung und der be­schlos­se­nen neu­en Ver­fas­sung hin­ter den An­schlä­gen ste­cken könn­ten. Das Aus­wär­ti­ge Amt in Ber­lin riet Rei­sen­den zu äu­ßers­ter Vor­sicht. Ei­ne Rei­se­war­nung für Thai­land gab das Amt al­ler­dings nicht her­aus. Man sol­le gro­ße Men­schen­an­samm­lun­gen mei­den. Ur­lau­ber, die ih­re ge­plan­te Rei­se stor­nie­ren oder um­bu­chen sind oh­ne Rei­se­war­nung auf die Ku­lanz des Ver­an­stal­ters an­ge­wie­sen. Thai­lands Tou­ris­mus­in­dus­trie rech­ne mit kurz­fris­ti­gen Rei­sestor­nos, be­rich­te­te die „Bang­kok Post“. Lang­fris­tig ma­che man sich aber kei­ne Sor­gen.

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