End­spurt in Rio

Bren­del trägt heu­te bei der Schluss­fei­er die Fah­ne

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - avs/sid

Dop­pel-Olym­pia­sie­ger Se­bas­ti­an Bren­del trägt heu­te bei der Schluss­fei­er der Olym­pi­schen Spie­le von Rio de Janei­ro die deut­sche Fah­ne und führt das Olym­pia­team ins Ma­ra­canã-Sta­di­on. Bren­del wuss­te gar nicht, wie ihm ge­schah, als er von der gro­ßen Eh­re er­fuhr: „ Da­von träumt je­der Sport­ler. Die deut­sche Mann­schaft an­zu­füh­ren, ist der Wahn­sinn!“Die Be­grün­dung der Mann­schafts­lei­tung, die die Ent­schei­dung traf: „Er ist Dop­pel-Olym­pia­sie­ger die­ser Spie­le und ein Vor­bild für al­les, was den Sport aus­macht“, sag­te der Chef de Mis­si­on Micha­el Ve­sper. Rie­sig war die Stim­mung nach ih­rem his­to­ri­schen Sieg bei den deut­schen Fuß­ball­frau­en – Bun­des­trai­ne­rin Sil­via Neid sprach von ei­nem „Bil­der­buch-Ab­schied“. Ab­wehr­spie­le­rin An­ni­ke Krahn be­rich­te­te von ei­ner lan­gen Par­ty-Nacht: „Olym­pia­sie­ger wird man nicht je­den Tag.“Dem­ent­spre­chend sei ge­fei­ert wor­den. Aber: „Al­le sind hei­le ins Bett ge­kom­men“, sag­te Krahn. Ei­nen Tag vor dem En­de der Som­mer­spie­le hat ges­tern die Spit­ze des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des ei­ne ers­te Bi­lanz ge­zo­gen. Micha­el Ve­sper sag­te, es sei „ein Auf und Ab mit Tiefs und Hochs“ge­we­sen. „Die ers­ten drei Ta­ge oh­ne Me­dail­le, an­schlie­ßend kein Tag mehr oh­ne.“Das Auf­tre­ten des Teams „als Bot­schaf­ter un­se­res Lan­des“wol­le er als rund­um ge­lun­gen be­zeich­nen. Leicht­ath­le­tik-Ath­le­ten­spre­che­rin Mar­ti­na St­rutz hat un­ter­des­sen har­te Kri­tik an den Spie­len in Rio de Janei­ro ge­übt. „Die StimGanz mung im deut­schen Team ist gut, aber vie­le sa­gen, dass sind die schlech­tes­ten Spie­le, die wir je hat­ten“, sag­te die deut­sche St­ab­hoch­sprin­ge­rin. „Für die­je­ni­gen, die das ers­te und vi­el­leicht ein­zi­ge Mal bei Olym­pia ge­we­sen sind, ist das trau­rig.“Ob es der Trans­port zu den Sport­stät­ten sei, die all­ge­mei­ne Si­cher­heits­la­ge oder die feh­len­de Stim­mung in den Are­nen. „Das, was man hier in den letz­ten Ta­gen mit­be­kom­men hat, war nicht so er­freu­lich.“ an­ders klingt das bei IOC-Prä­si­dent Tho­mas Bach. Er lob­te Rio für die Aus­tra­gung „wich­ti­ger, iko­ni­scher Spie­le“und be­ton­te, dass das IOC auch in der Rück­schau die Spie­le wie­der an Rio ver­ge­ben wür­de: „Die Bra­si­lia­ner wa­ren groß­ar­ti­ge Gast­ge­ber.“Sie hät­ten mit ih­rer Le­bens­freu­de die Spie­le zu ei­ner Par­ty für al­le ge­macht. Auf Nach­fra­ge räum­te Bach auch Pro­ble­me ein: „Es war scha­de, dass in den ers­ten Ta­gen die Sta­di­en nicht ge­füllt wa­ren.“

Fo­to: avs

Die deut­schen Fuß­bal­le­rin­nen las­sen die Sekt­kor­ken knal­len: Für Bun­des­trai­ne­rin Sil­via Neid (Mit­te) be­deu­te­te das ers­te Gold der Fuß­ball­frau­en in Rio ei­nen „Bil­der­buch-Ab­schied“.

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