Of­fen­si­ve für Li­te­ra­tur

40 Ver­an­stal­tun­gen bei den Li­te­ra­tur­ta­gen Karlsruhe ab Mitt­woch

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Lie

Die Li­te­ra­ri­sche Ge­sell­schaft prä­sen­tiert zum vier­ten Mal die Li­te­ra­tur­ta­ge Karlsruhe. Von Mitt­woch, 21. Sep­tem­ber an, ste­hen ei­ne Wo­che lang au­ßer­ge­wöhn­li­che Le­se­or­te Karls­ru­hes im Mit­tel­punkt. „Li­te­ra­tur of­fen­siv!“, das Mot­to der Karls­ru­her Li­te­ra­tur­ta­ge, hat sich eta­bliert – und soll zei­gen, dass die Li­te­ra­tur ein we­sent­li­cher Fak­tor der Kul­tur ist. Mit Un­ter­stüt­zung des Karls­ru­her Kul­tur­bü­ros wer­den die Li­te­ra­tur­ta­ge an den ver­schie­dens­ten Or­ten statt­fin­den. Das sie­ben­tä­gi­ge Pro­gramm bie­tet rund 40 Ver­an­stal­tun­gen. Das Fes­ti­val be­ginnt mit ei­nem De­ad and Ali­veSlam im Gro­ßen Haus des Ba­di­schen Staats­thea­ters und en­det mit ei­ner Le­sung in der Bier­knei­pe „Pils­ka­rus­sel“. Nach der of­fi­zi­el­len Er­öff­nung am Mitt­woch um 20 Uhr im Ba­di­schen Staats­thea­ter kommt es wie­der zur Kon­fron­ta­ti­on „De­ad or Ali­ve“. Die bes­ten Slam­mer der Bun­des­re­pu­blik tre­ten an ge­gen „to­te Dich­ter“, un­ter ih­nen Ber­tolt Brecht und Jo­seph Vic­tor von Schef­fel, ver­kör­pert von den Schau­spie­lern des Ba­di­schen Staats­thea­ters. Weil Poe­try Slam vie­le An­hän­ger hat, sorgt die Ba­di­sche Lan­des­bi­blio­thek am Don­ners­tag, 22. Sep­tem­ber, um 19 Uhr für ei­nen wei­te­ren Wett­streit. Gast­ge­ber Ste­fan Un­ser, am­tie­ren­der Poe­try Slam Lan­des­meis­ter Ba­den-Würt­tem­berg, be­grüßt Li­sa Ma­rie Sey­ran (Stuttgart) und Phil­ipp Stroh (Of­fen­burg) so­wie den Meis­ter des an­ge­dach­ten Ge­dan­kens und des hal­ben Sat­zes Egon Al­ter aus Darm­stadt. Für die mu­si­ka­li­sche Um­rah­mung des Abends sorgt der Sin­gerSong­wri­ter und Ge­win­ner des Kohi-Son­gSlams, To­ni aus Karlsruhe-Gröt­zin­gen. Kar­ten­re­ser­vie­rung bei der BLB un­ter (07 21) 1 75 22 21. Am Frei­tag, 23. Sep­tem­ber, kommt die sehr be­kann­te, in Hamburg le­ben­de Au­to­rin Kat­ha­ri­na Ha­gena in ih­re Hei­mat­re­gi­on zu­rück. Sie schrieb den auch ver­film­ten Ro­man „Der Ge­schmack von Ap­fel­ker­nen“und ließ sich für ihr Buch „Vom Schla­fen und Ver­schwin­den“von ih­rer Kind­heit zwi­schen Bag­ger­see und Kie­fern­wäl­dern in ei­nem Ort der Hardt in­spi­rie­ren. Sie stellt um 19 Uhr ihr neu­es­tes, gera­de er­schie­ne­nes Werk „Das Ge­räusch des Lichts“im Prinz-Max-Pa­lais vor. Es er­zählt vor der Ku­lis­se Ka­na­das von Le­bens­läu­fen: Da ist die Bo­ta­ni­ke­rin, so wi­der­stands­fä­hig und zart wie das Moos, das sie er­forscht. Ein Mu­si­ker ver­harrt auf sei­nem Haus­boot, um den letz­ten Wil­len sei­ner Frau zu er­fül­len. Die Er­zäh­le­rin selbst, die durch die Ma­chen­schaf­ten ei­ner skru­pel­lo­sen Öl­fir­ma in Le­bens­ge­fahr schwebt. Ein­tritt zehn Eu­ro. Vor­ver­kauf Ste­pha­nus-Buch­hand­lung. Ein­mal im Jahr wird das Karls­ru­her Li­te­ra­tur­haus im Prinz-Max-Pa­lais tra­di­tio­nell zur li­te­ra­ri­schen Fla­nier­mei­le: Dann prä­sen­tiert die Le­se­nacht we­nig Be­kann­tes, Un­ver­öf­fent­lich­tes und Un­ent­deck­tes. Für Li­te­ra­tur­lieb­ha­ber ist am Sams­tag, 24. Sep­tem­ber ab 18 Uhr von Ly­rik und Slam-Poe­sie über Pro­satex­te bis hin zur sze­ni­schen Le­sung und li­te­ra­ri­schen Kurz­fil­men al­les ge­bo­ten. Es le­sen un­ter an­de­rem Ca­ro­la Lam­belet, Kai Blei­fuß, Rai­ner Würth, Jo­na­than Lo­ef­fel­bein, Ju­lia Rü­bisch, Ri­car­da Schä­fer, Re­bec­ca Schnei­der und Ur­su­la Br­an­scheid- Kou­ya­té. Mo­de­ra­ti­on: Hans­ge­org Schmidt-Berg­mann und Mat­thi­as Walz.

Die Schrift­stel­le­rin Kat­ha­ri­na Ha­gena schrieb mit „Der Ge­schmack von Ap­fel­ker­nen“ei­nen Er­fol­gro­man. Ihr neu­es­tes Werk stellt sie am Frei­tag in Karlsruhe vor. Fo­to: Hen­rik Sp­oh­ler

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