Ros­berg vorn, Vet­tel hin­ten

For­mel1: Wies­ba­de­ner holt Po­le in Sin­ga­pur

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Mar­tin Mora­vec

Mer­ce­des-Pi­lot Ni­co Ros­berg (Wies­ba­den) geht nach ei­ner ein­drucks­vol­len Vor­stel­lung von Start­platz eins in den heu­ti­gen Gro­ßen Preis der For­mel 1 in Sin­ga­pur. Der WM-Zwei­te setz­te sich im Qua­li­fy­ing auf dem Ma­ri­na Bay Street Cir­cuit un­ter Flut­licht vor Da­ni­el Ric­ci­ar­do im Red Bull durch und hat­te da­bei mehr als ei­ne hal­be Se­kun­de Vor­sprung auf den Aus­tra­li­er. Nur Drit­ter wur­de Ros­bergs Team- und här­tes­ter Ti­tel­ri­va­le Le­wis Ha­mil­ton (En­g­land). Fer­ra­ri-Pi­lot Se­bas­ti­an Vet­tel (Hep­pen­heim) schei­ter­te we­gen ei­nes tech­ni­schen De­fekts schon im ers­ten Ab­schnitt der Qua­li­fi­ka­ti­on und muss das Ren­nen vom En­de des 22er-Fel­des auf­neh­men.

Mit ei­ner Zau­ber­run­de hat sich Ni­co Ros­berg die Po­le-Po­si­ti­on für sein For­mel-1-Ju­bi­lä­ums­ren­nen in Sin­ga­pur ge­si­chert. Der Mer­ce­des-Pi­lot ver­wies mit ei­nem Vor­sprung von mehr als ei­ner hal­ben Se­kun­de Da­ni­el Ric­ci­ar­do im Red Bull auf den zwei­ten Platz. Für Ros­bergs Te­am­ri­va­len Le­wis Ha­mil­ton reich­te es auf dem 5,065 Ki­lo­me­ter lan­gen Kurs nur zu Platz drei. Ros­berg kann nach sei­ner 29. Kar­rie­rePo­le vol­ler Zu­ver­sicht heu­te in sei­nen 200. Grand Prix (14 Uhr MESZ/RTL) star­ten. Im bes­ten Fall kann der 31-jäh­ri­ge Wies­ba­de­ner so­gar die WM-Füh­rung von Ha­mil­ton zu­rück­er­obern. Nur zwei Punk­te tren­nen sie. Gu­te Aus­sich­ten auf Punk­te hat auch Ni­co Hül­ken­berg (Force In­dia). Er geht von Start­platz acht in den 15. Sai­son­lauf. Vor­jah­res­sie­ger Vet­tel schied we­gen ei­nes Scha­dens an sei­nem Fer­ra­ri über­ra­schend be­reits in der ers­ten K.-o.-Run­de aus. Völ­lig zu­frie­den war Ros­berg. „Ich bin na­tür­lich glück­lich. Mit Si­cher­heit war das ei­ne mei­ner top drei Run­den“, re­sü­mier­te er. Die Po­le hat sich in Sin­ga­pur sehr oft aus­ge­zahlt: Sechs­mal in den ver­gan­ge­nen acht Jah­ren ge­wann der Pi­lot, der sich auch die bes­te Aus­gangs­la­ge si­cher­te. „Der hat ei­ne Wun­der­run­de hin­ge­zau­bert“, lob­te Mer­ce­des-Team­auf­sichts­rat Ni­ki Lau­da bei RTL.

Vet­tel muss nach De­fekt von ganz hin­ten star­ten

An­ge­fres­sen war Vet­tel nach sei­nem de­pri­mie­ren­den 22. Rang. „Im End­ef­fekt ist es na­tür­lich bit­ter, weil das Au­to gut war. Wie gut wer­de ich bis mor­gen Abend nicht her­aus­fin­den“, mein­te der 29-Jäh­ri­ge, der von ei­nem schwe­ren Scha­den am Qu­er­sta­bi­li­sa­tor be­rich­te­te. Letzt­mals war er beim Sai­son­fi­na­le 2015 in Abu Dha­bi in der ers­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de raus­ge­flo­gen. Vet­tels Aus­gangs­la­ge in Sin­ga­pur ist denk­bar schlecht. Da­bei woll­te der vier­ma­li­ge Welt­meis­ter, der mit vier Er­fol­gen Re­kord­sie­ger in dem Stadt­staat ist, sei­ne ent­täu­schen­de Sai­son bei der Scu­de­ria mit der Wie­der­ho­lung sei­nes Vor­jah­res­er­folgs auf­hüb­schen.

Früh raus: Se­bas­ti­an Vet­tel ist in der Qua­li­fi­ka­ti­on zum Sin­ga­pur-GP vor­zei­tig ge­schei­tert. Fo­to: avs

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