Schicht um Schicht

Sculp­ting: Wie man klei­ne Ma­kel ein­fach weg­schmin­ken kann

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Kim Kar­da­shi­an lässt ihr Ge­sicht stun­den­lang Schicht um Schicht mit di­ver­sen Ma­ke-up-La­gen ver­se­hen. Es wird op­tisch neu ge­formt – brei­te Wan­gen oder zu eng ste­hen­de Au­gen kann man mit Hil­fe von Far­beffek­ten weg­schmin­ken. Sculp­ting oder Con­tou­ring nennt sich das. Das Prin­zip ist sim­pel: Be­to­ne dei­ne Stär­ken, ka­schie­re dei­ne Schwä­chen. „Da­bei wer­den be­wusst Kon­tras­te ein­ge­setzt“, sagt der Ber­li­ner Vi­sa­gist Pe­ter Arn­heim. „Dunk­le Tö­ne neh­men zu­rück, hel­le he­ben her­vor.“Das klingt ein­fa­cher, als es ist. „Wer bei die­sem Ma­ke-up über­treibt, sieht sehr schnell aus, als wür­de er Thea­ter­schmin­ke tra­gen.“Wer es aber hin­be­kommt, kann sich über ei­nen neu­en, ganz na­tür­li­chen Look freu­en. „Vor al­lem Sculp­ting-An­fän­gern ra­te ich gern da­zu, an­stel­le von flüs­si­gen Ma­ke-ups Pu­derPro­duk­te zu be­nut­zen. Zum ei­nen weil man sie leich­ter ver­blen­den kann, zum an­de­ren weil Kor­rek­tu­ren von klei­nen Pat­zern da­mit leicht fal­len“, sagt Be­au­ty-Ex­per­tin Do­re­en Steh­fest aus Tau­ber­bi­schofs­heim. „Be­vor man mit dem Sculp­ting be­ginnt, wird das Ge­sicht mit ei­ner gut de­cken­den Foun­da­ti­on ge­schminkt, die dem Haut­ton ent­spricht“, so Arn­heim. Dann geht es an die Fein­ar­beit: „Hat man ein we­nig zu eng zu­sam­men­ste­hen­de Au­gen, nutzt man am in­ne­ren Au­gen­win­kel ei­nen hel­len Ton, am äu­ße­ren da­ge­gen ei­nen dunk­le­ren. Bei zu weit aus­ein­an­der­ste­hen­den Au­gen ver­fährt man ge­nau um­ge­kehrt“, sagt Steh­fest. Vor al­lem lässt sich die Ge­sichts­form kor­ri­gie­ren. Da­bei müs­sen die Über­gän­ge per­fekt ver­blen­det sein, sonst wirkt die Kor­rek­tur zu künst­lich. „Ei­ne brei­te Na­se wirkt schma­ler, wenn man den Na­sen­rü­cken auf­hellt. Auf die Na­sen­mit­te auf­tra­gen, aber nicht brei­ter als die brei­tes­te Stel­le des Na­sen­kno­chens“, er­läu­tert Vi­sa­gist Horst Kirch­ber­ger aus München. Nach dem glei­chen Prin­zip kann man ho­he Wan­gen­kno­chen zau­bern: Hier wird ein Strei­fen in ei­nem dunk­le­ren Ton di­rekt un­ter die Wan­gen­kno­chen auf­ge­tra­gen. Das hebt die­se op­tisch her­vor. „Be­son­ders na­tür­lich wir­ken die­se Op­ti­mie­run­gen, wenn man ei­nen Bron­zer oder Son­nen­pu­der be­nutzt“, sagt Arn­heim. „Auch das klas­si­sche Rouge ist ein tol­ler Hel­fer für ein Con­tou­ring-Ma­ke-up“, er­klärt Pe­ter Schmie­din­ger für den VKE-Kos­me­tik­ver­band. „Es wird am Wan­gen­kno­chen ent­lang Rich­tung Na­se bis Mit­te Pu­pil­le auf­ge­tra­gen – nie wei­ter und nie zu tief nach un­ten rut­schen! An die­ser Stel­le lässt das Rouge den Wan­gen­kno­chen op­tisch her­vor­tre­ten.“Da­mit das Er­geb­nis ganz selbst­ver­ständ­lich wirkt, rät Schmie­din­ger da­zu, mit dem glei­chen Rouge­ton den Haar­an­satz zu schat­tie­ren. „So­bald sich ein Ton wi­der­spie­gelt, wirkt das Ma­ke-up viel na­tür­li­cher.“

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