Zu­stand kri­tisch

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Avs

Ka­nu-Sla­lom-Trai­ner Ste­fan Hen­ze schwebt nach sei­nem schwe­ren Un­fall bei den Olym­pi­schen Spie­len in Rio de Janeiro wei­ter in Le­bens­ge­fahr. In den ver­gan­ge­nen zwölf St­un­den ha­be sich der Zu­stand des 35-Jäh­ri­gen nicht ver­än­dert, sag­te der deut­sche Olym­pia­Chef­arzt Pro­fes­sor Bernd Wol­farth am Sams­tag­mor­gen (Orts­zeit). „Es ist ei­ne sehr, sehr schwe­re Ver­let­zung, ein le­bens­be­droh­li­cher Zu­stand, das muss man so sa­gen.“Hen­ze hat­te bei dem Un­fall in ei­nem Ta­xi am frü­hen Frei­tag­mor­gen (Orts­zeit) ein Schä­del-Hirn-Trau­ma er­lit­ten. Wol­farth lob­te aus­drück­lich die Ret­tungs­ket­te, die „ex­trem schnell“ge­klappt

Ka­nu-Trai­ner Hen­ze noch in Le­bens­ge­fahr

ha­be. „Er wur­de so­fort ins nächst­ge­le­ge­ne Kran­ken­haus ge­bracht, wur­de dort sta­bi­li­siert, kom­plett durch­un­ter­sucht, auch in ei­nem zeit­li­chen Rah­men, wie wir das in Deutsch­land wahr­schein­lich nicht viel an­ders rea­li­sie­ren konn­ten“, sag­te Wol­farth. Das Ho­s­pi­tal Lou­renço Jor­ge im Stadt­teil Bar­ra, in das Hen­ze zu­nächst ge­bracht wor­den war, ist für Un­fäl­le von Olym­pia-Teil­neh­mern und De­le­ga­ti­ons­mit­glie­dern ak­kre­di­tiert wor­den, hat aber kei­ne neu­ro­chir­ur­gi­sche Ab­tei­lung. Die Spe­zi­al­kli­nik, das Ho­s­pi­tal Mi­guel Cou­to im Stadt­teil Le­b­lon, liegt 21 Ki­lo­me­ter ent­fernt. Nach An­ga­ben des Por­tals „Ex­tra“wur­de in dem Kran­ken­haus Lou­renço Jor­ge die Tho­rax-Chir­ur­gie 2011 und die Ge­fäß­chir­ur­gie 2012 ge­schlos­sen. Im April hat­te der Me­di­zin­rat des Bun­des­staats Rio de Janeiro die Zu­stän­de in dem Olym­pia-Ho­s­pi­tal scharf kri­ti­siert.

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