0:4-Plei­te für den KSC

Ein er­schre­ckend schwa­cher KSC ver­liert mit 0:4 bei Uni­on Ber­lin

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Ers­te Sei­te - Ha­rald Lin­der

Es bleibt da­bei: Bei Uni­on Ber­lin ist für den Karls­ru­her SC nicht viel zu ho­len. In den ver­gan­ge­nen neun Heim­spie­len ha­ben die „Ei­ser­nen“nicht mehr ge­gen die Ba­de­ner ver­lo­ren, doch dies­mal ver­pass­ten sie dem Oral-Team ei­ne Klat­sche, die rich­tig weh­tut – mit 0:4 kam der KSC an der Al­ten Förs­te­rei un­ter die Rä­der. Da­mit bleibt die Wild­park-Elf auch nach vier Zweit­li­ga-Spiel­ta­gen noch sieg­los. Vor 19 356 Zu­schau­ern er­ziel­ten Da­mir Krei­lach (22.), Col­lin Qua­ner (44./76.) und Ste­ven Skrzyb­ski (61. Foul­elf­me­ter) die Tref­fer für die in al­len Be­lan­gen über­le­ge­nen Gast­ge­ber, für die es der ers­te Sai­son­sieg war. Der KSC lie­fer­te ei­ne er­schre­ckend schwa­che Vor­stel­lung ab.

Er­neut gab es für den Karls­ru­her SC, wie schon in vie­len vor­he­ri­gen Be­geg­nun­gen, bei Uni­on Ber­lin nichts zu ho­len. Im Ge­gen­teil: Die Mann­schaft von To­mas Orals kas­sier­te ei­ne 0:4(0:2)-Klat­sche bei den „Ei­ser­nen“und prä­sen­tier­te sich in ei­ner Ver­fas­sung, bei der ei­nem angst und ban­ge wer­den muss. Tor­wart Re­né Voll­ath sprach Kl­ar­text: „Das war ei­ne Ka­ta­stro­phe, wie wir heu­te auf­ge­tre­ten sind. Und da neh­me ich mich nicht aus. Aber wenn man Feh­ler macht, darf man sich da­nach nicht ver­ste­cken aus lau­ter Angst, wei­te­re Feh­ler zu ma­chen. Da muss man zei­gen, dass man Eier hat und das war heu­te bei uns nicht der Fall.“Die­se Aus­sa­ge woll­te sein Trai­ner nicht kom­men­tie­ren, aber auch Oral sprach da­von, dass „wir von An­fang an Feh­ler in un­se­rem Spiel hat­ten und Uni­on war uns über die 90 Mi­nu­ten haus­hoch über­le­gen“. Da­bei woll­te der KSC-Coach doch mu­tig nach vor­ne spie­len, was sich in ei­ner of­fen­si­ven Áuf­stel­lung mit zwei Stür­mern zeig­te, die al­ler­dings nur auf dem Pa­pier funk­tio­nier­te. Auf dem Platz ka­men die Blau-Wei­ßen über­haupt nicht zu­recht, das KSC-Mit­tel­feld fand nicht statt und die Ab­wehr, in der der wie­der ge­ne­se­ne Re­né Voll­ath für Dirk Or­lis­hau­sen zwi­schen den Pfos­ten stand, wur­de von den Uni­on-An­grei­fern re­gel­recht vor­ge­führt. Dass der KSC zur Pau­se le­dig­lich mit 0:2 zu­rück­lag, hat­te er nur der feh­len­den Kon­se­quenz der Uni­on-An­grei­fer zu ver­dan­ken, die bes­te Mög­lich­kei­ten ver­sieb­ten. Doch in der 22. Mi­nu­te nutz­te Da­mir Krei­lach dann doch ei­ne da­von und traf mit ei­nem ab­ge­fälsch­ten Schuss zur 1:0-Füh­rung für Ber­lin, nach­dem er kurz zu­vor noch mit ei­nem Kopf­ball am glän­zend re­agie­ren­den KSC-Kee­per ge­schei­tert war. Der muss­te ei­ne Mi­nu­te vor der Pau­se er­neut hin­ter sich grei­fen. Wie­der ein­mal war die KSC-Ab­wehr nicht im Bil­de und Col­lin Qua­ner voll­streck­te zum 2:0 für die „Ei­ser­nen“. Nach dem Sei­ten­wech­sel wur­de das Spiel des KSC nicht bes­ser, ob­wohl Oral jetzt mit Cha­r­al­am­pos Mavri­as für Kin­som­bi noch ei­nen An­grei­fer brach­te. Doch der grie­chi­sche Neu­zu­gang war kaum auf dem Platz, als die Ber­li­ner den Sack end­gül­tig zu­mach­ten. Er­neut war es Col­lin Qua­ner, der aus ab­seits­ver­däch­ti­ger Po­si­ti­on die KSC-Ab­wehr dü­pier­te. Voll­ath konn­te den Uni­on-An­grei­fer nur durch ein Foul brem­sen. Die Fol­ge: Straf­stoß für Ber­lin und Gelb für Voll­ath. Ste­ven Skrzyb­ski voll­streck­te zum 3:0. Doch nicht ge­nug da­mit. Nach ei­nem Eck­ball in der 76. Mi­nu­te er­ziel­te Qua­ner per Di­rekt­ab­nah­me aus zwölf Me­tern so­gar noch das 4:0 für Uni­on und wur­de nach sei­ner Aus­wechs­lung mit ste­hen­den Ova­tio­nen ge­fei­ert, wäh­rend der KSC die Al­te Förs­te­rei wie­der mit lee­ren Hän­den ver­las­sen muss­te.

Der Schluss­punkt des De­ba­kels bei Uni­on Ber­lin: Col­lin Qua­ner (ganz hin­ten rechts, im ro­ten Tri­kot) er­zielt per Di­rekt­ab­nah­me nach ei­nem Eck­ball sei­nen zwei­ten Tref­fer ge­gen den KSC. Tor­wart Re­né Voll­ath war zu­min­dest in die­ser Sze­ne macht­los. Die „Ei­ser­nen“wa­ren dem Oral-Team in al­len Be­lan­gen über­le­gen und sieg­ten am En­de auch in der Hö­he ver­dient mit 4:0. Fo­to: GES/Gün­gör

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