Fol­gen ei­nes Ex­pe­ri­ments

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - SO

Die Ex­plo­si­on im Karls­ru­her In­sti­tut für Tech­no­lo­gie (KIT) am Frei­tag­abend ist of­fen­bar durch ein Ex­pe­ri­ment mit ge­fähr­li­chen Che­mi­ka­li­en ver­ur­sacht wor­den. Bei der Ver­puf­fung wur­de ein La­bor auf dem Cam­pus Süd ver­wüs­tet, Ver­letz­te gab es kei­ne. Wie die Po­li­zei mit­teil­te, hat­te ei­ne 26jäh­ri­ge Dok­to­ran­din in ei­nem KIT-Ge­bäu­de im Fritz-Ha­ber-Weg ei­nen Ver­such mit Di­chlor­me­than durch­ge­führt. Die­ser Stoff so­wie das Trock­nungs­mit­tel muss­ten mit Was­ser ge­kühlt wer­den. Ge­gen 16.40 Uhr ging nach Ein­schät­zung der Frau von den Che­mi­ka­li­en kei­ne Ge­fahr mehr aus. Sie ver­ließ das Ge­bäu­de. Ei­ne St­un­de spä­ter kam es je­doch zu ei­ner Ver­puf­fung in dem La­bor im ers­ten Ober­ge­schoss. Die Wucht war so enorm, dass ei­ne Tür aus dem Rah­men ge­ris­sen wur­de und meh­re­re Fens­ter­schei­ben zu Bruch gin­gen. Die Leu­te, die sich im Ge­bäu­de be­fan­den, konn­ten sich noch vor dem Ein­tref­fen der Feu­er­wehr in Si­cher­heit brin­gen. Mes­sun­gen auf Luft­schad­stof­fe er­ga­ben kei­ne Ge­fahr für Men­schen und Um­welt. Die Res­te des Ver­suchs­auf­baus wur­den ge­bor­gen und in ei­nen spe­zi­el­len Lagerraum auf dem KIT-Ge­län­de ge­bracht. Der Scha­den wur­de auf ei­nen Be­trag im un­te­ren fünf­stel­li­gen Be­reich ge­schätzt.

Ex­plo­si­on am KIT: La­bor ver­wüs­tet

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