Ver­fol­gen Sie den US-Wahl­kampf?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Nein, der US-Wahl­kampf ist mir ei­gent­lich ziem­lich egal“, meint Ste­pha­nie Heck (34), Che­mie­la­bo­ran­tin aus Bie­tig­heim. „Da ich sehr sport­be­geis­tert bin, ha­ben mich die Olym­pi­schen Spie­le in letz­ter Zeit mehr be­wegt. Po­li­tik in­ter­es­siert mich aber schon, vor al­lem auf Ge­mein­de­und Lan­des­ebe­ne.“

„Ja, über Fern­se­hen und In­ter­net“, er­zählt Mar­ti­na Ba­der (56), Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te aus Wörth am Rhein. „Trumps Aus­sa­gen und Ak­tio­nen sind über­haupt nicht ver­tret­bar. Hof­fent­lich ge­winnt er nicht. Für die wei­te­re Zu­sam­men­ar­beit mit Deutsch­land wä­re ein Sieg von Hil­la­ry Cl­in­ton si­cher bes­ser.“

„Nein, das tue ich nicht“, sagt Stef­fen Her­ter (44), Pa­pier­ma­cher aus Ann­wei­ler am Tri­fels. „Mir fehlt der Be­zug zu den Kan­di­da­ten in den USA. Wah­len in Deutsch­land in­ter­es­sie­ren mich da­her mehr. Ich be­kom­me den US-Wahl­kampf aber in­so­weit mit, dass ich weiß, dass Do­nald Trump kei­ne Op­ti­on ist.“

„Ja, ich schaue Nachrichten und le­se Bei­trä­ge im In­ter­net“, be­tont To­bi­as Pruß­eit (36), Me­di­zin­tech­nik-In­ge­nieur aus Karls­ru­he. „Es wirkt, als hät­ten die Ame­ri­ka­ner die Wahl zwi­schen Pest und Cho­le­ra. Wenn Trump ge­wählt wür­de, wä­re das aber si­cher das grö­ße­re Pro­blem für Deutsch­land und Eu­ro­pa.“

„Zwangs­läu­fig – man stößt ja über­all auf das The­ma“, gibt Iva­na An­d­ri­ja­ni´c (28), An­ge­stell­te im Öf­fent­li­chen Di­enst aus Karls­ru­he, zur Ant­wort. „Trumps Aus­sa­gen, zum Bei­spiel was die Grenz­si­che­rung be­trifft, kann ich de­fi­ni­tiv nicht un­ter­schrei­ben. Für tief grei­fen­de Ana­ly­sen feh­len mir aber die De­tails.“

„Ich neh­me ihn zur Kennt­nis“, ant­wor­tet Mat­thi­as Brecht (51), An­ge­stell­ter aus Phil­ipps­burg. „Al­ler­dings bin ich der Mei­nung, dass sich nichts än­dern wird – egal wer ge­winnt. Es geht wei­ter nur dar­um, die ei­ge­ne Po­li­tik durch­zu­set­zen und die Macht der USA zu stär­ken. ‚Ame­ri­ca first‘ eben.“

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