Mavri­as in Start­for­ma­ti­on

KSC heu­te ge­gen den FC St. Pau­li: Kel­ler­du­ell zu Spit­zen­prei­sen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der/SO

Heu­te ge­gen St. Pau­li (13.30 Uhr), am Mitt­woch bei Hannover 96 (17.30 Uhr) und am kom­men­den Sams­tag zu Hau­se ge­gen Erz­ge­bir­ge Aue (13 Uhr), so lau­ten die Be­geg­nun­gen des KSC in der „Eng­li­schen Wo­che“nach der sich die Blau­Wei­ßen aus dem Kel­ler der Zwei­ten Fuß­bal­lBun­des­li­ga her­aus­ge­spielt ha­ben wol­len. Der FC St. Pau­li soll da­bei für die punkt­glei­chen Platz­her­ren zum Auf­bau­geg­ner wer­den. „Es wird für uns Zeit, dass wir sa­gen, wir brau­chen ge­gen St. Pau­li den Brust­lö­ser“, mein­te KSCTrai­ner Tho­mas Oral als Ein­stim­mung auf die wich­ti­ge Par­tie. Wer die­ses Du­ell des KSC ge­gen die Kiez­ki­cker se­hen möch­te und nicht im Be­sitz ei­ner Dau­er­kar­te ist, muss da­für al­ler­dings tie­fer in die Ta­sche grei­fen als bei „nor­ma­len“Spie­len. Der Ver­gleich ge­gen die Nord­deut­schen läuft un­ter der „Ka­te­go­rie zwei“– denn erst­mals hat man beim KSC die Heim­spie­le in die­ser Sai­son preis­lich ge­staf­felt und je nach At­trak­ti­vi­tät des Geg­ners die Prei­se fest­ge­legt. So kos­tet ei­ne Ta­ges­kar­te für die Haupt­tri­bü­ne ge­gen den FC St. Pau­li mit 44 Eu­ro fünf Eu­ro mehr als bei Par­ti­en oh­ne Zu­schlag. Auch die Prei­se für die an­de­ren Plät­ze im Sta­di­on wur­den für die­sen Schlag­ab­tausch an­ge­ho­ben. Da­von aus­ge­nom­men sind al­ler­dings die Fa­mi­li­en­blö­cke so­wie die Ti­ckets für die Roll­stuhl­fah­rer. Für die Kar­ten zum Spiel am kom­men­den Sams­tag ge­gen Erz­ge­bir­ge Aue gilt da­ge­gen „Ka­te­go­rie vier“. Da kos­tet die Ta­ges­kar­te dann im Schnitt rund fünf Eu­ro we­ni­ger als ge­gen den FC St. Pau­li. Ist die Be­geg­nung ge­gen die Ham­bur­ger al­so zu­min­dest preis­lich ein Spit­zen­spiel, kann man das – was die Ta­bel­len­si­tua­ti­on der bei­den Kon­tra­hen­ten an­be­langt – ja nicht un­be­dingt be­haup­ten. So­wohl der KSC als auch St. Pau­li ha­ben mit je­weils drei Punk­ten aus vier Spie­len ei­nen Sai­son­start hin­ge­legt, der al­les an­de­re als ge­lun­gen war. Die Gäs­te­mann­schaft von Ewald Lie­nen war so­gar bei ih­ren ers­ten drei Auf­trit­ten kom­plett leer aus­ge­gan­gen, konn­te aber zu­letzt beim 2:1-Sieg durch ei­nen Last-Mi­nu­te-Tref­fer von Cenk Sa­hin ge­gen Ar­mi­nia Bielefeld ih­ren ers­ten Drei­er ein­fah­ren. Der KSC hat zwar erst ein­mal ver­lo­ren, aber auch nur drei Zäh­ler auf sei­nem Kon­to – und die def­ti­ge 0:4-Nie­der­la­ge vom letz­ten Spieltag bei Uni­on Berlin, nach zu­vor drei Un­ent­schie­den, hat Spu­ren hin­ter­las­sen. Ob der An­schau­ungs­un­ter­richt, den KSC-Trai­ner To­mas Oral sei­nen Spie­lern auf der Heim­fahrt von Berlin, die im Mann­schafts­bus und nicht im ei­gent­lich ge­buch­ten ICE er­folg­te, per Vi­deo an­ge­dei­hen ließ, zu ei­ner ver­bes­ser­ten Leis­tung heu­te Nach­mit­tag füh­ren wird? Das muss sich zei­gen. Für Bjar­ne Tho­el­ke lau­tet die Leh­re aus der Ber­li­ner Schlap­pe, „bei der sich je­der von uns an die ei­ge­ne Na­se fas­sen und sich fra­gen muss, war­um er es nicht ge­schafft hat, läu­fe­risch und kämp­fe­risch 100 Pro­zent zu ge­ben“, vor al­lem: „dass man in die­ser Li­ga, auch wenn spie­le­risch nicht im­mer al­les klappt, lau­fen und kämp­fen muss, weil man sonst kei­ne Chan­ce hat“. Lau­fen und kämp­fen, das er­war­tet auch To­mas Oral heu­te von sei­nem spie­len­den KSC-Per­so­nal ge­gen ei­ne Mann­schaft, „die eben­falls nur schwer in die Sai­son ge­kom­men ist, aber sehr kompakt steht. Da müs­sen wir ent­spre­chend da­ge­gen hal­ten, uns Chan­cen er­ar­bei­ten und die­se dann auch nut­zen“, be­tont Oral. „Dann“, fügt er hin­zu, „bin ich da­von über­zeugt, dass wir die­ses Spiel ge­win­nen kön­nen“. Mit wel­chen Ak­teu­ren der KSC-Übungs­lei­ter den ers­ten Sai­son­sieg ein­fah­ren will, das ließ er, wie üb­lich, of­fen. Dem SONN­TAG ver­riet er nur so viel: Cha­r­al­am­pos Mavri­as er­setzt im rech­ten of­fen­si­ven Mit­tel­feld den ver­letz­ten Ma­nu­el Tor­res. Der Spa­nier wird

Am Mitt­woch geht’s dann nach Hannover

we­gen ei­ner In­nen­band­ver­let­zung im Knie noch ei­ni­ge Zeit aus­fal­len. Rund 16000 Zu­schau­er, da­von et­wa 2 500 St.-Pau­li-Fans, er­war­tet der KSC heu­te Nach­mit­tag im Wild­park, wo „wir mit un­se­ren Fans im Rü­cken den Bock end­lich um­sto­ßen müs­sen und un­be­dingt den ers­ten Sai­son­sieg fei­ern wol­len. Da­für wer­den wir al­les tun“, mein­te ein kämp­fe­ri­scher Gri­scha Prö­mel vor dem Spiel ge­gen die „Kiez-Hel­den“, als die sich Ham­bur­ger ger­ne selbst be­zeich­nen. Schieds­rich­ter der Be­geg­nung ist Ro­bert Hart­mann aus Wan­gen.

Neu­zu­gang in der KSC-Start­elf: Der 22-jäh­ri­ge Grie­che Cha­r­al­am­pos Mavri­as kommt heu­te ge­gen den FC St. Pau­li im rech­ten of­fen­si­ven Mit­tel­feld für den ver­letz­ten Ma­nu­el Tor­res zum Ein­satz. Fo­to: GES/Prang

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