Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter -

Der Schrift­stel­ler Tho­mas Mel­le be­klagt im Um­feld von Ter­ror­at­ta­cken und Amok­läu­fen ei­ne zu­neh­men­de Stig­ma­ti­sie­rung von psy­chisch kran­ken Men­schen. „Es gibt so­gar wie­der die Ten­denz, psy­chisch Kran­ke zu kri­mi­na­li­sie­ren“, sag­te er in ei­nem In­ter­view des Nach­rich­ten­ma­ga­zins „Der Spie­gel“. „Da ist ei­ne Er­klä­rungs­hys­te­rie im Gan­ge, die selbst völ­lig ma­nisch ist.“Mel­le (Jahr­gang 1975) ist selbst ma­nisch-de­pres­siv und wur­de schon mehr­mals in der Psych­ia­trie be­han­delt. In sei­nem neu­en Buch „Die Welt im Rü­cken“, das für den Deut­schen Buch­preis no­mi­niert ist, schreibt er über sei­ne psy­chi­sche Er­kran­kung.

Der Os­car-prä­mier­te Film­kom­po­nist Hans

Zim­mer (58) hat ei­nen Ge­richts­streit in Ka­li­for­ni­en um Ur­he­ber­rechts­ver­let­zung ge­won­nen. Der Klä­ger, US-Kom­po­nist Richard Fried­man, ha­be sei­ne Kla­ge zu­rück­ge­zo­gen und sich zu­dem bei Zim­mer ent­schul­digt, teil­te Zim­mers An­wäl­tin Can­d­ace Car­lo mit. Das Ver­fah­ren dreh­te sich um die Film­mu­sik für das Skla­ven­dra­ma „12 Ye­ars a Sla­ve“(2013). Fried­man hat­te Zim­mer vor­ge­wor­fen, der ge­bür­ti­ge Frank­fur­ter ha­be Kom­po­si­tio­nen für den Film von ei­nem sei­ner Wer­ke ko­piert. In ei­ner Ent­schul­di­gung räum­te Fried­man nun ein, er ha­be sich beim Ein­brin­gen der Kla­ge auf das feh­ler­haf­te Ur­teil ei­nes Mu­sik­ex­per­ten ge­stützt. Zim­mer hat­te die Pla­gi­ats­vor­wür­fe von Be­ginn an zu­rück­ge­wie­sen. Zim­mer ge­hört zu den pro­fi­lier­tes­ten Film­kom­po­nis­ten und hat für „Der Kö­nig der Lö­wen“(1994) ei­nen Os­car er­hal­ten. Ins­ge­samt war er zehn Mal für ei­nen Os­car no­mi­niert.

Schau­spie­le­rin Ve­ro­ni­ca Fer­res (51) sieht nach ei­ge­nen Wor­ten kei­ne Ge­fahr, dass ihr Mann bei Kuss­sze­nen ei­fer­süch­tig wer­den könn­te. „Küs­se ge­hö­ren zu mei­nem Job und ha­ben nichts mit Lei­den­schaft zu tun, eher mit Tech­nik“, sag­te sie der „Bild“. „Mein Mann hat au­ßer­dem so viel zu tun, der kann das ver­mut­lich gar nicht gu­cken. Er ist da glück­li­cher­wei­se auch sehr läs­sig.“Fer­res ist seit 2009 mit dem Un­ter­neh­mer Cars­ten Maschmey­er (57) li­iert, 2014 hei­ra­te­ten die bei­den.

Iris Ber­ben (66), Mat­thi­as Schweig­hö­fer (35) und Hel­ge Schnei­der (60) be­kom­men ei­nen Stern auf dem Ber­li­ner Bou­le­vard der Stars. Die bei­den Schau­spie­ler und der Ko­mi­ker wer­den bei der Ze­re­mo­nie am 9. Sep­tem­ber da­bei sein, teil­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren in Ber­lin mit. Der Dreh­buch­au­tor Karl Heinz Will­schrei (1939 – 2003) wird post­hum mit ei­nem Stern ge­ehrt. Die In­stal­la­ti­on am Pots­da­mer Platz ist das Ber­li­ner Pen­dant zum Walk of Fa­me in Hol­ly­wood. Seit 2010 wer­den dort Film- und Fern­seh­schaf­fen­de ge­wür­digt. Der Schau­spie­ler Rolf Za­cher (75) ist ge­nervt von sei­ner al­ten Hei­mat. „Ber­lin geht mir auf den We­cker“, sag­te Za­cher der „Bild“-Zei­tung. „Es gibt hier kein Mit­ge­fühl mehr. Je­der zieht den an­de­ren ab!“Er lie­be sei­ne Ge­burts­stadt im­mer noch. „Aber man kann hier ja kaum noch auf die Stra­ße ge­hen, oh­ne gleich über­fah­ren zu wer­den.“Wo er jetzt le­be? „Manch­mal le­be ich in Lü­beck, manch­mal wo­an­ders.“Za­cher spiel­te in zahl­rei­chen Fil­men mit und war im Ja­nu­ar beim RTL-Dschun­gel­camp („Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“) da­bei.

Foto: avs

Ber­lin geht ihm auf den We­cker: Rolf Za­cher lebt jetzt lie­ber in Lü­beck.

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