„Wir wol­len uns eta­blie­ren“

Star­ker Lan­des­li­ga-Neu­ling SV Frei­stett

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Mi­cha­el Höl­le

Neue Li­ga, al­te Tu­gen­den – so lie­ße sich der Sai­son­start des SV Frei­stett wohl tref­fend be­schrei­ben. Denn der Lan­des­li­ga-Auf­stei­ger führt nach drei Spiel­ta­gen die Klas­se an, trifft da­bei vor­ne fast nach Be­lie­ben und steht hin­ten si­cher; wie im zu­rück­lie­gen­den Be­zirks­li­ga-Meis­ter­jahr. „Es gibt kein Grund, an der Spiel­wei­se et­was zu än­dern“, sagt Ewald Mer­kel, Lei­ter Se­nio­ren­fuß­ball beim Rhein­au­er Stadt­teil­club. Die Spiel­wei­se des SV Frei­stett, sie lebt von der tech­ni­schen Be­schla­gen­heit der Ak­teu­re und der mann­schaft­li­chen Ge­schlos­sen­heit. „Wir brau­chen uns vor kei­nem Team zu ver­ste­cken“, be­tont der Fuß­ball­chef. Ent­spre­chend forsch und selbst­be­wusst tritt sein spie­len­des Per­so­nal auch auf. Zu­mal er dem Team ei­nen Rei­fe­pro­zess kon­sta­tiert. „Ein­ge­spielt und tak­tisch klug“, so tre­te die Mann­schaft der­zeit auf. Hin­zu kom­men ei­ni­ge Ver­stär­kun­gen, von de­nen Ewald Mer­kel sagt: „Un­se­re Neu­zu­gän­ge, das sind ge­nau die rich­ti­gen.“Die Rich­ti­gen, das be­deu­tet für ihn ei­ne Ver­brei­te­rung des Ka­ders auf gleich Ni­veau. „In al­len Mann­schafts­tei­len gibt es nun Al­ter­na­ti­ven“, so Mer­kel. Der grö­ße­re Kon­kur­renz­kampf brin­ge dar­über­hin­aus noch po­si­ti­ve Be­gleit­erschei­nun­gen mit sich. „Trai­nings­fleiß und Trai­nings­in­ten­si­tät ha­ben zu­ge­nom­men“, freut sich Ewald Mer­kel. Als eben­falls rich­tig ha­be sich die Ent­schei­dung her­aus­ge­stellt, das Auf­stiegs­recht der zwei­ten Mann­schaft wahr­zu­neh­men. Die läuft nun in der Kreis­klas­se A auf. „Da­von pro­fi­tie­ren vor al­lem die jun­gen Spie­ler.“Und der Sprung ins ers­te Team fällt da­durch leich­ter. Aber zu­rück zu den Din­gen, die un­ver­än­dert blie­ben. Nach wie vor führt ein Frei­stet­ter Ak­teur die Tor­schüt­zen­lis­te an. Andre­as Hu­ber war im Vor­jahr treff­si­chers­ter Schüt­ze in der Be­zirks­li­ga Of­fen­burg; er ist es auch ak­tu­ell ei­ne Li­ga hö­her. Drei Spie­le, drei To­re lau­tet sei­ne bis­he­ri­ge Bi­lanz. Für die rest­li­chen fünf Tref­fer zeich­nen fünf ver­schie­de­ne SV-Ak­teu­re ver­ant­wort­lich. Auch das ist ei­ne der be­son­de­ren Qua­li­tä­ten des Neu­lings. „Das zeigt die mann­schaft­li­che Aus­ge­gli­chen­heit und das zeigt die Viel­zahl der tor­ge­fähr­li­chen Ak­teu­re in un­se­ren Rei­hen“, be­tont Ewald Mer­kel. Auch in der Vor­sai­son gab es ne­ben Andre­as Hu­ber (26 To­re) mit Fa­bi­an Heinz (17) und Adri­an Wettach (12) zwei wei­te­re Mit­strei­ter mit zwei­stel­li­gem Tref­fer­kon­to. Bei al­ler Freu­de über den ge­lun­ge­nen Auf­takt blei­ben die Ver­ant­wort­li­chen auf dem Bo­den. Ziel ist der Klas­sen­er­halt. „Wir wol­len uns lang­fris­tig eta­blie­ren“, gibt Mer­kel die Rich­tung vor. Ein wich­ti­ger Schritt da­hin wä­re ein Er­folg in der heu­ti­gen Par­tie beim FSV Alt­dorf (15 Uhr). Ein Geg­ner, der in den Vor­jah­ho­hem ren im­mer ge­gen den Ab­stieg kämpf­te – und da­mit ei­ner der Kon­tra­hen­ten, die man in der End­ab­rech­nung ger­ne hin­ter sich las­sen möch­te. Ewald Mer­kel macht da­bei ei­nes deut­lich: Auch in die­ser Be­geg­nung in der neu­en Li­ga wird der SV Frei­stett mit der al­ten Spiel­wei­se zu Wer­ke ge­hen.

Of­fen­siv­freu­di­ger Auf­stei­ger: Dass der SV Frei­stett, am Ball Fa­bi­an Heinz, über ei­ne gut funk­tio­nie­ren­de Tor­fa­brik ver­fügt, dürf­te sich in­zwi­schen auch in der Lan­des­li­ga her­um­ge­spro­chen ha­ben. Fo­to: Steue­rer

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