Dämp­fer zum Start

HSV spielt nur 1:1 zu­hau­se ge­gen den FC In­gol­stadt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Fran­ko Koitzsch

Der Ham­bur­ger SV hat sei­nen Start­fluch auch in der neu­en Sai­son nicht be­sie­gen kön­nen. Die Han­sea­ten ka­men ges­tern im Auf­takt­spiel zur neu­en Se­rie ge­gen den FC In­gol­stadt nicht über ein 1:1 (1:0) hin­aus. Der letz­te Start­sieg ge­lang 2010 (2:1 ge­gen FC Schal­ke). Das Tor für die Ham­bur­ger er­ziel­te vor 51 107 Zu­schau­ern im nicht aus­ver­kauf­ten Volks­park­sta­di­on der vom Zweit­li­gis­ten Uni­on Ber­lin ver­pflich­te­te Bob­by Wood (30.). Für In­gol­stadt traf der ein­ge­wech­sel­te Lu­kas Hin­ter­se­er nach ei­nem Slap-Stick-Qu­er­schlag von Cle­ber (79.). Es war ein mun­te­rer Schlag­ab­tausch, es fehl­ten aber pa­cken­de Tor­raum­sze­nen. Ham­bur­ger Chan­cen ver­ga­ben der für die U 21-Na­tio­nal­mann­schaft no­mi­nier­te Gi­de­on Jung (22.) und Fi­lip Kostic (84.), der den Pfos­ten traf. Auf der Ge­gen­sei­te hat­te

Ein gu­ter Ein­stand für Mar­kus Kauc­zin­ski

Al­f­re­do Mora­les mit ei­nem Kopf­ball über der Lat­te (40.) die bes­te Mög­lich­keit. Zu­dem lenk­te HSV-Schluss­mann Ad­ler ei­nen Schuss von Pascal Groß ge­ra­de noch zur Ecke (17.). Die Gast­ge­ber bo­ten in der Startelf ne­ben Wood als wei­te­ren Zu­gang den 14Mil­lio­nen-Eu­ro-Mann Kostic vom VfB Stutt­gart auf. Der Ser­be sorg­te für Be­le­bung. Auf dem lin­ken Flü­gel schlug der schnel­le Mann zahl­rei­che Flan­ken in den Straf­raum, ließ es da­bei aber häu­fig an Ge­nau­ig­keit feh­len. Wood war in der ers­ten hal­ben St­un­de kaum zu se­hen, weil er nicht mit An­spie­len ver­sorgt wur­de. Das än­der­te HSV-Tor­hü­ter Re­né Ad­ler mit ei­nem wei­ten Ab­schlag bis in die geg­ne­ri­sche Hälf­te. Der Ame­ri­ka­ner setz­te sich im Zwei­kampf ge­gen Gäs­teKa­pi­tän Mar­vin Ma­tip durch und schoss den Ball ins kur­ze Eck. Bei den Gäs­ten hielt der neue Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski an Alt­be­währ­tem fest. Von sei­nen neun Neu­ver­pflich­tun­gen er­hielt kei­ner das Ver­trau­en für die Startelf. Kauc­zin­ski sah bei sei­nem Bun­des­li­ga-De­büt als Nach­fol­ger des zu RB Leip­zig ab­ge­wan­der­ten Trai­ners Ralph Ha­sen­hüttl ei­nen HSV mit Vor­tei­len. Doch sei­ne Elf blieb die un­an­ge­neh­me Mann­schaft aus der Vor­sai­son. Die Ham­bur­ger hat­ten Schwie­rig­kei­ten, den Ab­wehr­rie­gel zu über­win­den. Das über­rasch­te, da die neu­for­mier­te Ket­te nach den Ab­gän­gen von Dan­ny da Cos­ta (Bay­ern Le­ver­ku­sen), Ben­ja­min Hüb­ner (1899 Hof­fen­heim) und Ro­bert Bau­er (Wer­der Bre­men) fast kom­plett er­setzt wer­den muss­te. Nach dem Sei­ten­wech­sel er­höh­ten die In­gol­städ­ter den Druck. Doch auch ih­nen man­gel­te es bei der Wär­me an Prä­zi­si­on. Um den zu­neh­men­den Ni­veau­ver­fall auf­zu­hal­ten, brach­te HSV-Coach Bru­no Lab­ba­dia mit Alen Ha­li­lo­vic, Pier­re-Michel La­sog­ga und Den­nis Diek­mei­er gleich drei Neue auf ei­nen Schlag. Doch ein Tor fiel auf der Ge­gen­sei­te. Hin­ter­se­er drück­te ei­nen ver­un­glück­ten Ab­wehr­schlag von Cle­ber über die Li­nie zum Aus­gleich.

Wie­der­se­hen auf Au­gen­hö­he: Mar­kus Kauc­zin­ski (rechts) fei­er­te mit In­gol­stadt 04 sei­ne Bun­des­li­ga-Pre­mie­re, Bru­no Lab­ba­dia sah den Ex-KSC-Coach zu­letzt in der von ihm ge­won­ne­nen Re­le­ga­ti­on. Foto: GES

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