Ver­füh­re­ri­scher Strich

Pünkt­chen, fei­ne Li­ni­en oder Bal­ken: Die Au­gen rich­tig schmin­ken mit Ka­jal oder Eye­liner

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Die Au­gen sind der Hin­gu­cker: Wenn man ei­nem Men­schen in die Au­gen schaut, er­kennt man dar­in Emo­ti­on, even­tu­ell Zu­stim­mung, viel­leicht so­gar Flirt­be­reit­schaft. Ge­ra­de des­we­gen be­to­nen Frau­en die Au­gen ger­ne mit Ma­ke-up. Es­sen­zi­ell da­für ist der Ka­jal. Mit die­sem Eye­liner las­sen sich die Au­gen auf ver­schie­de­ne Wei­se be­to­nen: „Die klas­si­sche, fei­ne Li­nie am Un­ter­lid ge­hört eben­so da­zu, wie fei­ne Stri­che, die ganz be­wusst un­ter­bro­chen wer­den oder auch klei­ne Pünkt­chen“, sagt Ma­ke-upEx­per­tin Do­re­en Steh­fest von der Par­fü­me­rie Ak­zen­te in Tau­ber­bi­schofs­heim. Al­ler­dings ist die Hand­ha­bung vor al­lem von flüs­si­gem Eye­liner nicht leicht – be­son­ders wenn man noch nicht so viel Er­fah­rung da­mit hat. „Ma­ke-up-An­fän­ger soll­ten des­halb eher auf Ka­jal­stift aus­wei­chen“, rät Pe­ter Schmie­din­ger vom VKE-Kos­me­tik­ver­band in Ber­lin. „Da­mit ge­lingt der Lid­strich leich­ter, das Er­geb­nis wirkt zu­dem wei­cher.“Li­quid Eye­liner wir­ke et­was här­ter, aber man er­hal­te auch ei­ne sehr klar de­fi­nier­te Kan­te, die die Au­gen be­son­ders in­ten­siv be­tont. „Wenn man noch nicht so häu­fig mit flüs­si­gem Li­ner ge­ar­bei­tet hat, kann man auch auf mo­der­ne Gel-Va­ri­an­ten aus­wei­chen“, schlägt Do­re­en Steh­fest ei­ne wei­te­re Al­ter­na­ti­ve vor. „Die­se las­sen sich leich­ter auf­tra­gen und man kann klei­ne Feh­ler auch bes­ser aus­bes­sern.“Wäh­rend des Schmin­kens soll­te man sich üb­ri­gens hin­set­zen und die El­len­bo­gen auf­stüt­zen. „So kann man bes­ser ar­bei­ten.“ Die Ef­fek­te, die man mit Eye­liner oder Ka­jal er­zie­len kann, sind ganz un­ter­schied­lich. Wäh­rend klei­ne Pünkt­chen, die zwi­schen die Wim­pern ge­setzt wer­den, be­son­ders na­tür­lich wir­ken, zie­hen di­cke­re Li­ni­en die Bli­cke auf sich. „Je nach Au­gen­form kann man die­se so­ge­nann­ten Block­li­ni­en auch ganz un­ter­schied­lich ein­set­zen: bei­spiels­wei­se nur am hin­te­ren Drit­tel des un­te­ren Lids“, er­läu­tert Do­re­en Steh­fest. Die klas­si­sche Far­be beim Eye­liner ist Schwarz. „Schwarz lässt sich bei ganz ver­schie­de­nen Looks be­nut­zen, von dra­ma­tisch bis ro­man­tisch“, sagt der Mün­che­ner Vi­sa­gist Horst Kirch­ber­ger. Die Far­be ste­he je­der Frau. „Es kommt nur dar­auf an, wie man sie ein­setzt.“Kirch­ber­ger schlägt fol­gen­de Vor­ge­hens­wei­se vor: „Un­ter der Braue zu­nächst ei­ne hel­le Grun­die­rung set­zen. Nun mit ei­nem tief­schwar­zen Eye­liner ei­ne Kon­tur am Ober­lid­rand so­wie im in­ne­ren Au­gen­lid zie­hen. Die un­te­re Kon­tur mit ei­nem Pin­sel zwi­schen den Wim­pern ver­blen­den. Dann auf das ge­sam­te Au­gen­lid schwar­zen Li­dschat­ten set­zen und die Far­be vom In­nen­lid bis zum Au­gen­win­kel satt be­to­nen.“Be­son­ders raf­fi­niert sei es, am En­de noch ei­nen leich­ten Schwung nach au­ßen zu zie­hen. Ne­ben schwar­zem Eye­liner spie­len in die­sem Som­mer noch zwei an­de­re Tö­ne ei­ne gro­ße Rol­le. Ei­ner da­von ist Weiß. „Wei­ßer Eye­liner wird di­rekt auf das in­ne­re Lid ge­setzt. Das schenkt den Au­gen Leucht­kraft und ver­grö­ßert sie op­tisch“, sagt Vi­sa­gist Kirch­ber­ger. Die zwei­te Trend­far­be bei Ka­jal und Co ist Pink. „Das klingt sehr un­ge­wöhn­lich, zau­bert aber raf­fi­nier­te Ef­fek­te“, sagt Do­re­en Steh­fest. „Da­bei wird Pink oft­mals mit Schwarz kom­bi­niert.“

Von dra­ma­tisch bis ro­man­tisch

Raf­fi­nier­te Pünkt­chen. Fo­to: Chris­tin Klo­se

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