Zoff um Ge­heim­pa­pie­re

Grün-schwar­ze Re­gie­rung soll den Ab­bau von 5 000 Stel­len pla­nen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Avs

Vor ei­nem Mo­nat wur­den das ers­te Mal Ne­ben­ab­spra­chen der grün-schwar­zen Ko­ali­ti­on be­kannt. Re­gie­rungs­chef Kret­sch­mann hat­te sie ver­tei­digt. Nun lö­sen neue ge­hei­me Ver­ein­ba­run­gen vor al­lem zu kon­kre­ten Spar­zie­len Em­pö­rung aus. Nach Me­dien­be­rich­ten hat die grün-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung in wei­te­ren ge­hei­men Ne­ben­ab­spra­chen un­ter an­de­rem den Ab­bau von 5 000 Stel­len so­wie ei­ne Er­hö­hung der Grund­er­werbs­steu­er um 1,5 Punk­te auf dann 6,5 Punk­te ver­ein­bart. Das ent­spre­chen­de Pa­pier soll die Un­ter­schrif­ten von Kret­sch­mann und CDU-Lan­des­chef und In­sätz­lich nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl tra­gen. Die Op­po­si­ti­on im Land­tag re­agier­te ges­tern em­pört: Sie warf Kret­sch­mann ei­nen schlech­ten Re­gie­rungs­stil vor und kri­ti­sier­te, er füh­re die Öf­fent­lich­keit hin­ters Licht. Wie die „Süd­west Pres­se“be­rich­te­te, ver­pflich­te­ten sich Kret­sch­mann und Strobl in dem Zu­satz­do­ku­ment zu struk­tu­rel­len Maß­nah­men. Die­se sol­len in der End­stu­fe bis 2020 zu Ein­spa­run­gen von dau­er­haft 1,8 Mil­li­ar­den Eu­ro jähr­lich füh­ren. Auch die Kom­mu­nen sol­len nach dem Be­richt zu­fol­ge zur Kas­se ge­be­ten wer­den: Es geht dem­nach um ei­nen „Kon­so­li­die­rungs­bei­trag“von zu- bis zu 300 Mil­lio­nen Eu­ro pro Jahr. Die Plä­ne wür­den die Strei­chung von 3 500 Stel­len im Lan­des­dienst um­fas­sen. Zu­dem soll­ten durch die Ein­füh­rung von „Le­bens­ar­beits­zeit­kon­ten“zu­sätz­lich 1500 Stel­len über­flüs­sig wer­den. Der Ab­bau von ins­ge­samt 5 000 Stel­len bis 2020 er­ge­be dem­nach in der End­stu­fe jähr­li­che Ein­spa­run­gen von 250 Mil­lio­nen Eu­ro. Zu­dem sol­len „Ein­grif­fe bei der Be­sol­dung“der Be­am­ten ge­plant sein. Das kön­ne den Lan­des­etat um wei­te­re 500 Mil­lio­nen Eu­ro jähr­lich ent­las­ten. Bei den Pen­sio­nä­ren pla­ne das Land ei­ne „mo­de­ra­te Ab­sen­kung“.

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